Rangliste der Fluggesellschaften 2005



Wir fragten: Fliegen - Freude oder Frust?

Airlinebarometer 2005 Plazierung
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Airlinebarometer 2005 Benotung
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Wir baten unsere Nutzer zu beantworten, wie die eigene Reise nun tatsächlich war und die Leistungen der Gesellschaft des letzten Fluges auf der Hauptflugstrecke zu benoten. Für folgende Fluggesellschaften erhielten wir mindestens 10 Bewertungen, so dass eine gewisse Repräsentativität gegeben ist, die nicht nur von einem subjektiven Einzelschicksal geprägt ist:. Wir kommentieren nachfolgend die Ausprägungen unter- und überdurchschnittlicher Bewertungen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Durchschnittsnote insgesamt leicht gefallen. Besonderen Anteil hat dabei die Einzelkategorie "Sitzplatz". Hier scheinen de Reisenden in Ihrer Bewertung anspruchsvoller geworden zu sein. Die Fluglinien versuchen durch zahlreiche Flottenerneuerungsprogramme Schritt zu halten. Allerdings klemmt es - insbesondere bei der Unterhaltungselektronik - wohl des öfteren in der Wartung.

Negativ vermerken die Reisenden bei allen Fluggesellschaften, wenn ein vorausgebuchter Sitzplatz nicht erhältlich ist (sofern dieser Service überhaupt angeboten wird). Zahlreiche Gründe können dies erforderlich machen. Es gibt kaum eine Fluglinie bei der nicht dieser Punkt mindestens einmal negativ kommentiert wurde.

Fluggesellschaft Note Beschreibung
1 Japan Japan Airlines (JL) 1,82

2004: 1,69
2003: k.W.

2004 war die Japan Airlines (häufig abgekürzt JAL genannt) überraschend von 0 auf Platz 1 unseres Airlinebarometers gestürmt. Getreu dem Vorbild von Doppelsieger Emirates aus den Jahren 2002 und 2003 hat JAL auch gleich zwei mal hintereinander nun Platz eins belegt. Chapeau! Respekt und Herzlichen Glückwunsch.

Der "Fanclub" der JAL ist allerdings nicht signifikant gewachsen. Das mag auch daran liegen, dass sich die Fluglinie im Gegensatz zu den Mitbewerbern auf den nachfolgenden Rängen nicht offensiv als Australien-Carrier vermarktet. Auffällig auch, dass die meisten Umfrageteilnehmer im Dez/Jan 2004/2005 mit der JAL unterwegs waren. Für "Everbody's Darling nach Australien" reicht es also - trotz Sieg in dieser Auswertung - nicht. Dazu fehlen attraktive Durchgangsverbindungen. Wer mit der JAL im Umfragezeitraum 2004/05 flog, musste zum Beispiel auf dem Rückweg einen Flugplan-bedingten Stop-Over in Kauf nehmen. Reisende, die ohnehin einen Zwischenstopp einlegen wollten, empfanden dies offensichtlich nicht als Nachteil.

  • Die Japan Airlines wird mit Ausnahme der Kommunikationstechnik in allen Kategorien überdurchschnittlich bewertet, siegt allerdings nur in drei von neun Einzelkategorien: "Service am Boden" und "Sauberkeit & Funktionalität" und in der "Pünktlichkeit". Anno 2004 war man gleich sieben von neun Mal vorne dran.
  • Hervorgehoben in den individuellen Kommentaren wurde auch die individuelle Spiel- und Videoauswahl je Sitz
  • Offensichtlich hat es die JAL auch geschafft ein attraktives Hotelangebot für den Stop-Over anzubieten. Die Einbindung des Stopovers auf dem Rückflug im Reisepreis erinnert an das "Rezept" der Emirates als diese noch keine täglichen Direktflüge ex Dubai anbieten konnte.
  • Nicht unerheblich zur Kundenzufriedenheit dürfte die zuweilen aggressive Preispolitik der JAL beigetragen haben.
Die "Kehrseite" der Goldmedaille:
  • Auf der Code-Share-Strecke zwischen Tokio und Cairns fliegt die Qantas - hier missfiel beim Qantas-Flug zuweilen das Essen.
Für die Saison 2005/2006 sind eine Reihe von Einflüssen relevant.
  • Knapp nach der Malaysian Airlines und der Singapore Airlines würde nahezu jeder Umfrageteilnehmer würde die JAL uneingeschränkt seinen Freunden weiterempfehlen. Das heisst wer die Strecke und die Airline bewusst wählt ist in der Regel sehr zufrieden.
  • Durch den Code Share mit Qantas kann die JAL etwas anbieten was vielen anderen Fluglinien fehlt: Eine Verbindung in den Norden Australiens, die für Gabelflüge attraktiv ist.
  • Im Schweizer Markt schlug sich ein Codeshare-Abkommen mit der Swiss positiv nieder: Seit September 2003 bedienten Japan Airlines und Swiss International Airlines die Strecke Zürich-Tokyo im Codeshare. Nach der Übernahme der Swiss durch die Lufthansa und der Ankündigung der JAL vom 25.10.05 der Oneworld beitreten zu wollen, ist fraglich wie lang dieses Codeshare weiter betrieben wird.
2 Malaysia Malaysia Airlines (MH) 1,86

2004: 1,86
2003: 1,89
2002: 1,97
2001: 1,99

Erneut Platz 2 für die Malaien - mit konstant herausragenden Leistungen - offensichtlich ein Abo auf diesen Platz. Die Malaysian darf sich als der heimliche Sieger fühlen: Sie hat eine deutlich höhere "Wahlbeteiligung" als die Japan Airlines und sie gewinnt in der Kategorie "Weiterempfehlung". Nicht unbedeutend auch, dass es der Fluglinie wieder einmal gelungen ist den Nachbarn Singapore Airlines hinter sich zu lassen. In diesem Falle kann man wohl auch wirklich sagen "Konkurrenz belebt das Geschäft".
  • Zum vierten Mal in Folge Platz 1 in der wichtigsten Unterkategorie - "Sitzplatzqualität". Die Malaysian bietet mit 87 cm den größten Sitzplatzabstand in der Economy Class an. Zu diesem Bereich zählt auch die Möglichkeit der Sitzplatzreservierung per email oder Telefon. Ein Service der in der Umfrage punktet.
  • Individuelle Videobildschirme auf den Flugstrecken mit der Boeing 777 brachten weitere Pluspunkte.
  • Auffallend ist unter anderem noch die positive Bewertung des Services am Boden. Bemerkenswert: Die Malaysian schneidet in allen Kategorien mindestens etwas besser als der Durchschnitt ab, das schafft nicht mal der Sieger JAL. Positive Kommentare gab es folglich für alle möglichen Kategorien.
  • Die Möglichkeit eines kostenlosen Zusatzfluges auf die malaysischen Inseln für einen Stop-Over wurde als Pluspunkt vergleichsweise selten erwähnt.
  • Keine Medaille ohne Rckseite. Auch bei dem Angebot der Malaysian fanden sich Schwachstellen:
  • Die Malaysian hat eindeutig ihre Fans gefunden - auch wenn sie nicht Mitglied im Miles & More-Club ist, der ab 2006 durch die Zusammenarbeit der deutschsprachigen Fluglinien Lufthansa, Austrian und Swiss noch stärker auf dem Markt auftritt.
    • Bei einigen Flügen wurde der Check-In in Frankfurt als unfreundlich empfunden.
    • Anschlussflüge mit KLM werden teilweise sehr negativ kommentiert. Die Reisenden empfanden sowohl Sicherheit/Fluggerät , Unterhaltungsprogramm (sehr gering, wenn's ueberhaupt funktioniert!), Essen und Trinken und den Bordservice als mangelhaft.
Die Voraussetzungen sind sehr gut um im Jahr 2006 wieder mehr Reisende via Kuala Lumpur nach Australien zu lotsen und es vielleicht dann endlich mal auf Platz 1 zu schaffen. Die Malaysian ist dabei ein umfassendes Flottenerneuerungsprogramm abzuschließen, das insbesondere ihrer Business Class zugute kommt. Im Preiswettbewerb sieht man sich durch die "Early Bird Tarife" gut aufgestellt.

Was wünschen sich die Passagier der Airline noch? Baldmöglichst direkte Verbindungen nach Nordaustralien (Cairns und/oder Darwin) ex Kuala Lumpur - zumindest in der Trockenzeit Nordaustraliens.

3 Singapur Singapore Airlines (SQ) 1,89

2004: 1,87
2003: 1,94
2002: 1,95
2001: 1,90

Zum vierten Mal in Folge Bronze für den Star Alliance-Partner und das Mitglied im Miles&More Programm. Was für andere Fluglinien ein toller Erfolg wäre, dürfte die erfolgsverwöhnten Singaporianer noch nicht richtig "happy" stimmen. Drei Hundertstel trennen sie nur von Platz 2 und auch Platz 1 ist in 2006 keineswegs unerreichbar.
  • Die Singapore Airlines erreichte in den Einzelkategorien drei Mal die Bestnote für "Servicebereitschaft", "Serviceelemente" und "Unterhaltung".
  • Der Singapore Airlines gelingt es erneut den Richtwert für den Service in der Luft zu setzen. Kommentare zum "Singapore Girl", dem Icon der Fluggesellschaft, finden sich auch in dieser Umfrage. Vergleichsweise zu anderen Airlines selten sind Anmerkungen zu Schwächen im Service an Bord.
  • Das Unterhaltungsprogramm "KrisWorld" wird ebenfalls als top empfunden. Audio und Video on Demand in der Economy Class sind noch lang keine Selbstverständlichkeit bei anderen Fluglinien.
  • Äußerst gut bewertet, wenn auch von uns nicht mit einer eigenen Notenkategorie versehen: Das Stop-Over-Programm und das Angebot einer kostenlose Stadtrundfahrt in Singapur bei längerer Umsteigezeit.
  • Dass es in der Endabrechnung nur zu Platz 3 gereicht hat, liegt wieder an der Kategorie "Sitzplatzqualität". Hier liegt der Einzelnotenwert nahezu exakt auf dem Durchschnitt. Das Hauptproblem liegt im Abstand und der Breite der Sitze in der Economy Class sowie dem Wunsch nach Vorabreservierung der Plätze. Keine Klagen dagegen sind zu hören von Kunden der Business Class. Sie sind voll des Lobes.
  • Seit es unsere Umfrage gibt, ist ein Kommentar Dauerbrenner: Der Qualitätsunterschied beim Code Share Partner Lufthansa. Die Umfrageteilnehmer bemängeln einen starken Unterschied bei Servicebereitschaft des Personals und im Unterhaltungsangebot.
Die Perspektiven für 2006 sind nicht schlecht: Das dichte Flugnetz mit vielen Verbindungen ist genau so eine Trumpfkarte wie die Möglichkeit auf den Flügen Meilen zu sammeln. Der Flughafen Changi erfreut sich unter Transitpassgieren höchster Beliebtheit. Die Singapore Airline greift mitunter kräftig in den Preiswettbewerb ein.

Für die Mund-zu-Mund-Propaganda gibt es allerbeste Voraussetzungen. Nur bei der Malaysian beantworten so viele Umfragteilnehmer unsere "Gretchenfrage" ("Würden Sie die Fluglinie Ihren Freunden weiterempfehlen?") mit "ja, uneingeschränkt".

Die "Hausaufgaben" bleiben die alten: Weil immer noch keine Verbindungen nach Nordaustralien (Cairns, Darwin) ex Singapur mit Singapore Airlines existierten verlor die Fluglinie in den letzten Jahren seit dem Ansett-Konkurs Anteile unter den Umfrageteilnehmern. Man kann der Airline nur anraten dringend zu prüfen, ob die Singapore Airlines - zumindest in der Trockenzeit Nordaustraliens - wieder eine Verbindung nach Darwin oder/und Cairns anbieten kann.

4 Vereinte Arabische Emirate Emirates (EK) 1,98

2004: 1,87
2003: 1,73
2002: 1,73
2001: k.W.

Die Noten sind nach wie vor sehr ansehlich und deutlich über dem Durchschnitt. Doch in die Medaillenränge reichte es nicht mehr. Nach zwei Siegen 2002 und 2003 sowie Platz 3 in 2004 nun "nur" Platz 4.
  • In zwei Einzelkategorien schaffte es die Airline auf Platz eins: "Kommunikationstechnik" und "Essen und Trinken".
  • Nur durchschnittlich wird die Fluglinie z.B. beim Service am Boden beurteilt.
  • Wenn die Flüge bis auf den letzten Platz besetzt sind, freut das Airline und ihren Controller. Die Passagiere allerdings neigen dann dazu dieses unter den negativen Erfahrungen zu listen und auch den Sitzplatzabstand sowie die Geschwindigkeit des Services kritischer zu werten. Überbuchungen scheint die Emirates aber im Griff zu haben. Gleich mehrfach lobten Umfragteilnehmer einen Upgrade in die Business Class, den sie wegen Überbuchung der Economy Class erhalten hätten.
  • Die Freundlichkeit und Servicebereitschaft des Bordpersonals wird meist lobend kommentiert, doch fallen im Vergleich zum Vorjahr noch mehr kritische Stimmen auf. Dass die Flugbegleiter aus mehreren Ländern insgesamt bis zu 10 Sprachen gesprochen hatten, wurde anerkennend vermerkt. Allerdings sei die Bordsprache nur Englisch und Arabisch. Sowohl Reisende von der Schweiz wie auch von Deutschland erwarteten auch (mehr) Ansagen und mehr Unterhaltungsprogramm in Deutsch.
  • Das Durchschnittsalter der Passagierflotte der Emirates war im Umfragezeitraum mit das jüngste von allen. Unterwegs ist man mit dem Airbus 330 oder der Boeing 777. Zwischen beiden Modellen gibt es allerdings Unterschiede bei Sitzplatzabstand. Auf der Strecke zwischen München bzw. Frankfurt und Dubai wurde dagegen die Ausstattung der Maschine und der Sitzplatzabstand öfter bemängelt.
  • Der Umsteige-Flughafen in Dubai wird mindestens gleichwertig zu den Flughäfen in Singapur und Hongkong eingeschätzt. Es fehlen aber noch bequemere Sitz- und/oder Liegeplätze zum Warten. Negativ fällt auf dass die Umsteigeverbindungen in Dubai meist zu nachtschlafender Zeit und die Verbindung nach Brisbane optimierungsbedürftig ist.
  • Geklemmt hat es das eine oder andere Mal beim Unterhaltungsprogramm. Der eine oder andere Reisende wünschte sich aktuellere Filme.
    Gelobt wurde erneut die Kamera im Cockpit, mit deren Hilfe man Start und Landung beobachten konnte - ein nettes Feature, dass zunehmend bei verschiedenen Airlines im Unterhaltungsprogramm zu finden ist.
  • Zumeist Lob verteilten Reisende in der Business Class und der First Class. Man begrüßt u.a. das Angebot des Chauffeur Services und des kostenlosen Stopover in Dubai. Die Sitze in der Business Class lassen sich allerdings nicht zu einem Bett wie bei LH oder Singapore Airlines umwandeln, was vereinzelt bemängelt wurde. Die First Class-Suite mit Türen für absolute Privatsphäre sowie Essen on demand wird als "State of the Art" (Vorbild für die ganze Luftfahrtbranche) gewertet.
  • Gelobt wurde auch das Angebot die Flugklassen nach Strecken zu splitten - z.B. Hinflug Economy und Rückflug Business, was ich getan habe.
    (Ein Service der mittlerweile auch von Air New Zealand, Qantas, SAS und weiteren Airlines angeboten wird. Nachfragen lohnt)
  • Dauerbrenner auf dem "Wunschzettel": Mitglieder des "Miles&More"-Bonusprogrames wünschen sich eine Zusammenarbeit von Emirates und Lufthansa.
Ob es für den Titel in 2006 reichen könnte?
  • Im Gegensatz zu 2004 hat die Anzahl der Umfrageteilnehmer die die Emirates uneingeschränkt ihren Freunden weiterempfehlen würde ein wenig abgenommen.
  • Die Bedeutung des Umsteigeflughafens Dubai gewinnt weiter. Gelobt wird jetzt die alternative Abflugmöglichkeit zu Frankfutr in Düseldorf und München. Der Zubringer aus Hamburg kommt ab Februar 2006 und Berlin und Stuttgart stehen auf der Wunschliste der Emirates. In Australien wünschen sich die Reisenden Darwin und Cairns als Ziele, hier fehlten zum Redaktionsschluss aber Signale, dass die Emirates derartige Aktivitäten Down Under plane. Direktflüge ex Dubai gehen nach Perth, Melbourne und Sydney. Brisbane erreicht man via Singapur (hier würden sich auch manche eine Direktverbindung wünschen). In Neuseeland sind Auckland und Christchurch im Netz - Emirates bietet damit in Konkurrenz zur Qantas attraktive Kombinationen mit Neuseeland an.
  • Dubai als Stop-Over-Ziel wird immer attraktiver: Milliarden werden in ambitionierte Tourismusprojekte gepumpt. Das luxuriöseste Hotel der Welt steht schon da, es entstehen künstliche Inseln in Form einer riesigen Palme und sogar eine "Welt en miniature" ist geplant.
5 Österreich Austrian Airlines (Lauda Air) (OS) 2,28

2004: 2,32
2003: 2,09
2002: 1,85
2001: 1,79

Die Austrian hat ihren Abwärtstrend seit 2001 gestoppt. Wenn es nach unseren Umfrageteilnehmern geht wurde aus der ehemals deutlich überdurchschnittlichen Fluglinie nun eine "ganz normale".
  • Das Positive zuerst: Von überschaubaren Flughafen Wien im täglichen Direktflug ohne Umsteigen mit sehr kurzem Tankstopp von 75 min in Kuala Lumpur - diese direkte Verbindung gefällt nach wie vor insbesondere den Österreichern unter unseren Umfrageteilnehmern.
  • Austrian/Lauda ist die einzige deutschsprachige Flugline nach Australien.
  • Auch die Möglichkeit Meilen bei Miles and More zu sammeln, lässt viele Reisende sich für die Austrian/Lauda entscheiden.
  • Mit dem Slogan "Service is our success" versuchte sich die Lauda in den 90igern von der Staatsairline Austrian Airline abzugrenzen. Mittlerweile ist die Lauda Teil der Austrian. In den letzten Jahren war der Service die Achillesferse. Hier gibt es in dieser Umfrage einen Lichtblick. Trotzdem klappt es immer wieder nicht - und der Eindruck einer Airline hängt nun auch mal an Kleinigkeiten:
    • Ich habe im Vorfeld 2x versucht Infos zu bekommen auf meine E-Mails wurde nicht geantwortet. Meine Frau feierte ihren 50. Geburtstag in der Luft. 2 Piccolo waren erst nach 5,00 Euro Trinkgeld zu haben.
    • "Trotz vorheriger Reservierungsbestätigung wurden unsere Kinder von uns getrennt. Dabei war der Service so schlecht, dass ich ständig dafür sorgen mußte dass unsere Kinder (5, 7 + 9J.)nicht vergessen wurde (Decken/Essen/Spielzeug, dass andere Kinder bekamen, wenn sie bei ihren Eltern saßen)."
  • Die Boeing 777-Maschinen kommen langsam in die Jahre: Die Sitze werden öfter als abgenutzt empfunden, dass Unterhaltungsprogramm hat zuweilen Aussetzer.
    • "Die Sitze waren noch mit Essensresten verunreinigt, meine Frau musste ihre Decke zum Abdecken eines großen Schokoladenflecks nutzen."
    • "Trotz vorheriger Reservierungsbestätigung wurden unsere Kinder von uns getrennt. Dabei war der Service so schlecht, dass ich ständig dafür sorgen mußte dass unsere Kinder (5, 7 + 9J.)nicht vergessen wurde (Decken/Essen/Spielzeug, dass andere Kinder bekamen, wenn sie bei ihren Eltern saßen)."
Die Perspektive für 2006? Schau'n wir mal - es könnte weiter bergauf in unserer Wertung gehen, allerdings hat die Konkurrenz noch ganz schön Abstand... Die Hauptaufgaben des Managements liegen nach Ansicht der Umfrageteilnehmer bei einem noch besseren Service-Committment und (immer dringlicher) bei einem Renovierungsprogramm des Maschineninneren.
6 Australien Qantas (QF) 2,41

2004: 2,46
2003: 2,49
2002: 2,65
2001: 2,52

Die meisten Umfrageteilnehmern im Airlinebarometer flogen mit ihr, aber wie in den Vorjahren bleibt das Echo geteilt. Wenngleich die Qantas langsam an Boden gewinnt. So hat sie nicht nur bei den Plätzen im Airlinebarometer sich wieder nach vorne geschoben auf den Platz, den Sie nur 2001 schon mal erreichte - auch die Noten und Kommentare werden zusehends freundlicher. Die Fluglinie erhielt den bisher besten Wert seit Bestehen des Airlinebarometers. Die Qantas ist sicher als Qualitäts-Fluglinien einzustufen - auch wenn Sie in unserer Wertung bisher nie vorne landen konnte. Wer bei der Gewinnung von Passagieren so erfolgreich ist, wie die zweitälteste Fluggesellschaft der Welt (siehe unsere Kommentare zur "Wahlbeteiligung"), wird natürlich etwas genauer unter die Lupe genommen.
Wenn wir nur die Noten für Flüge im 2. und 3. Quartal 2005 herangezogen hätten, hätte die Qantas sogar noch ein bisschen besser abgeschnitten. Mag auch die Qantas in manch anderer Umfrage weit vorn stehen - aus Sicht der kritischen und sehr flugerfahrenen Teilnehmer des Airlinebarometers wird eine hohe Messlatte angelegt und insbesondere im Vergleich zu den Fluglinien, die in unserem Barometer weiter vorne gelandet sind, wird der Qantas immer noch expliziter Nachholbedarf attestiert. Wenn die Fluglinie ihren selbst gewählten Anspruch als "Premium Carrier" wirklich in der Breite einlösen will, muss sie sich jedoch noch mehr an Ihren Mitbewerbern aus Asien und Arabien messen lassen.
  • Viel gebucht wird die Qantas primär wegen ihres vorteilhaften Flugnetzes und einem Marketing, dass es immer wieder gut versteht die Verbindung mit den Inlandsflugverbindungen der Känguru-Airline herauszustreichen.
  • Überdurchschnittliche Werte gibt es in keiner Kategorie für die Australier. Immerhin Durchschnitt ist man bei den Werten für "Service am Boden", "Sauberkeit & Funktionalität", "Serviceelemente", "Unterhaltung" und "Kommunikationstechnik".
  • Erneut auf dem letzten Platz liegt die Qantas in der Einzelkategorie "Essen und Trinken". Hier liegen die Australier um 0,47 Notenpunkte unter dem Durchschnitt (Einzelwert im Durchschnitt: 2,14, zum Vergleich: Der Klassenbeste - die Emirates - liegt bei 1,75). Qantas-Vielflieger empfanden es zuweilen als "besch...". Allerdings die Ansprüche sind auch hoch - durch die eigene Positionierung der Qantas und im Vergleich zum Vorjahr schnitt die Qantas in der Note besser ab.
  • Nach dem Urteil unserer Nutzer ist die Servicebereitschaft des Kabinenpersonals immer noch stark unterschiedlich ausgeprägt - wir hatten dies schon in 2004 ausführlich kommentiert und verzichten darauf dies an dieser Stelle auszuführen. Besonders negativ fällt auf, wenn bei langen Flügen selten Getränke offeriert werden.
  • Die Sitzplatzqualität ist weitere schon lange währende Achillesferse. Hier bekommt die Qantas erneut ihre niedrigste Durchschnittsnote einer Einzelkategorie: Erneut nur 3,01. Schlechter wurden nur die Cathay gewertet. Kommentiert wurden: "verschmutzte" oder "nasse" Kissen, häufig "Probleme mit der Sitzplatzreservierung", die Sitze selbst werden häufiger als bei weiter oben plazierten Airlines als "ausgeleiert", "beschädigt", "unbequem", "durchgesessen" oder schlichtweg "miserabel" kommentiert. Allerdings nimmt die Zahl positiver Stimmen im Vergleich zum Vorjahr zu, was u.a. auf die neue Business Class zurückzuführen ist, die aber im Umfragezeitraum noch nicht durchgängig im Einsatz war.
  • Die beste Einzelnote erreicht die Qantas bei der Pünktlichkeit mit 1,99. Hier liegt jedoch der Kategorie-Gewinner Japan Airlines mit durchschnittlich 1,38 nur knapp unter der theoretischen Idealnote von 1,0.
  • Innerhalb des Umfragezeitraumes zeigte das Flottenerneuerungsprogramm Wirkung. Die individuellen Videobildschirme in der Economy Class wurden goutiert. Die Noten in diesem Segment stiegen seit 2003 an. Die Einzelnote ist nun 2,16 (2004: 2,26 / 2003: 2,35 / 2002: 2,93). damit bietet die Qantas ein durchschnittliches Unterhaltungsangebot.
  • Die Organisation und Kommunikation im Falle von Verspätungen oder Flugausfällen ist nach wie vor deutlich verbesserungsbedürftig. Schon 2004 klemmte es hier und wir kommentierten ausführlich.

Wieder mal bleibt abzuwarten, ob der Känguru-Airline in 2006 der Sprung in der Notenskala nach weiter vorne gelingt. Ihr vorteilhaftes Flugnetz sollte sie mit mehr Service-Orientierung am Boden und in der Luft kombinieren, um ihren (an sich guten) Ruf auch durch entsprechende Leistung gerecht zu werden. So manche Hausaufgabe, die unsere Umfrageteilnehmer von 2004 und 2003 ins Stammbuch schrieben ist noch offen.

7 Brunei Royal Brunei (BI) 2,56

2004: 2,6

Zum zweiten Mal in der Wertung ist die Fluglinie des Sultanates - und konnte sich schon etwas nach vorne schieben. Weltweit gesehen liegt die Royal Brunei immer noch weit vor manch europäischer und amerikanischer Fluglinie, doch hat sie auf den Australien-Routen starke Wettbewerber.
  • Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals wird von einigen Teilnehmern gelobt, ebenso wie der Flugpreis und der Sitzabstand in der Economy Class, allerdings gab es für die Fluggeräte zwischen Brunei und Australien je nach Strecke (insbesondere nach Darwin) für den eingesetzten Airbus 319 dicke Minuspunkte.
  • Attraktiv wird auch das Gabelflugangebot nach Perth und Darwin gewertet. Die Royal Brunei hat mit ihrer Verbindung nach Darwin einen Trumpf für Gabelflüge in der Hand, der sie als Alternative zur Qantas prädestiniert.
  • Durchschnittliche Werte erreichte die Royal Brunei für "Pünktlichkeit".
  • Bescheiden fielen die Noten in den Kategorien "Service am Boden", "Sauberkeit & Funktionalität", "Servicebereitschaft" und "Kommunikationstechnik" aus.
  • Nach wie vor ist der Flugplan für Australien-Reisende deutlich verbesserungswürdig. Ein Schritt wurde mit der neuen Verbindung seit Oktober 2004 nach Sydney gemacht.
  • Viele Umfrageteilnehmer bezeichneten die Flugzeuge als sehr alt und nur teilweise als gepflegt.
  • Ethnische Besonderheiten scheinen auch nicht jedermanns Sache: Dass es an Bord keinen Alkohol gibt, mag man angesichts mancher Vieltrinker auf anderen Fluglinien begrüßen und wurde auch von niemand negativ erwähnt.
Fazit für 2005: Manche Umfrageteilnehmer sahen die Fluglinie lediglich "billiger als die anderen". Das dürfte zumindest dem ambitionierten Team der Royal Brunei in Deutschland ziemlich zu wenig sein. Wir sind also gespannt auf die kommenden Innovationen und berichten darüber - wie von jeder Fluglinie nach Australien von der wir entsprechende Informationen erhalten - im Newsletter. Die Royal Brunei hat zumindest Chancen auf einen Platz im Mittelfeld des Airlinebarometers 2006.
8 Thailand Thai Airways (TG) 2,61

2004: 2,46
2003: 2,39
2002: 2,44
2001: 2,56

Einige Prozentpunkte hinter dem Komma hat die Thai verloren und ihr schlechtestes Ergebnis seit Teilnahme im Airlinebarometer erhalten.
  • Die Thai erreicht in einer Kategorie überdurchschnittliche Werte. Bei der Sitzplatzqualität reicht es in der Einzelwertung für Platz 4.
  • Besonders stark reissen erneut die Noten in der Kategorie "Serviceelemente", "Unterhaltungsangebot" und "Kommunikationstechnik" nach unten. Rund 10 Jahre nach dem in diversen Airlines das "In-Seat-Video" auch in der Economy Class Einzug gehalten hat, hinkt hier die Thai hinterher. Da helfen auch nicht die fetten Pluspunkte bei der Sitzplatzqualität durch den grossen Sitzplatzabstand für eine durchschnittliche Note.
  • Eine der Achillesfersen ist der völlig veraltete Flughafen Bangkok Don Muang als Umsteigepunkt. Die Pünktlichkeit scheint - wohl auch wegen des Airports - keine Domäne der Thai - die Quittung der Umfrageteilnehmer: Erneut letzter Platz in dieser Kategorie unter den ausgewerteten Fluglinien.
  • Bei Stop-Overs macht sich die bescheidene Anbindung des Flughafens an die Stadt bemerkbar. Die Hochbahn in der Innenstadt hätte ursprünglich bis zum Flughafen gehen sollen, doch nach Don Muang wurde die Linie 1997 aufgrund der Wirtschaftskrise gestrichen.
  • Auch in traditionellen Domänen des thailändischen Gastgewerbes - dem Service - schneidet sie unterdurchschnittlich ab.
  • Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich die "Sauberkeit an Bord" auf durchschnittliche Werte.
  • Der Flugplan ist für Australien-Reisende nicht optimal abgestimmt.
  • Besonders bedenklich das Ergebnis der "Gretchenfrage": Die Thai hat die wenigsten "Fans" - Bei keiner anderen Airline ist die Anzahl der Umfrageteilnehmer geringer, die die Fluglinie uneingeschränkt ihren Freunden weiterempfehlen würden.
Die Thai könnte im Jahr 2006 gewinnen: Endlich soll der neue Flughafen Suvarnabhumi die chaotischen Zustände beenden. Auch die überfällige Hochbahn-Anbindung an die Innenstadt soll es geben. Der dringende Nachholbedarf beim Unterhaltungssystem soll nun im Rahmen des Einsatzes von neuen Airbus-Maschinen endlich behoben werden. Wer Thai fliegt, sollte sich folglich informieren ob auf den ausgewählten Strecken tatsächlich schon das neue Fluggerät eingesetzt wird.
9 Volksrepublik China - Hongkong Cathay Pacific (CX) 2,72

2004: 2,33
2003: 2,21
2002: 2,17
2001: 2,04

Sturzflug für die Cathay. In so manch anderer Umfrage steht die Cathay ganz vorne, doch auf den Australien-Routen scheint es Probleme zu geben. Es kommt nicht ganz unvermutet: Schon im Vorjahr befanden sich die Noten auf dem Rückwärtsgang. Offensichtlich konnte man den in der Werbung häufig erhobenen Anspruch einer Premium-Airline nicht immer einlösen. Eigentlich dachten wir die Cathay legt zu. Das Australien-Produkt wurde zum 31. Oktober 2004 nachgebessert: Mit einem neuen Flug nach Sydney entfiel einer der Hauptmankos - die ewig lange Umsteigezeit in Hongkong. Diesen Punkt hatten wir seit einigen Jahren immer wieder als Manko gelistet und er schlug sich in der Bewertung für durch "Punktabzug" nieder. Doch das Schaffen direkter Verbindungen nach Australien ist nicht das einzige Problem der Cathay Pacific...

Hier hat es im Umfragezeitraum nach Berichten unserer Umfrageteilnehmer bei der Cathay geklemmt:

  • Die schlechtesten Durchschnittswerte unserer Umfrage kassierte die Cathay in der Kategorie "Sitzplatzqualität"
  • Bei einigen Flügen erwies sich die Elektronik als anfällig, zuweilen waren die Bildschirme in den Sitzen defekt.
  • Die Servicebereitschaft des Personals wurde nur von dem der Royal Brunei unterboten. Das Boarding wurde in Einzelfällen als "schlecht organisiert" geschildert.
  • Bei den Sitzen wurden hin und wieder ihre Breite (zu schmal für Europäer), der Abstand und ihr Wartungszustand bemängelt (z.B. kaputter Kopfhöreranschluss). Die Innenausstattung wurde mehrfach als überaltert empfunden. Schon 2004 fielen die Hongkonger mit der schlechtesten Durchschnittsnote für die Sitzplatzqualität auf.
  • Das Essen war nicht nur einmal kalt
  • Das Deboarding einer A340 in Frankfurt auf dem Vorfeld per Bus wurde auch als unpassend empfunden.
  • Gelobt wird die Freigepäckgrenze von 30 kg (sonst 20kg via Asien).
Eine besondere Trumpfkarte hat die Cathay: Das Stop-Over-Ziel Hongkong wird als sehr attraktiv empfunden und ihr Stop-Over-Programm zählt zu den besten.

Für folgende Fluggesellschaften liegen noch nicht genügend Antworten für eine repräsentative Auswertung vor. Diesmal mussten für eine Fluggesellschaft mindestens 1,2% der gültigen Umfrageantworten vorliegen, ansonsten konnten wir sie nicht ausführlich in der Bewertung berücksichtigen.

Diese Airlines werden in die Rangliste und das Stärken-/Schwächenprofil aufgenommen sobald genügend Einsendungen vorliegen. Aus den bisherigen Einsendungen lassen sich allerdings Trends abzeichnen, ob die Airline zu den Top-Airlines unserer Umfrage gehören könnte (+), im Mittelfeld landen dürfte (o) oder schlecht benotet wird (-) Ein doppeltes Minus steht für auffallend deutlich unterdurchschnittliche Werte.

Sollten Sie mit einer dieser Airlines geflogen sein, bitten wir Sie ganz besonders um Ihre Teilnahme bei unserer aktuellen Umfrage, um ein abgerundeteres Bild zu bekommen, als dies durch wenige Einzelnennungen entsteht.

Fluggesellschaft Tendenz Beschreibung (erfolgt nachdem genügend Daten vorliegen)
Grossbritannien British Airways (BA) -- Für die Briten wurde dieses Jahr die Zahl benötigter Antworten für eine breitere Auswertung erneut nicht erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt der Trend für ihre Gesamtnote nach mehreren Jahren "bergab" wieder leicht ins Plus, allerdings unterdurchschnittlich. Zufrieden scheinen eher die Kunden in der Business Class als in der Economy Class.
Taiwan China Airlines (CI) o Weiterhin Kandidat für einen Einstieg in die Mittelklasse des Airlinebarometers.
Vietnam Vietnam Airlines (VN)    

Lediglich ein oder zwei Bewertungen, die also keinerlei Plus-/Minus-Tendenz ableiten lassen, liegen für folgende "Exoten" für den Flug nach Australien vor:

Fluggesellschaft Beschreibung (erfolgt nachdem genügend Daten vorliegen)
Neuseeland Air New Zealand (NZ) Sie hat besonders viel Sitzplatzabstand und gewaltig bei der Ausstattung ihrer Flugzeuge aufgeholt. Seit 2006 ist die neue Premium Economy ein sehr interessantes Angebot.
Taiwan EVA (EV) Kandidat für einen Einstieg in die Mittelklasse des Airlinebarometers.
USA United Airlines (UA)  

AIRLINEBAROMETER 2007: Allgemeine Informationen
AIRLINEBAROMETER 2005: Stärken-/Schwächenprofile


Weitere Informationen zum Fliegen in AUSTRALIEN-INFO.DE (Auswahl)



Informationen zur Anreise allgemein
Flugpreisschnäppchen und attraktive Kombi-Angebote in Verbindung mit Preisaktionen der Airlines.
Die Websites unserer Anbieter von Flugtickets umfassen auch meist aktuelle Preishinweise - teilweise bereits Online-Datenbanken, bei denen sich auch die Verfügbarkeit der Tarife gleich nachvolziehen lässt.

Ausführliche Checkliste nach unterschiedlichsten Kriterien
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