Rangliste der Fluggesellschaften 2012



Wir fragten: Fliegen - Freude oder Frust?

Airlinebarometer 2012 Plazierung
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Airlinebarometer 2012 Benotung
Klicken Sie auf das Bild um eine vergrößerte Ansicht sehen zu können. An dieser Umfrage nahmen die Nutzer des Online-Informationsdienstes AUSTRALIEN-INFO.DE, die Leser des Magazins 360° Australien und die Aussie Specialists sowie deren Kunden teil. Aussie Specialists sind für die Australien-Beratung besonders geschulte Mitarbeiter bei Reisebüros und Reiseveranstaltern. Sie nehmen am sogenannten "Aussie Specialist" Programm des australischen Fremdenverkehrsamtes Tourism Australia teil.

Wir danken an dieser Stelle ganz herzlich allen Teilnehmern. Ohne Ihre engagierte Beteilgung und viele sehr detaillierter Ausführungen wäre dieses Ranking nicht möglich.

Für das Ranking war entscheidend, wie die Leistungen der Gesellschaft des letzten Fluges auf der Hauptflugstrecke der eigenen Reise bewertet wurden. Für neun Fluggesellschaften erhielten wir mindestens zwei Prozent aller Bewertungen, so dass eine gewisse Repräsentativität gegeben ist, die nicht nur von einem subjektiven Einzelschicksal geprägt ist. Wir kommentieren nachfolgend die Ausprägungen unter- und überdurchschnittlicher Bewertungen.

Der Wettbewerb auf der Australien-Route unter den Fluglinien ist ausgesprochen intensiv. Wer via Asien oder Arabien nach Australien fliegt, hat die Möglichkeit mit vergleichsweise recht jungem Fluggerät unterwegs zu sein.

Das qualitativ beste Angebot erwartet Reisende in der Regel auf Verbindungen die von möglichst vielen zahlungskräftigen Geschäftsreisenden geflogen werden, beispielsweise zwischen Frankfurt und Singapur. Wo dagegen vor allem Urlauber unterwegs sind, können die Fluglinien in der Regel weniger Gewinn erwirtschaften. Folglich finden sich die innovativsten und komfortabelsten Flugmöglichkeiten nicht zu den Zielen im nördlichen Australien sondern vor allem im die Geschäftsmetropolen Sydney und Melbourne. Ohne den Airbus A380 lässt sich im Airlinebarometer kaum ganz vorne mitspielen.

  • Negativ vermerken die Reisenden bei allen Fluggesellschaften, wenn ein im Voraus gebuchter Sitzplatz nicht erhältlich ist, für den eventuell sogar eine Reservierungsgebühr bezahlt werden musste. Zahlreiche Gründe können dies erforderlich machen. Es gibt kaum eine Fluglinie bei der nicht dieser Punkt mindestens einmal negativ kommentiert wurde.
  • Dem hin und wieder geäußerten Wunsch, für eine große Person mit langen Beinen einen Platz in der Economy Class mit mehr Beinfreiheit im Voraus zu reservieren, kommen die Fluglinien teilweise gern nach. Gegen Aufpreis lassen sich Sitze buchen in den Bereichen der Ausgänge, zum Teil als XXL-Sitze bezeichnet. Es lohnt sich nach einem derartigen Service auf den Websites bzw. Service-Hotlines explizit zu erkundigen. Man sollte schon mal die Kreditkarte zur Aufzahlung bereit halten...
  • Mit einem Faktor, der die Beinfreiheit in der Economy Class eingeschränkt, rechnet man oft nicht: Durch die Entertainmentbox unter dem Vordersitz kann auch der Fußraum kleiner sein.

Dauerbrenner in den Kommentierungen quer über die Fluglinien hinweg ist die Einstellung der Klimaanlage in der Kabine. Dem einen ist es zu kalt, dem anderen zu warm. Tendenziell wird die Kabinentemperatur jedoch öfter zu kalt als zu warm empfunden.

Wenn die Unterhaltungselektronik ausfällt, ist dies nach Erfahrung aus unserer Umfrage vor allem für Reisende mit Kindern problematisch. Kindern wird dann auf der langen Strecke ziemlich langweilig, während sie sonst mit großer Begeisterung das Entertainment-Programm nutzen. Und wenn es den Kindern langweilig ist, sind eben auch Eltern mal schnell genervt...


Singapore Airlines



Note Beschreibung
1,66

2011: 1,71
2010: 1,59
2009: 1,69
2008: 1,79
2007: 1,81

Singapur Platz 1: Singapore Airlines (SQ)

Zum sechsten (!!) Mal in Folge ist die Singapore Airlines von unseren Nutzern am besten bewertet worden. Respekt! Bei keiner anderen Fluglinie beantworten so viele Umfrageteilnehmer unsere "Gretchenfrage" ("Würden Sie die Fluglinie Ihren Freunden weiterempfehlen?") mit "ja, uneingeschränkt".

Die einzige Fluglinien-Bewertung, die sich speziell mit den Verbindungen nach Australien aus dem deutschsprachigen Raum beschäftigt, wird seit 2007 von der Singapore Airlines dominiert. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

Im Herbst 2012 kann die Singapore Airlines bereits auf fünf Jahre Erfahrung mit dem Airbus A380 zurückblicken - so lange wie keine andere Fluglinie. Heute profitiert sie von dieser Erfahrung. Der A380 war im Umfragezeitraum ab Frankfurt und Zürich nach Singapur unterwegs. Von dort aus ging es - ebenfalls im A380 - weiter nach Melbourne und Sydney. Maschine und Ausstattung begeisterten über alle Klassen hinweg. Im Oberdeck des A380 sind auch in der Economy Class nur zwei Sitze nebeneinander. Auch die Flüge mit der Boeing 777 ab Frankfurt/Main, München und Zürich erhielten sehr gute Noten.

Die Teilnehmer der Umfrage wussten es zu schätzen, dass auf einigen Routen die Singapore Airlines mit ihren Partnern die jeweils schnellste Verbindung zu australischen Zielen anbieten konnte. Dank der im Jahr 2012 aufgenommenen Verbindungen in den australischen Norden mit der Tochterfluggesellschaft Silk Air und die Allianz mit der Virgin Australia für inneraustralische Strecken, wird das Angebot an Routen und Frequenzen nach Australien mittlerweile als sehr attraktiv eingestuft. So kann eine Reise in Australien sehr gut nach Jahreszeiten optimiert werden, beispielsweise durch Start einer Tour in Melbourne und Ende in Darwin (durch sogenannte Gabelflüge).

Zuverlässig, komfortabel und ohne Hektik reise man mit der Singapore Airlines, so in aller Kürze das Fazit der überwiegenden Mehrheit der Umfrageteilnehmer. Es gibt fast niemand, der nicht im Feld für positive Bemerkungen noch mal explizit den Service an Bord in seinen unterschiedlichen Facetten gelobt hätte. Die Fluglinie erzielte Bestnoten in sieben der neun Einzelkategorien (Sauberkeit, Essen & Trinken, Servicebereitschaft, Serviceelemente, Unterhaltung, Kommunikationstechnik und Pünktlichkeit).

  • Obwohl der Faktor "Sicherheit" für die meisten Reisenden der ausschlaggebende Faktor bei der Wahl einer Fluglinie ist, lässt sich gerade dieser Faktor bekanntlich nicht vom Reisenden selbst wirklich beurteilen. Bei den Kommentaren im Airlinebarometer zur Singapore Airlines fällt auf, dass die Reisenden des Öfteren ihr "sicheres Gefühl" erwähnen. Einer der Umfrageteilnehmer glaubt zu wissen, woher dies komme: Durch das freundliche und auffallend professionelle Engagement der Mitarbeiter, mit denen man beim Flug in Kontakt komme. Man vermute dadurch, dass nicht nur den Passagieren sondern auch der Technik und ihrer Prüfung sehr hohe Aufmerksamkeit geschenkt werde.
  • "Service is our Success" - so warb schon mal die Lauda Air. Das ist rund ein Jahrzehnt her. 2001 und 2002 gewann die Lauda Air das Airlinebarometer. Danach erinnerte sie sich immer seltener an ihren eigenen Slogan und einige Jahre später landete keine Maschine der Lauda mehr Down Under.

    Die Erfolgsformel funktioniert nach wie vor: Die Singapore Airlines darf für sich reklamieren das Versprechen eines exzellenten Services am häufigsten bei ihren Flügen erlebbar zu machen. In den Kommentaren wird das Servicepersonal an Bord geschildert als "freundlich, nett, höflich, sympathisch, zuvorkommend, effizient, und hilfsbereit". Ein Umfrageteilnehmer summiert: "Bei Singapore Airline habe ich bis jetzt den besten Service und die freundlichsten Mitarbeiter erlebt." Einige Umfrageteilnehmer kommentierten sinngemäß auch folgendermaßen: Mit der Singapore Airlines reise man angenehm und entspannt und man werde nicht nur transportiert. Gelobt wurde wieder einmal auch die attraktive Kleidung der Stewardessen.

  • Das Unterhaltungsprogramm "KrisWorld" ist der Branchenmaßstab - unstrittig.
  • Auch am Boden hat die Singapore Airlines eine Trumpfkarte: Der Flughafen Changi Airport in Singapur überzeugte unsere Umfrageteilnehmer durch seine ruhige undentspannende Atmosphäre.
  • Dem Stop-Over-Programm wird ebenfalls eine sehr hohe Qualität attestiert.
  • Sehr positiv wird auch die Leistung der Tochtergesellschaft Silk Air beurteilt.
  • Reisende, die in der Business Class mit der Singapore Airlines flogen, äußersten sich ausschließlich sehr zufrieden bis enthusiastisch.
Auf einigen wenigen Flügen der Singapore Airlines gab es Probleme. Im Vergleich zu den Mitbewerbern sind diese Kommentare ziemlich selten. Es kommt wohl einfach bei Singapore Airlines seltener vor, dass mal einiges danebengeht. Wenn es dann gerade einen selbst auf einem Flugabschnitt trifft, ärgert man sich verständlicherweise, beispielsweise wenn die Sitzplatzreservierung nicht funktioniert hat oder kurzfristig eine andere Maschine eingesetzt wurde. Im Vergleich zu anderen Fluglinien gab es bei Singapore Airlines die geringste Kritik an der Qualität der Sitze.

  • Auf der Strecke von Frankfurt/Main nach Singapur war im Umfragezeitraum noch eine Boeing 747-400 im Einsatz, die für Punktabzüge in der Bewertung sorgte. Die Maschine hatte nach Meinung der Teilnehmer deutlich Patina angesetzt. 2012 wurde die Boeing 747 durch einen A380 ersetzt.
  • Dass man die Sitzplätze erst 48 Stunden vorher reservieren kann, obwohl man den Flug sechs Monate vorher gebucht hat, ist nicht jedem verständlich. Hier wird eine Optimierung gewünscht.
  • In Einzelfällen klemmte es bei der Website.
Es gilt auch diesmal wieder: Die Perspektiven für die Singapore Airlines sind sehr gut.

Im aktuell laufenden Umfragezeitraum gibt es beim Angebot der Singapore Airlines folgendes zu beachten :

  • Wer darauf Wert legt mit dem A380 zu fliegen, sollte für den beabsichtigten Flugtermin prüfen, welche Maschine tatsächlich zum Einsatz kommt. Die Singapore Airlines wechselt auf den Strecken zwischen Frankfurt/Main und Singapur sowie Melbourne und Singapur zwischen A380 und Boeing 777, je nach erwarteter Auslastung.
  • Zwischen Frankfurt und Singapur lässt sich ggf. auf den Code Share Partner Lufthansa ausweichen, der die Route nach Singapur mit dem Airbus 380 bedient. Die Lufthansa-Route zwischen München und Singapur entfällt übrigens ab 14. Oktober 2012.
  • Mit der Neugründung Scoot will die Singapore Airlines Gruppe der Qantas-Tochter Jetstar auf den Verbindungen nach Australien Wettbewerb bieten. Wie das genau aussieht, dürfte sich im Lauf von 2012/13 noch weiter herausstellen.
Wo die Singapore Airlines in unserem Airlinebarometer 2012/13 wirklich landet, entscheiden Sie: Wenn Sie mit Singapore Airlines in 2012/13 nach Australien geflogen sind, bitten wir Sie um Ihre Teilnahme am Airlinebarometer.
 
Singapore Airlines im Profil - in STOPOVER-INFO.DE
 

Korean Air



Note Beschreibung
1,80

(2010 & 2011 nicht dabei)
2009: 2,09

Korea Platz 2: Korean Air (KE)

Herzlichen Glückwunsch zur Silbermedaille. Vor drei Jahren hatten wir die Koreaner letztmals in der Wertung begrüßt. Damals reichte es zu Platz fünf. Und auch 2004 war die Fluglinie schon einmal im Airlinebarometer vertreten. In den anderen Jahren war der Anteil an Umfrageteilnehmern zu gering für eine repräsentative Aussage.

Die Fluglinie aus Seoul gilt nach wie vor als Geheimtipp. Kaum einer hat sie im Radar, wenn es um die Wahl der Flugstrecke nach Australien geht. In Reisebüros und bei Reiseveranstaltern ist die Fluglinie latent bekannt, muss aber noch deutlich an ihrer Bekanntheit als Anbieter auf der Australien-Strecke arbeiten.

  • Seit dem 25. März 2012 hat die Korean Air die Trumpfkarte "Airbus A380" auf der Strecke zwischen Frankfurt/Main und Seoul im Einsatz. Und diese Trumpfkarte sticht, wie die Bestnote in der Kategorie "Sitzplatzqualität" beweist. Korean Air reklamiert für sich, den A380 am großzügigsten ausgestattet zu haben. Das Oberdeck ist mit 94 Sitzen für First und Business Class reserviert und im Hauptdeck sind die 301 Sitze der Economy Class. Der Sitzplatzabstand in der Economy Class des A380 ist mit 86 Zentimetern größer als bei den meisten Wettbewerbern.
  • Der Service an Bord wird als zuverlässig, kompetent, angenehm, höflich und freundlich kommentiert.
  • Flugplanbedingt müssen Korean-Passagiere je nach Routenwahl in Seoul übernachten. Die dafür zur Verfügung gestellten Hotels werden gelobt.
  • Der moderne Flughafen in Seoul - Incheon International Airport - wird ebenfalls angenehm empfunden.
  • Im Zeitraum der Umfrage war noch keine der Verbindungen von Seoul nach Australien mit dem A380 angeboten worden.
  • Die Kategorie "Bordunterhaltung" ist die einzige, in der die Korean Air unterdurchschnittlich abschneidet. Sie wird als vergleichsweise gering in Umfang und Attraktivität empfunden.
  • Um Geschäftsreisenden vollkommen zu gefallen, gilt es auch am Boden noch nachzubessern: Die Gemeinschaftslounge in Frankfurt/Main wird als indiskutabel empfunden.
Über das Essen an Bord sind die Meinungen geteilt. Während Freunde der asiatischen und insbesondere der koreanischen Küche voll des Lobes sind, fanden es andere wiederum als "zu koreanisch". Auf keiner anderen Route nach Australien lässt sich jedenfalls Bibimbap probieren. Das koreanische Nationalgericht besteht aus einer Schüssel mit gekochtem weißen Reis, über den gebratenes frisches Gemüse, Rindfleisch, ein Ei und Gochujang (koreanische Chili-Pfefferpastete) gegeben wird.

Nach eigenen Angaben will die Korean Air nicht in erster Linie über den Flugpreis ihre Kunden gewinnen, sondern über die Qualität. Wer ohnehin einen Stop-Over auf dem Weg nach Brisbane, Sydney oder Melbourne plant, hat via Seoul sicherlich eine attraktive Option. Zwischen 28. Oktober 2012 und Ende April 2013 ist statt des A380 auf der Strecke eine Boeing 777-300ER im Einsatz. Als Grund für den Wechsel des Flugzeugtyps nennt die Fluglinie die geringere Nachfrage. Auch die mit 291 Sitzen ausgestattete Boeing 777-300ER verfüge über modernste Ausrüstung.

Wo die Korean in unserem Airlinebarometer 2012/13 wirklich landet, entscheiden Sie: Wenn Sie mit Korean in 2012/13 nach Australien geflogen sind, bitten wir Sie um Ihre Teilnahme am Airlinebarometer.
 
Korean Air im Profil - in STOPOVER-INFO.DE
 


Emirates



Note Beschreibung
2,04

2011: 2,17
2010: 1,82
2009: 1,94
2008: 2,10
2007: 2,07

Vereinte Arabische Emirate Platz 3: Emirates (EK)

Herzlichen Glückwunsch zur Bronzemedaille! Die Emirates ist zurück in den Medaillenrängen: Nach dem undankbaren vierten Platz 2011 ist sie 2012 zusammen mit der Qatar Airways auf Platz drei gelandet. Im Vergleich zur Qatar Airways stimmten jedoch weitaus mehr Umfrageteilnehmer für Emirates ab. Rund jeder fünfte flog mit der Linie aus Dubai. Im Umfragezeitraum 2011/12 investierte die Fluggesellschaft viel in neues Gerät und Ausstattung.

  • Mit der Emirates kann man jeweils mit einem Airbus A380 von München via Dubai nach Sydney fliegen und ab Oktober 2012 auch nach Melbourne. (Der A380 verkehrt ab und bis München seit Ende November 2011.)
  • Seit November 2011 fliegt zwischen Düsseldorf und Dubai ein Airbus A340-300.
  • Zwischen Hamburg und Dubai sind seit Februar 2012 Boeing 777-300ER im Einsatz.
In der Benotung machte sich dies bereits deutlich bemerkbar, kommentierte mancher Reisende im Herbst 2011 schließlich noch "Manche Maschinen haben ihre beste Zeit hinter sich". Im Vergleich zu anderen Airlines schneidet die Emirates im Bereich Unterhaltung und Kommunikationstechnik überdurchschnittlich ab und erreicht ansonsten überall durchschnittliche Notenwerte.
  • Die Emirates punktet durch die zahlreichen Abflug-Optionen aus dem deutschsprachigen Raum. Reisende aus dem Einzugsgebiet der Flughäfen ab Hamburg, Düsseldorf, München, Genf und Wien äußern sich positiv über die Alternativen zum Flug ab Frankfurt/Main, München oder Zürich. Kommentiert wird beispielsweise, dass Emirates "ab Hamburg die schnellste Verbindung nach Australien" bietet.
  • Der Sitzkomfort für die Zubringerflüge aus Mitteleuropa hat sich spätestens seit Februar 2012 deutlich verbessert. Dementsprechend vergaben Umfrageteilnehmer, die vor der Umstellung flogen, deutlich schlechtere Noten, weshalb es in diesem Umfragezeitraum nur für eine durchschnittliche Note in der Sitzplatzqualität reichte. Allerdings werden die Sitze bei der Boeing 777-300 ER zum Teil als zu eng kommentiert.
  • Auch Emirates schafft es, ihren Passagieren das Gefühl des sicheren Reisens zu vermitteln. Warum das unter anderem so ist, kommentiert eine Umfrageteilnehmerin wie folgt: "Die Mitglieder der Crew sprachen mindestens zehn Sprachen, so hätte man im Notfall auch in seiner Muttersprache sprechen können."
  • 30 kg Freigepäck für Passagiere in der Economy Class werden oft lobend erwähnt.
  • Die Sitze in der Business Class - insbesondere im A380 - begeisterten ausnahmslos. Positiv vermerkt wurden auch flankierende Dienstleistungen wie der Chauffeur-Service und die Lounges. Ab und zu sind Aktions-Angebote mit besonders attraktivem Preis-/Leistungsverhältnis für die Business Class zu haben und ein paar Umfrageteilnehmer freuten sich, hier ein Schnäppchen gemacht zu haben.
Über den Service an Bord gibt es stark geteilte Meinungen: Die Qualität und Freundlichkeit der Crews schwankt wohl sehr stark: Das Team wird wahlweise als "sehr freundlich, großartig, motiviert, aufmerksam" oder "total unfreundlich, überlastet, chaotisch" beschrieben. Flugbegleiter "haben einfach den Anschein gemacht, dass die Spaß an dem Job haben". Unter denjenigen, die die Servicequalität als "war schon mal besser" einstufen, sind auffallend viele, die bereits schon des Öfteren nach Australien reisten.

Ebenfalls schwankend ist die Beurteilung der Essensqualität.

  • Die größte Schwachstelle der Emirates ist ihr Heimat-Flughafen. Den Airport in Dubai haben viele Umfrageteilnehmer in keiner guten Erinnerung: "schlecht organisiert, unpersönlich, überfüllt, stressige Atmosphäre, chaotisch". Berichtet wird über lange Schlangen bei der Einreise und an den Toiletten und fortwährend hupende Golfcaddies, auf denen VIPs durch das Terminal gefahren würden. Manche Mitarbeiter des Flughafens seien arrogant aufgetreten. Einige Umfrageteilnehmer äußerten explizit, dass ihr nachhaltig negativer Eindruck des Flughafens in Dubai der Grund sei, warum sie nicht mehr mit der Emirates fliegen wollen - es fehle die entspannte Ruhe und Professionalität, wie man sie von manchen Flughäfen in Asien kenne. Der Flughafen Dubai wird immerhin als besser eingestuft als mancher internationale Flughafen in den USA.
  • Der A380 wird in der Economy Class der Emirates zuweilen als "zu groß und zu voll" und die Anzahl der Toiletten als zu gering empfunden.
  • Die Emirates erreicht durchschnittliche Werte bei der Pünktlichkeit. Sofern es jedoch Verspätungen gibt, scheint es ab und zu an der Kommunikation und Organisation zu hapern. So bemängeln Umfrageteilnehmer, die in Dubai auf verspätete Flüge warten mussten, dass ihnen binnen 7 Stunden kein Wasser angeboten worden sei und dass am Flughafen keine kostenlosen Wasserspender vorhanden seien.
  • Eine Dame schrieb, dass sie Schwierigkeiten beim Check-In hatte. Sie wurde mit ihrem Rock, der über den Knien endete (kein Minirock) nur an Bord gelassen, nachdem sie versicherte, sie hätte eine lange Hose im Handgepäck.
Durch das am 6.9.2012 angekündigte geplante Code-Sharing mit der Qantas wird ein "Win-Win" für die Reisenden nach Australien erhofft: Während die Emirates zahlreiche Verbindungen aus dem deutschsprachigen Raum nach Dubai anbietet, punktete bislang die Qantas in Verbindung mit Jetstar durch internationale Direktflüge ab Singapur zu sieben Zielen in Australien.

Die größte "Baustelle" der beiden Partner liegt wohl in der Verbesserung der Aufenthaltsqualität in Dubai. Er wird insbesondere von Passagieren der Economy Class als weniger angenehm wahrgenommen als die Flughäfen in Singapur, Hongkong und Seoul.
 
Wo die Emirates im Airlinebarometer 2012/13 wirklich landet, entscheiden Sie: Wenn Sie mit Emirates in 2012/13 nach Australien geflogen sind, bitten wir Sie um Ihre Teilnahme am Airlinebarometer.
 
Emirates im Profil - in STOPOVER-INFO.DE
 


Qatar Airways



Note Beschreibung
2,04

2011: 2,24

Katar Platz 3: Qatar Airways (QR)

Ebenfalls herzlichen Glückwunsch zur Bronzemedaille! Nach einem respektablen Einstieg auf dem fünften Platz ging es für die Fluglinie aus Arabien nun in die Medaillenränge - auf Augenhöhe mit der Emirates. Neben Melbourne kam im Juli 2012 Perth als Ziel in Australien hinzu. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es mit Berlin, Frankfurt, Genf, München, Stuttgart, Wien und Zürich zahlreiche Abflughäfen.

Einige Reiseveranstalter haben die Qatar als Australien-Flieger im Programm doch bei den Reisebüros ist sie zum Umfragezeitraum immer noch kaum als Australien-Anbieter verankert. Aufgrund ihres Namens wird sie auch ab und zu mit der Qantas verwechselt.

  • Qatar Airways konnte in drei Einzelkategorien überdurchschnittliche Werte erzielen: "Sitzplatzqualität", "Service an Bord" und "Essen und Trinken". Auffallend oft wurden explizit die "bequemen Sitze" und die Sitzkonfiguration 3-3-3 gelobt.
  • Zwischen März 2011 und März 2012 bot die Qatar ab Stuttgart nicht nur die einzige Verbindung nach Australien mit nur einem Stopp, sondern auch noch eine rekordverdächtig kurze Reisezeit nach Melbourne. Mitten in die Stuttgarter Reismesse CMT platzte im Januar 2012 dann allerdings die Nachricht, dass die Verbindung von Stuttgart nun immer über Zürich nach Doha geführt werde. Im Seotember 2012 kündigte die Qatar den Rückzug aus Sutttgart für Ende Oktober 2012 an. Die in diesem Airlinebarometer noch so hoch gelobte schnelle Verbindung zwischen Baden-Württemberg und Victoria ist somit zumindest bis auf Weiteres leider nicht mehr buchbar. Dafür ist aber die Verbindung von Wien nach Perth nun wiederum ausgesprochen attraktiv.

    Was fehlt, um die Mitbewerber 2012/13 zu überholen?

    • Die Inhalte des Unterhaltungsprogramms überzeugten nicht. Hier unterscheiden sich die beiden Drittplatzierten Qatar und Emirates am deutlichsten.
    • Um als Australien-Carrier wahrgenommen zu werden, fehlt eine Kommunikation über mögliche Inlandsverbindungen mittels einer Kooperation mit Virgin Australia oder der Qantas-Gruppe. Melbourne und Perth als einzige Ziele stehen hier noch etwas allein auf der Australien-Landkarte.
    • Die Sauberkeit an Bord war 2011/12 eine Schwachstelle aus Sicht der Umfrageteilnehmer. Hier erhielt die Fluglinie die schlechteste Durchschnittsnote aller Fluglinien.
    • Der Umsteige-Flughafen Doha wurde als eine einzige Riesenbaustelle mit wenig Komfort empfunden. Das man mitten in Nacht landet sei genau so wenig angenehm wie der lange Bustransfer von der Vorfeldposition zum Terminal. Das Fotografierverbot im Terminal irritierte.
    Fazit: Alle, die nicht in unmittelbarer Nähe von Frankfurt/Main wohnen, finden mit der Qatar zum Teil attraktive Alternativen für Flüge nach Melbourne und Perth. Es gilt, die weiteren Fortschritte des Umbaus am Flughafen von Doha zu verfolgen.

    Wo die Qatar Airways in unserem Airlinebarometer 2012/13 wirklich landet, entscheiden Sie: Wenn Sie mit Qatar Airways in 2012/13 nach Australien geflogen sind, bitten wir Sie um Ihre Teilnahme am Airlinebarometer.
     
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Malaysia Airlines



Note Beschreibung
2,15

2010: 2,48
2010: 2,26
2009: 1,78
2008: 2,07
2007: 1,99

Malaysia Platz 5: Malaysia Airlines (MH)

Zurück im Mittelfeld ist in diesem Jahr die Airline aus Kuala Lumpur. In der wichtigsten Unterkategorie des Airlinebarometers, der "Sitzplatzqualität", liegt die Malaysia Airlines über der Durchschnittsnote der anderen Fluggesellschaften. Allerdings schnitt die Fluglinie in dieser Kategorie acht Jahre lang als beste ab. Das ist vorerst vorbei, diese Lorbeeren sind etwas verwelkt. Für die Malaysia Airlines wird es allerhöchste Zeit, zumindest die Innenausstattung der Maschinen zu wechseln, und das tut sie auch: Im Lauf des Umfragezeitraums wurde zwischen Kuala Lumpur und Adelaide die Boeing 777-200ER einen Airbus A 330-300 ersetzt. Auch nach Melbourne wird mit dem A-330-300 geflogen.

Die Ankunftszeiten in Australien sind aus Sicht einiger Reisenden ein weiterer Pluspunkt: So kommt man in Sydney im Abend an und kann nach dem langen Flug erst mal ausschlafen.

  • Beim Service am Boden schnitt die Malaysia Airlines am schlechtesten von allen ausgewerteten Fluglinien ab. Wenig effizient und motiviert, teilweise unfreundlich sei das Personal am Servicecounter. Speziell kritisiert wurde das Personal in Kuala Lumpur und in Brisbane.
  • Ein Aspekt, mit dem Malaysia Airlines bislang fast immer punkten konnte, war die Servicebereitschaft des Personals an Bord. In diesem Umfragezeitraum jedoch wirkte das Pesonal zum Teil "gestresst". Reisende, die früher schon Malaysian Airlines geflogen waren, bedauerten, die Servicequalität habe nachgelassen. Andere meinten, sie hätten nicht nachvollziehen können, warum die Fluglinie die Auszeichnung "World's Best Cabin Staff" bei den World Airline Awards von Skytrax erhalten habe, mit der die Fluglinie so intensiv werbe. Kurzum: Die Erwartungshaltumg mag vielleicht gerade wegen der Fokussierung auf diesen Aspekt in der Werbung hoch sein und sie konnte des Öfteren diesmal nicht erfüllt werden.
  • Einige Umfrageteilnehmer bedauern auch, dass die Website der Fluglinie nicht in deutscher Sprache zur Verfügung steht.

 
Malaysia Airlines plante kurzzeitig auch schon Flüge mit dem A380 nach Australien. Ab Ende November 2012 sollte zwischen Kuala Lumpur und Sydney und ab März 2013 nach Melbourne geflogen werden. Diese Pläne wurden im Oktober 2012 zugunsten von A380-Flügen nach London und Paris aufgegeben.

Ob im Airlinebarometer 2013 ein neuer "Höhenflug" möglich ist, vielleicht sogar zurück auf den zweiten Platz, den die Airline sechs Mal in Folge belegen konnte? Das liegt ganz an Ihnen. Wo die Malaysia Airlines in unserem Airlinebarometer 2012/13 wirklich landet, entscheiden Sie: Wenn Sie mit Malaysia Airlines in 2012/13 nach Australien geflogen sind, bitten wir Sie um Ihre Teilnahme am Airlinebarometer.
 
Malaysia Airlines im Profil - in STOPOVER-INFO.DE
 


Cathay Pacific



Note Beschreibung
2,17

2011: 2,41
2010: 2,16
2009: 2,32
2008: 2,42
2007: 2,35

Volksrepublik China - Hongkong Platz 6: Cathay Pacific (CX)

Seit 2009 scheiden sich die Geister bei der Beurteilung der Cathay Pacific. Der Grund liegt an dem Sitztyp, den die Fluglinie seitdem in der Economy Class verwendet. Da die Qualität des Sitzplatzes nach der Sicherheit von unseren Umfrageteilnehmern als das wichtigste Kriterium eingestuft wird, verliert die Cathay Pacific hier Punkte.

Die Sitze mit einer festen Sitzschale haben eine maximale Sitzneigung von 15 Grad. Der Sitzplatzabstand in der Economy Class wird von der Cathay selbst als 81 bis 86 cm, je nach Maschinentyp angegeben. Nachfolgend Beurteilungen der Umfrageteilnehmer in einer Pro und Contra-Übersicht:

Pro Contra
  • Man stört die Person hinter sich nicht, wenn man sich zurücklehnt.
  • Es ist ruhiger auf der Maschine, weil es niemand stört, wenn man sich zurücklehnt.
  • Fährt man mit der Sitzschale nach vorne, bleibt weniger Platz für die Beine, der Kopf bleibt senkrecht.
  • Ungeeignet zum Schlafen, wenig bequem zum Sitzen
  • Schlecht, wenn man größer als 190 cm ist
  • Teilweise durchgesessen
In der Summe dieser sehr konträren Beurteilungen, die das gesamte Spektrum von sehr gut bis ungenügend abdecken, kann die Cathay hier also nicht mit einer überdurchschnittlichen Note punkten. 2012 hat die Cathay Pacific ihre Premium Economy Class eingeführt. Sowohl in dieser Klasse wie auch in der Business Class wird die Sitzplatzqualität durchgängig gelobt.
  • Der Service an Bord wird ausschließlich positiv kommentiert. Die Crew wird ständig präsent, freundlich, professionell und aufmerksam geschildert.
  • Seit einigen Jahren bietet Cathay Tarife an, bei denen drei australische Inlandsflüge zu recht günstigen Konditionen mit dem Langstreckenflug nach Australien verbunden werden können.
  • Das Stop-Over-Ziel Hongkong wird als sehr attraktiv empfunden und ihr Stop-Over-Programm zählt zu den besten.
  • Reisende nach Australien haben in der Economy Class eine erhöhte Freigepäckmenge von 30 kg.
  • Das Unterhaltungssystem wurde als attraktiv empfunden.
Eine weitere Erkenntnis: Wer mit der Cathay reisen will, sollte sich unbedingt vor der Buchung ganz genau die Flugpläne ansehen, am besten mit Unterstützung eines Aussie Specialists, wie er leicht über die Anbieter-Datenbank von AUSTRALIEN-INFO zu finden ist:
  • Positiv fällt die Möglichkeit auf, direkt von Hongkong nach Cairns zu fliegen. Doch von Cairns nach Hongkong wird zum Teil via Brisbane geflogen. Umgekehrt gilt: Wer eigentlich direkt nach Brisbane will, könnte durch einen zeitraubenden Zwischenstopp in Cairns überrascht werden.
  • Je nach Verbindung hat man in Hongkong recht kurze oder sehr lange Übergangszeiten.

Wo die Cathay Pacific in unserem Airlinebarometer 2012/13 wirklich landet, entscheiden Sie: Wenn Sie mit Cathay in 2012/13 nach Australien geflogen sind, bitten wir Sie um Ihre Teilnahme am Airlinebarometer.
 
Cathay im Profil - in STOPOVER-INFO.DE
 


Thai Airways



Note Beschreibung
2,17

2011: 1,92
2010: 2,90
2009: 2,28
2008: 2,26
2007: 2,42

Thailand Platz 6: Thai Airways (TG)

Platz sechs mag die Verantwortlichen bei der Thai Airways nicht rundum glücklich machen, doch zeigt ein Blick auf die Durchschnittsnote, dass die Thai weitaus näher an ihrer guten Bewertung vom Vorjahr dran ist als an der Durchschnittsnote aus dem Krisenjahr 2009/10. Die Thai hat seit 2010 bei der Innenausstattung nachgerüstet, und seit 2011 fliegt eine neue Maschine nach Frankfurt. Sie punktet unter anderem auch durch Verbindungen ab Wien und Zürich und dass man auf Flügen mit der Thai Meilen für Miles and More sammeln kann.

Seit Ende Oktober 2010 fliegt die Thai Airways zwischen Frankfurt und Bangkok zweimal täglich mit neuen Economy Class Sitzen mit In-Seat-Video an Bord der Boeing 747-400. Seit Dezember 2011 wird diese Maschine nun ab München eingesetzt. Von und nach Frankfurt ist eine Boeing 777-300 ER mit vorteilhafter 3-3-3 Bestuhlung im Einsatz. Wer mit dieser Maschine unterwegs sein will, sollte auf die Flugnummern TG923 und TG922 achten.

  • Thai Airways glänzt diesmal mit der besten Durchschnittsnote in der Kategorie "Service am Boden".
  • Leicht überdurchschnittlich bewertet wurden die Qualität des Sitzplatzes, die Sauberkeit in der Kabine sowie die Serviceelemente.
  • Der Service an Bord war meist freundlich, aber nicht in allen Fällen wie erwartet. Passagiere in der Business Class vermissten "den letzten Schliff". Im Vergleich zur vorherigen Umfrage verlor die Thai in dieser Kategorie am meisten Notenpunkte.
  • War die Thai 2010/11 noch Sieger der Kategorie "Essen und Trinken", so ist sie diesmal hier auf dem letzten Platz, wie auch in der Kategorie Unterhaltung und Kommunikationssysteme.
  • Der übermäßige Ausschank von Alkohol an bereits alkoholisierte Passagiere wird weiterhin kritisiert. "Alkoholisch besänftigt" würde nach Beobachtung der Umfrageteilnehmer meist eine bestimmten Art von Touristen: Auf den Maschinen von und nach Bangkok seien sowohl aus Europa wie auch aus Australien Personen anzutreffen, die in Thailand wahrscheinlich zweifelhafte Formen der Vergnügung suchen. Mit dieser auffälligen Klientel im selben Flugzeug zu sitzen, ist manchem Teilnehmer der Umfrage nicht angenehm gewesen.
  • Auch diesmal wieder kommentierte ein Umfrageteilnehmer, dass die Decken, die die Thai verteile sich leicht elektrostatisch aufladen und dann unangenehme Entladungen auslösen.

Der erste Thai Airways Flug mit dem A380 ab Frankfurt startet am 16. Dezember 2012 um 14:10 Uhr auf der Nonstop-Verbindung TG 921 nach Bangkok. Der A380 bietet bei Thai Airways Platz für insgesamt 507 Passagiere, davon 12 Sitze in der „Royal First Class“, 60 in der „Royal Silk Class“ (Business-Class) und 435 Sitzplätze in der Economy Class. Bei der zweiten täglichen Verbindung auf der Strecke Frankfurt-Bangkok (Flugnummer TG 923) kommt weiter die Boeing 777-300 ER mit 312 Sitzplätzen zum Einsatz.

Geographisch liegt Thailand günstig auf dem Weg nach Australien und hat eine lange Tradition als Zwischenstopp. So flog die Qantas bis in die 1990er Jahre via Bangkok bevor sie nach Singapur wechselte. Thailands Gastfreundschaft ist legendär, das Land allerdings politisch nicht sonderlich stabil. Das Management von Unruhen oder Naturkatastrophen sowie die Kommunikation über dieselben sind nicht immer optimal. Der Heimatflughafen Bangkok gilt im Vergleich zu den Flughäfen der Wettbewerber als weniger gut organisiert. Im Normalfall fällt das dank der überaus freundlichen Thais kaum auf. Unter normalen Umständen ist also die Thai Airways durchaus in der Lage wieder weiter vorne im Airlinebarometer zu landen.

Wo die Thai Airways in unserem Airlinebarometer 2012/13 wirklich landet, entscheiden Sie: Wenn Sie mit Thai Airways in 2012/13 nach Australien geflogen sind, bitten wir Sie um Ihre Teilnahme am Airlinebarometer.
 
Thai Airways im Profil - in STOPOVER-INFO.DE
 


Etihad



Note Beschreibung
2,21

2010: 2,08
2010: 2,16
2009: 1,83
(2009 erstmals dabei)

Vereinte Arabische Emirate Platz 8: Etihad (EY)

Etihad Airways hat im Zeitraum der Umfrage mehrere Entscheidungen getroffen, die zeigen wie ernsthaft die Fluglinie das Angebot für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum nach Australien weiter entwickeln will: Da ist einerseits die Beteiligung an Air Berlin, durch die Flüge nach Abu Dhabi als Zubringer zu den Routen der Etihad nach Sydney, Melbourne und Brisbane dienen. Andererseits ist die Etihad mittlerweile mit zehn Prozent an Virgin Australia beteiligt, was man als das Pendant zur Beteiligung an Air Berlin Down Under sehen könnte. Seit Dezember 2011 verbindet Etihad auch Düsseldorf mit Abu Dhabi.

Die Fluglinie expandiert rasant, was immer wieder zu Änderungen führt und wohl auch die eine oder andere Nachjustierung in der Servicequalität erfordert. Angesichts des enormen Wachstums der Fluglinie ist es erstaunlich, dass die Qualität nicht stärker schwankt.

Bei den Verbindungen auf der Australien-Route gilt es darauf zu achten, dass es unterschiedlich gut geeignete Kombinationen von Flugstrecken gibt. Wer also nicht unnötig langen Zwischenaufenthalt haben will, sollte sich zuvor den Flugplan genau ansehen.

  • Überdurchschnittlich punkten konnte die Etihad lediglich im Bereich Kommunikationstechnik. Ansonsten bot die Fluglinie in der Economy Class eine solide Leistung und in den gehobenen Klassen eine sehr gute.
  • In den individuellen Kommentaren findet sich so häufig wie bei keiner anderen Fluglinie der Verweis auf das Preis-Leistungsverhältnis.
  • Positiv werden sowohl die relativ kurze Flugzeit insgesamt und - sofern die Flugroute richtig geplant wurde - kurze Aufenthaltszeiten in Abu Dhabi gewertet.
  • Lobend vermerkt wird die großzügige Regelung von Freigepäckgrenzen.
  • Im Vergleich zur vorhergehenden Umfrage konnte die Fluglinie deutlich in der Wahrnehmung der Servicebereitschaft des Personals aufholen und liegt hier nun auf Durchschnittsniveau.
  • Reisende in der Business Class zeigen sich begeistert vom Liegekomfort.
  • Mit der Pünktlichkeit haperte es bei den Flügen der Umfrageteilnehmer. Die Fluglinie aus Abu Dhabi erhielt hier die schlechteste Durchschnittsnote in einer Kategorie.
  • Der Umsteigeflughafen Abu Dhabi wird im Vergleich zu Singapur eher als "kühl und technisch" empfunden. Das Umsteigen fällt dort meist in die Nachtstunden. Im Vergleich zu den Wettbewerbern aus der Region Emirates und Qatar wird aber der Flughafen nicht als die Achillesferse des Reiseerlebnisses, gesehen sondern recht neutral kommentiert.

Wir sind gespannt, ob die Ethiad in der nächsten Umfragewelle 2012/13 wieder in die Spitzenplätze gewählt wird. Denkbar wäre es.

Wo Etihad Airways in unserem Airlinebarometer 2012/13 wirklich landet, entscheiden Sie: Wenn Sie mit Etihad Airways in 2012/13 nach Australien geflogen sind, bitten wir Sie um Ihre Teilnahme am Airlinebarometer.
 
Etihad im Profil - in STOPOVER-INFO.DE
 


Qantas Airways



Note Beschreibung
2,24

2011: 2,30
2010: 2,06
2009: 2,37
2008: 2,49
2007: 2,36

Australien Platz 9: Qantas Airways (QF)

Obwohl die Durchschnittsnote besser ist als in allen Auswertungen außer in 2010, reicht es diesmal nur für Platz neun. Die "Zwei minus" ist aller Ehren wert und würde in manchen Schulen eine "Belobigung" beim Zeugnis bringen. Im internationalen Vergleich liegt die Qantas damit weit vorne.

Auf der Route zwischen Mitteleuropa und Australien ist die Konkurrenz enorm stark und äußerst investitionsbereit. Des Weiteren gibt es einen kräftigen Preiskampf. Die Qantas hat Probleme auf dieser Strecke Gewinn zu erwirtschaften und im Innovations-Wettrennen mithalten zu können. Der hohe Kurs des australischen Dollars ist problematisch, da er im Vergleich zu den Wettbewerbern die Kosten der Qantas nach oben treibt. Will die Fluglinie die Kosten senken, kann dies zu Unruhe innerhalb der Organisation führen. Ab August 2011 startete ein Arbeitskampf, der schließlich im kompletten Aussetzen aller Flüge an zwei Tagen Ende Oktober 2011 gipfelte.

Die Qantas ist die Fluglinie, mit der mit großem Abstand die meisten Teilnehmer dieses Airlinebarometers flogen. Viele entscheiden sich für einen Flug mit der Qantas nicht nur aus rationalen Erwägungen. Die Airline hat eine breite Fan-Basis. Allerdings scheint die Zahl der Fans im deutschsprachigen Raum allein nicht auszureichen, damit die Fluglinie ihre Strecke nach Frankfurt/Main profitabel betreiben kann. Jedenfalls plant die Qantas ab 1. April 2013 in Europa nur noch London anzufliegen. Bei Auswertung dieses Airlinebarometers waren diese Pläne noch nicht final. In der aktuellen Umfrage lobten viele, dass "Australien bereits in Frankfurt beginnt".

Das Australien-Feeling ist es was viele Reisende so schätzen. Es ist der emotionale Markenkern der Qantas. Der Service an Bord werde immer wieder mit australischem Humor gewürzt. Das humorvoll aufgemachtes Video zu den Sicherheitsvorkehrungen auf dem Flug erfreut viele. Generell sei eben typisch australisch "alles halb so wild" (= "no worries"). Oft stellt sich eine recht lockere, unterhaltsame Atmosphäre an Bord ein, wie in einem guten, niveauvollen Pub. Die Betreuung durch das Bordpersonal zeichne sich durch echte unaufgesetzte Freundlichkeit. Das wirke alles ehrlich und authentisch.

Die Besetzung des Bordpersonals fiel zahlreichen Teilnehmern unserer Umfrage positiv auf: Männer und Frauen aller Altersklassen agieren sowohl im Cockpit als auch in der Kabine. So mancher ältere Reisende schätzt dies sehr. Es wird auch als einer der Gründe genannt, warum man beim Flug mit der Qantas ein sicheres Gefühl habe.

Leider gilt diese Aussage aber nicht für jeden Flug. Die Qualität der Crews schwankt in puncto Motivation und Laune heftig. Reisende, die öfter mit Qantas unterwegs sind sprechen auch süffisant von der "Crew-Lotterie". Kein Zweifel: Der laufende Umbau der Organisation in der Qantas-Gruppe hinterlässt Spuren bis hin zum Arbeitskampf. Wer mit seinem Arbeitgeber gerade Stress hat, hat nicht immer Spaß an seiner Arbeit. Wenn dies die Passagiere spüren, wird es dadurch aber nicht unbedingt besser.

So wie bei der Cathay Pacific die Meinungen über die Qualität der Sitzplätze weit auseinander gehen, divergieren diese bei der Qantas in der Beurteilung der Servicequalität:

Pro Contra
nett, aufmerksam, sympathisch, kompetent, fleißig, unaufdringlich unmotiviert, unorganisiert, unfreundlich, desinteressiert
Vom Streik waren einige Reisende betroffen: Ein Teilnehmer berichtet von "rascher Umbuchung auf verfügbare Fluggesellschaften und einer Verzögerung von 24 Stunden". Andere saßen am 29.10.2011 in Singapur 48 Stunden fest, erhielten anfangs keine Informationen, fast keine Betreuung, mussten auf Singapore Airlines umbuchen und erhielten den Wechselkursverlust nicht erstattet.

Als positiv empfunden wurde im Umfragezeitraum:

  • deutschsprachige Flugbegleitung und Informationen an Bord in deutscher Sprache
  • Im A380 das Angebot zur Selbstbedienung an der Bordbar
  • Das Entertainment-Programm wird eingestuft als fast so gut wie vom "Klassenbesten" - der Singapore Airlines
  • die direkten Verbindungen und die Tatsache in der gleichen Maschine von Frankfurt bis Sydney reisen zu können
  • das Routing über Singapur, da der Flughafen für den Zwischenaufenthalt als sehr angenehm empfunden wird
  • die Snacks zwischendurch - eine Tüte mit Obst, Energieriegel und eine Flasche Wasser zu Beginn des Fluges oder ein Eis nach dem Mittagessen
Jetzt zur anderen Seite der Medaille. Denn wenn das schon alles gewesen wäre müsste die Qantas ganz vorne stehen. Wie könnte der dritte Platz von 2009/10 wieder erreicht werden? Folgende Punkte erwiesen sich im Umfragezeitraum als Schwachstellen:
  • Einige Umfrageteilnehmer hatten den Eindruck als sei die Qantas vor allem auf Senkung der Kosten ausgerichtet:
    • Während andere Fluglinien die normale Reservierung eines Sitzplatzes kostenlos anbieten, verärgert Qantas mit einer Gebühr von 20 Euro für jede Sitzplatzreservierung ziemlich nachhaltig. 80 AUD werden für Plätze am Notausgang verlangt - pro Flugabschnitt. So kostet die Reservierung von Sitzplätzen am Notausgang hin und zurück 320 AUD. Manche Teilnehmer in unserer Umfrage meinten, dass derartige Kosten bei Billigfliegern noch verstanden würden, aber nicht bei einer Fluglinie, die sich als Premium-Fluglinie verstehen würde.
    • Häufig bemängelt wurde, dass beim Check-In über die Website der Qantas keine Sitzplatzreservierung möglich sei, sofern ein Transfer nach Frankfurt/Main per Rail und Fly oder Zubringerflug gebucht wurde. Am Gate selbst sind die guten Sitzplätze mit hoher Wahrscheinlichkeit weg.
    • Frühbucher, die ihre Tickets oft Monate im Voraus vollständig zahlen, und folglich für den Cashflow der Airline besonders wertvoll sind, vermissen eine Art "Belohnung" beispielsweise durch kostenlose Sitzplatzreservierung.
    • Im Vergleich zu früheren Flügen sei das Nachtset "mickrig geworden", es werde an Kleinigkeiten gespart - "z.B Kabinensocken, Nachttasche zum Umhängen (auch später sehr praktisch zu gebrauchen und mit Qantas Logo drauf)". Der eine oder andere Fluggast wünschte sich heisse Tücher nach dem Start und vor der Landung.
    • Der längere Aufenthalt in Singapur, der durch das Nachtflugverbot in Frankfurt entsteht und die Reisezeit verlängert, wird von zahlreichen Reisenden als "lästig" eingestuft.
    • Die Erfahrungen auf Flügen mit der Tochtergesellschaft "Jetstar" sowie auf Inlandsflügen mit der Qantas sind im Vergleich zum Langstreckenflug mit der Qantas weniger positiv, werden aber der Qantas zugerechnet. Flüge mit Jetstar sind nur eingeschränkt mit dem Langstrecken-Produkt der Qantas zu vergleichen. Reisebüros und Reiseveranstalter sollten ihre Kunden auf die Unterschiede in der Leistung hinzuweisen. Das gilt insbesondere für die Strecken zwischen Singapur und Darwin sowie zwischen Singapur und Cairns auf denen die Jetstar unter einer Codeshare-Nummer auch als Qantas-Flug unterwegs ist.

    Dass man von den hinteren Rängen in unserem Airlinebarometer weit nach vorne fliegen kann, hat 2011 die Thai mit dem Flug von Platz acht auf Platz zwei vorgemacht. 2010 flog die Qantas im Vergleich zu 2009 von Platz acht auf Platz drei. Wo die Qantas in unserem Airlinebarometer 2012/13 wirklich landet, entscheiden Sie: Wenn Sie mit Qantas Airways in 2012/13 nach Australien geflogen sind, bitten wir Sie um Ihre Teilnahme am Airlinebarometer.
     
    Qantas im Profil - in STOPOVER-INFO.DE
    Tochtergesellschaft Jetstar im Profil - in STOPOVER-INFO.DE
     


Sonstige



Für folgende Fluggesellschaften liegen noch nicht genügend Antworten für eine repräsentative Auswertung vor. Diesmal mussten für eine Fluggesellschaft mindestens zwei Prozent der gültigen Umfrageantworten vorliegen, ansonsten konnten wir sie nicht ausführlich in der Bewertung berücksichtigen.

Diese Airlines werden in die Rangliste und das Stärken-/Schwächenprofil aufgenommen sobald genügend Einsendungen vorliegen. Aus den bisherigen Einsendungen lassen sich allerdings Trends abzeichnen, ob die Airline zu den Top-Airlines unserer Umfrage gehören könnte (+), im Mittelfeld landen dürfte (o) oder schlecht benotet wird (-) Ein doppeltes Minus steht für auffallend deutlich unterdurchschnittliche Werte.

Sollten Sie mit einer dieser Airlines geflogen sein, bitten wir Sie ganz besonders um Ihre Teilnahme bei unserer aktuellen Umfrage, um ein abgerundeteres Bild zu bekommen, als dies durch wenige Einzelnennungen entsteht.

Fluggesellschaft Tendenz Beschreibung (erfolgt nachdem genügend Daten vorliegen)
Korea Asiana Airlines (OZ) (+) Die nahezu unbekannte private koreanische Gesellschaft ist Mitglied der Star Alliance und definitiv ein Geheimtipp für Flüge nach Australien. Die Flüge sind verhältnismäßig günstig, die Flugpläne abgestimmt. Beim Rückflug ist im Umfragezeitraum noch eine Übernachtung in Seoul erforderlich gewesen. Die wenigen Rückmeldungen sind außerordentlich positiv. Noch ein paar Stimen mehr und es hätte im Umfragezeitraum 2011/12 schon für einen Einstieg recht weit vorne gereicht.

Wo die Asiana Airlines in unserem Airlinebarometer 2012/13 wirklich landet, entscheiden Sie: Wenn Sie mit Asiana Airlines in 2012/13 nach Australien geflogen sind, bitten wir Sie um Ihre Teilnahme am Airlinebarometer.
 
Asiana im Profil - in STOPOVER-INFO.DE
 

Taiwan China Airlines (CI) o Weiterhin Kandidat für einen Einstieg in die Mittelklasse des Airlinebarometers.
 
China Airlines im Profil - in STOPOVER-INFO.DE
 
Vietnam Vietnam Airlines (VN) o Die Vietnam Airlines kann mit diversen Aspekten punkten wie beispielsweise Nebensaisontarife wenn andere teuer sind und eine qualitativ wirklich guten Angebot sowie attraktiven Stop-Over-Zielen. Unter Australien-Interessierten war die Flugline bis Mitte 2010 kaum bekannt, seitdem gibt es ein ausführliches Porträt über das Australien-Angebot in AUSTRALIEN-INFO.

Wo die Vietnam Airlines in unserem Airlinebarometer 2012/13 wirklich landet, entscheiden Sie: Wenn Sie mit Vietnam Airlines in 2012/13 nach Australien geflogen sind, bitten wir Sie um Ihre Teilnahme am Airlinebarometer.
 
Vietnam Airlines im Profil - in STOPOVER-INFO.DE
 

AIRLINEBAROMETER 2012: Allgemeine Informationen
AIRLINEBAROMETER 2012: Stärken-/Schwächenprofile


Weitere Informationen zum Fliegen in AUSTRALIEN-INFO.DE (Auswahl)



Informationen zur Anreise allgemein
Flugpreisschnäppchen und attraktive Kombi-Angebote in Verbindung mit Preisaktionen der Airlines.
Die Websites unserer Anbieter von Flugtickets umfassen auch meist aktuelle Preishinweise - teilweise bereits Online-Datenbanken, bei denen sich auch die Verfügbarkeit der Tarife gleich nachvolziehen lässt.

Ausführliche Checkliste nach unterschiedlichsten Kriterien
Tipps zum komfortableren Reisen bei Langstreckenflügen

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