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Atherton Tablelands: Millaa Millaa Falls
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Ein felsiges Hochland in den nördlichen Ausläufern des australischen Nord-Süd-Gebirges - der Great Dividing Range. Das Tafelland liegt auf einer Meereshöhe von 350 bis 1200 Metern und reicht bis zu 80 km ins Landesinnere. Es ist ein Hochland, das sich, getrennt durch eine Steilstufe, parallel zur Küste auf der Höhe Innisfail - Cairns - Port Douglas erstreckt. Streng genommen handelt es sich um drei Plateaus unterschiedlicher Meereshöhe, weshalb häufig auch der Begriff "Tablelands" im Plural verwendet wird.
Geprägt von ausgiebiger landwirtschaftlicher Nutzung unterscheiden sich die Bereiche des Tafelgebirges auch klimatisch deutlich von der Küstenzone des nahegelegenen Cairns. Im Winter ist es hier deutlich frischer, die Sommer sind milder. Häufigere Niederschläge resultieren in sattem und üppigem Grün. Große Teile seiner Landschaft wurden durch den Vulkanismus geformt, noch heute gibt es vulkanische Aktivität - beispielsweise Thermalquellen. Mit Ausnahme von Kuranda geht es in der Region bedeutend ruhiger zu als in den quirligen Küstenorten rund um Cairns. Wanderer, Tierfreunde und Kulturfans fühlen sich in den "Tablelands" oft wohler als an der Küste. Aufs Baden muss man in den Tablelands trotzdem nicht verzichten. Wasserratten haben die Auswahl zwischen romantischen Kraterseen, kühlen Bergflüssen (Davies Creek, Emerald Creek, Granite Creek, Millstream River, North Johnstone River, Millaa Millaa Falls) und dem weitläufigen Stausee Tinaroo Dam. Service zu Atherton und Umgebung in AUSTRALIEN-INFO.DE Stadtpläne und Regionalkarten aus Queensland bestellen Tropical Tablelands Tourism Tablelands Regional Council Tourism Tropical North Queensland - Atherton Tablelands Offizielle Websites der Gemeinden beziehungsweise derer Besucherzentren Kuranda Mareeba Ravenshoe Yungaburra Offizielle Websites der National Park Region Wet Tropics World Heritage Area Heritage Trails Network: Kuranda |
| Lage | Atherton: 15° 15’ S 145° 28’ O
Orts-/Regionsdarstellung in Online-Karten |
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Aktuelle Uhrzeit:
GMT +10, Eastern Standard Time
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| Wetter | |
| Klima | Tropisches Klima mit ausgeprägter Trocken- und Regenzeit. Geringere Luftfeuchtigkeit im Vergleich zu Cairns durch die höhere Lage. Das Regionalklima im Detail hängt von der Meereshöhe und der Distanz zur Küste ab. Daraus ergeben sich starke Unterschiede in der Niederschlagsverteilung. So hat Millaa Millaa den Ruf, 200 Tage im Jahr im Regen zu haben oder in den Wolken zu stecken. Das nur 60 km entfernte Mareeba wirbt mit durchschnittlich 300 Sonnenscheintagen im Jahr. Millaa Millaa erhält etwa 3000 mm Niederschlag im Jahr, Atherton 1300 mm und Mareeba 750 mm. Die 1250 mm Regenfall-Linie markiert die äußerste Verbreitung des Regenwalds nach Westen. Dabei ist die Übergangszone vom dichten Regenwald zum offenen trockenen Eukalyptuswald oft nur 200 Meter breit, wie dies bilderbuchhaft am Zugangsweg zum Hypipamee Crater zu beobachten ist.
Die Temperaturen auf den Tablelands liegen generell 5 bis 10 Grad niedriger als an der Küste. Minusgrade an besonders kühlen Wintermorgen sind ganz normal. Auf dem Evelyn Tableland muss man sich auf Temperaturen bis zu minus 10 Grad an Wintermorgen einstellen (bei Tagestemperaturen von 15 bis 20 Grad). Trotz der geographischen Lage in den Tropen halten sich die Bewohner über die Wintermonate Anfang Mai bis Ende September abends mit Heizungen warm. Detaillierte Klimatabelle zu Cairns (u.a. mit den Temperaturen der einzelnen Monate) |
| Einwohner | Der Verwaltungsdistrikt des Atherton Tableland Shire zählt etwa 42.000 Einwohner davon im Hauptort Atherton ca. 5.800, in Herberton ca. 970, Mareeba ca. 8.500, Malanda ca. 1.000, Millaa Millaa 275, Ravenshoe ca. 900 und in Yungaburra ca. 1000 (alle Angaben von 2006) |
| Geschichte | Die Atherton Tablelands erhielten ihren Namen von John Atherton,dem ersten Siedler, der sich 1876 mit seiner Rinderherde nahe dem heutigen Mareeba niederliess.
Auf dem Weg zu seiner neuen Farm "Emerald End" musste er die Herberton Range überqueren, wo er 1878 Zinn fand. Er selbst hatte zwar kein Interesse an dem Zinn, aber die Kunde von dem Zinn machte die Runde. 1880 führte Atherton zwei Männer, Jack und Newell in den Gebirgszug, wo man durch Zufall einen bis an die Oberfläche reichenden Körper hochangereicherten Zinnerzes fand. Jack und Newell meldeten daraufhin ihren Claim an. Der Zinnfund führte zur Gründung des ersten Ortes auf dem Tableland - "Herberton". Zinn wurde hier bis 1978 abgebaut, dem Jahr in dem die Zinnpreise am Weltmarkt verfielen. Die einzige Versorgungsroute zwischen Herberton und der Küste verlief nach Norden zu dem 1876 gegründeten Hafenort Port Douglas. Auf halbem Weg dieser Route, für welche Ochsengespanne zwei Wochen benötigten, überquerte der Track den Granite Creek, einen Ganzjahresfluss. John Atherton, dessen Farm "Emerald End" unweit dieser Furt lag, errichtete an der Furt ein Gasthaus. Es entwickelte sich eine kleine Ortschaft "Granite Creek", die aber 1893 bei Erreichen der Eisenbahn von Cairns über Kuranda in "Mareeba" umbenannt wurde. Entlang der Versorgungsroute Herberton - Port Douglas entstanden in Laufe der folgenden Jahre weitere Ortschaften Julatten, Mount Molloy, Walkanin, Tolga und Atherton. Im Jahre 1906 entschloss sich die Regierung, das Zentrale Tableland, also den Regenwald östlich der Route Herberton - Atherton - Mareeba fur die Besiedlung zu öffnen. Auf dem Reissbrett entstanden 160 Acre grosse Grundstücke, Strassen, Ortschaften und die Eisenbahnlinie Tolga - Millaa Millaa. Malanda wurde 1907 besiedelt und Millaa Millaa 1909. Hauptzweck war das Erschaffen von Landwirtschafts-und Milchweideflächen. Dazu musste der Regenwald abgeholzt werden. Riesige Baumstäme wurden mit der Eisenbahn nach Cairns transportiert, wo sie in den Süden und in die ganze Welt verschifft wurden. Die Holzindustrie kam mit der Erklärung der Regenwälder als Weltkulturerbe 1988 zum Erliegen. 1926 wurde mit dem Gillies Highway die erste Strassenverbindung zwischen den Tablelands und der Küste bei Cairns eröffnet. Er war zunächst eine einspurige Mautstrasse, welche auf 20 km und ueber 611 Kurven 700 Höhenmeter überwand. Unmittelbar nach Eröffnung dieser Verbindung wurde eine Busverbindung zweimal am Tag eingerichtet und die Leute aus Cairns kamen am Wochenende zue Sommerfrische auf das Hochland. Gleichfalls 1926 begann die noch heute anhaltenede Bedeutung des Lake Barrine und des dortigen Teehauses als Touristenattraktion, gefolgt 1928 von dem "Malanda Jungle", eine der wenigen kleinen Flächen Originalregenwald, die man nicht abgeholzt hat. In den neunziger Jahren entstanden auf dem Tableland ersten Unterkünfte der Luxusklasse, meist mit relativ wenigen Zimmern. Konzipiert wurden diese Verwöhn-Unterkünfte vor alle für Reisende, die auf Wellness Wert legen oder die auf Hochzeitsreise sind. Der Ort Kuranda versteht es heute gut sich als Synonym für die Atherton Tablelands zu vermakten. De facto liegt er jedoch am Rande und ist mit seiner umtriebigen Atmosphäre atypisch für den großen Rest der Region. Selbst Urlauber, die schon öfter in der Australien waren unterliegen oft dem Mißverständnis, dass Kuranda und Umgebung allein stellvertretend für die Atherton Tablelands stehen. Bis zur Eröffnung der Skyrail 1995 war der klassische Tagesausflug in die Aherton Tablelands eine Kombination von Zug und Bustor: Mit der Kuranda Raliway nach Kuranda, Weiterfahrt mit dem Bus zum Curtain Fig Tree - dem "Vorhang-Feigenbaum", Schiffsfahrt auf dem Lake Barrine mit Kaffee und Kuchen, Rückfahrt über die Gillies Highway. Der Curtain Fig Tree hatte täglich im Schnitt 2.000 Besucher - heute sind es nur noch rund 100. Der Ort selbst entstand 1888, bereits drei Jahre später war er über die Eisenbahn mit Cairns verbunden. Zunächst wurden die wertvollen Harthölzer im Regenwald um Kuranda gefällt. Dann kamen die Farmer und beseitigten die Reste des Regenwaldes, um Landwirtschaft und Milchwirtschaft zu betreiben. Die ersten Kaffeeplantagen entstanden, aber ein Einbruch im Weltkaffeepreis 1899 und ein harter Frost 1901 zerstörte den Kaffeeanbau um Kuranda. Für die Landwirtschaft und die Milchweidewirtschaft war der Boden zu unfruchtbar und ca 1920 überliess man die brachliegende Gegend der Natur. Seitdem haben ausgedehnte Akazienbestände die Gegend um Kuranda für sich eigenommen. Kuranda ist also keinesfalls ein "idyllisches Regenwald-Dorf", sondern Überbleibsel aus einer Zeit der totalen Regenwaldzerstörung. Der Regenwald konnte sich nur ansatzweise neu ansiedeln, und auch nur mit einer spärlichen Anzahl verschiedener Spezies. Der Tourismus began in den 20er Jahren mit dem Ausflugstourismus per Eisenbahn aus Cairns. Seit 1942 verbindet die Kuranda Range Road als zweite Strasse neben der Gillies Highway Cairns mit dem Tableland. In der 60er Jahren entdeckten die Hippies das angenehme Klima und die Möglichkeiten, durch Selbstversorgung ein billiges Überleben zu sichern. In den 70er Jahren folgten die Künstler. 1978 entstand schließlich der heute weltweit bekannte Markt für Kunsthandwerk, Obst und Gemüse. |
Mindestens einen Tag sollten Sie sich für die Atherton Tablelands Zeit nehmen. Jeder zusätzliche Tag lohnt sich natürlich. Das Gebiet ist eines der vielseitigsten in Australien und lohnt einen längeren Aufenthalt.
Die folgende Empfehlung richtet sich an Individual-Reisende, die nur einen Tag Zeit haben und ein Fahrzeug für die Tour in die Atherton Tablelands zur Verfügung haben. Die Programmpunkte sind allerdings sehr umfangreich und der Tag recht vollgepackt, es ist also durchaus zu überlegen die Stationen auf mehrere Tage zu verteilen. Ab Cairns gibt es auch zahlreiche Anbieter unterschiedlicher Tagesausflüge.
| 1. Tag | Höhepunkte des Tafellandes
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| Aussicht | Den besten Rundblick über das zentrale Atherton Tableland hat man vom Millaa Millaa Lookout (Mc Hugh Lookout) aus 1070 m Höhe. Der Blick reicht bei guter Sicht ca 50 km hinunter an die an die Küste bei Innisfail und ca 100 km nach Norden. Von diesem Lookout die Sonne über dem Meer aufgehen sehen, ist ein unvergessliches Erlebnis. Andere lohnenswerte Ausblickpunkte sind vom Windy Hill bei Ravenshoe, dem Malanda Volcano, dem Lamis Hill bei Malanda und dem Hallorans Hill in Atherton. |
| Wandern | Die Wanderungen um Lake Eacham und Lake Barrine verlaufen in ursprünglichem Regenwald, während der Rundweg (2,6 km) durch den Wongabel State Forest in Atherton (80 km SW Cairns) durch einen künstlich angelegten Schau-Regenwald führt, wo weit über 100 verschiedene Bäume markiert sind. Informationen über die Misty Mountains Hiking Trails kann man im Ravenshoe Visitor Center erhalten.
Wongabel State Forest Von Malanda (60 km S Cairns) können Sie den Mt Bartle Frere (1624m), den höchsten Berg Queenslands, im Wooroonooran National Park erklimmen. Allerdings ist diese anstrengende Tour nur erfahrenen Bergwanderern zu empfehlen. Die Besteigung erfordert gute Kondition und sorgfaeltige Vorbereitung, da es unterwegs keinerlei Trinkwasser und Übernachtungsmöglichkeit gibt. Mt Bartle Frere Trail |
| Literatur-Tipps | Bücher über die Wanderwege in Nord Queensland und gutes Kartenmaterial kann man u.a. in Absells Bookshop in Cairns beziehen. Reiseliteratur für Queensland |
| Flughafen | international und regional: Cairns (Flughafen-Kürzel: CNS) |
| Strassen | Es gibt vier Strassen von der Küste zu den Atherton Tablelands (Aufzählung von Nord nach Süd).
Entfernung von Atherton auf direktem Weg Cairns: 77 km (1 1/2 h) |
| Bahn | Eine der bekanntesten touristischen Bahnstrecken Australiens ist der Kuranda Scenic Railway, 1891 eröffnet. Reisezeit 105 gemütliche Minuten (inklusive 15 min Zwischenstopp an den Barron Falls). Die Loks sind mittlerweile ausgetauscht, die Waggons modernsiert. Auf 34 km passiert die Strecke 15 Tunnel und 40 Brücken. Bekannt ist die Strecke eigentlich wegen ihrer Postkartenpanoramen - z.B. über die Zuckerrohrfelder von Smithfield, auf Mount Whitfield und über Trinity Bay bis hin zum False Cape und Green Island. Allerdings wächst die Aussicht an vielen Stellen immer mehr zu: Seit 1988 werden die Bäume entlang der Eisenbahnstrecke nicht mehr gefällt und gestutzt. Durch die Umstellung von Dampf- auf Dieselloks entstehen entlang der Strece auch keine Gras- und Buschbrände mehr. So fährt man heute streckenweise eher durch einen Wald als an einem Hang mit weiter Fernsicht. Kuranda Scenic Railway |
Sofern Sie eine Australien-Reise mit diversen Bausteinen (Flug, Mietfahrzeug, Inlandsflüge…) planen empfehlen wir Ihnen sich auch für die Buchung von Unterkünften von Experten beraten zu lassen. Nutzen Sie bitte unsere
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| Fauna | Ein einzigartiger Tierbestand: 18% aller australischen Vogel-, 23% aller Reptilien-, 30% der Beuteltier- und Frosch- sowie 62%(!) der australischen Schmetterlingsarten.
Das Australian Butterfly Sanctuary in Kuranda (30 km W Cairns) ist Australiens grösster Schmetterlings-Zoo mit speziell australischen Tieren. Führungen werden angeboten. Australian Butterfly Sanctuary Die Kuranda Bird World zeigt mehr als 40 tropische Vogelarten in einer sehr grossen, begehbaren Voliere (jeweils täglich geöffnet). Kuranda Bird World 12 km von Mareeba Ri. Atherton zweigt ein Strässchen Richtung Granite Gorge ab zu einer imposanten, hoch aufragenden Felsformation mitten im Busch die von einem Bach durchflossen wird (auch Bademöglichkeit). Ein enger Weg führt an Bananenplantagen und Zuckerrohrfeldern vorbei. Man kann auf grossen Felsen herumklettern und eine schöne Aussicht übers Tableland geniessen. In dieser fotogenen Felsenlandschaft leben unzählige zahme Rockwallabies, die am späten Nachmittag auch gefüttert werden können. Die Region steht unter Aufsicht des Besitzers. In der Trockenzeit kann man zuweilen Dingos beobachten, ganzjährig bunte Papageien und Kakadus fotografieren. Die Granitfelsen mit zum Teil kuriosen Formen entstanden durch unterirdisches Abkühlen von gemschmolzenem Material der Erdkruste und liegen in einem Radius von 1km verstreut. Diverse Wanderwege zu reizvollen Aussichtspunkten. Durchaus lohnenswert auch als Halb- oder Ganztagesausflug (Übernachtungsmöglichkeit für Camper) Granite Gorge Vogelfreunde kommen in den Atherton Tablelands auch in freier Wildbahn voll auf ihre Koste - es heisst nur "gewusst wo". So finden sich sich in einem Ausschnitt aus der Vogel-Beobachtungsliste der Lumholtz Lodge Vogelarten wie der "Graukopf Dickichtschnäpper", der "Säulengärtner", Zahnlaubenvögel , Victoria Paradiesvögel, Fruchttauben, Honigfresser sowie Penant- und Königsittiche. Schnabeltiere leben in dem feuchten Teil der Tablelands praktisch in jedem stehenden und fliessenden Gewässer. Nahe Yungaburra lassen sie sich bei einer kurzen Wanderung von Peterson Creek früh am Morgen oder in der Abenddämmerung mit einiger Geduld beobachten. Folgen Sie dem Wanderpfad unter der Brücke und blieben sie nicht nur auf der Plattform. Weitere Beobachtungsstellen sind der Platypuspark in Atherton (eher ein kleiner Teich mit Spiel- und Picknickplatz) und bei den privaten, aber öffentlich zugänglichen Tarzali Lakes. Diese vo einem Bach gespeisten Seen waren früher übrigens das erste öffentliche Schwimmbad von Atherton. Die grossen Grey Eastern Kangaroos findet man auf den Golfplätzen von Mareeba und Ravenshoe. |
| Flora | Über 430 der bisher gezählten 1162 Blütenpflanzenarten sind in den Atherton Tablelands endemisch. In den tropischen Regenwäldern Nord-Queenslands finden sich nahezu 2000 Baumarten. Ein Grossteil ist in den Tablelands zu finden. Der Hochlandregenwald unterscheidet sich vom Regenwald an der Küste durch eine andere Spezienzusammensetzung und durch eine geringere Dichte. Fotos und Hinweise auf den Regenwald und dessen Abholzung findet man im Teehaus am Lake Barrine und in den Besucherzentren von Malanda und Ravenshoe.
Die Rainforestation in Kuranda ist ein privates Informationszentrum über den Regenwald. Rainforest Station Das Tor zum "Erlebnis Atherton Tableland" ist für viele die Ankunft am Bahnhof in Kuranda (30 km W Cairns). Der Besuch dort lohnt sich auch, wenn Sie nicht mit der Bahn angereist sind: Der kleine Bahnhofsgebäde ist überwuchert von Farnen und tropischen Pflanzen, die liebevoll gepflegt werden. Zum Bahnhof führt auch eine 7,5 km lange Seilbahn mit 114 6-Sitzer-Gondeln über die Wipfel der Baumkronen des tropischen Regenwaldes von Smithfield an den Caravonica Lakes. Die 32 Masten wurden - wie auch in den Alpen mittlerweile üblich - mit Hilfe von Helikoptern errichtet. Die Bahn fährt eher im Schneckentempo aber hier ist auch der Weg das Ziel. Mit maximal fünf Meter pro Sekunde schwebt man auf etwa 10 m Höhe über den Baumkronen des Regenwaldes. So kann man Schmetterlinge, Vögel und die erstaunlichen Kletterkünste mancher Schmarotzerpflanzen begutachten. Die Zwischenstationen sind nicht mit Fahrzeugen erreichbar, so daß alles noch fast im Primärzustand ist. Zwischendurch kann man beispielsweise am "Rainforest Interpretation Centre" aussteigen und sich ein wenig im Regenwald umsehen. (täglich, außer 1. Weihnachtsfeiertag von 8:30 bis 17:30 h, Empfehlung für Reisedauer: einfache Fahrt 32 min, empfohlene Reisezeit: 1 1/2 h, inkl. an 2 Mittelstationen jeweils 20 min Aufenthalt). Das moderne Barron Falls Centre ist eine Station der "Skyrail"-Strecke, der Besuch erfordert eine Fahrt mit der Seilbahn. Das wissenschaftliches Multimedia-Information Centre über den tropischen Regenwald bietet empfehlenswerte Führungen durch den Urwald. Skyrail Riesige Würgefeigen zählen zu den bekanntesten Pflanzen der Atherton Tablelands. Besonders spektakulär sind zwei Exemplare gewachsen: Der Curtain Fig Tree (z dt.: Vorhang-Feigenbaum, ca. 30m hoch) im Yungaburra Forest Res. (60 km S Cairns) und der Cathedral Fig Tree im Danbulla State Forest. Die häufigen Regenfälle liefern ideale Wachstumsbedingungen für eine Vielzahl tropischer Farne. In verschiedenen Parks wachsen u.a. riesige Hirschhorn- und Geweihfarne. Sehr eindrucksvoll sind auch die Twin Kauri Pines, zwei gigantische Vertreter der wenigen Regenwaldbäume, die weit über die geschlossenene Waldkrone hinauswachsen. Das Orchid Valley in Little Mulgrave (35 km SW Cairns) ist eine renommierte Orchideenfarm (tägliche Garten-Führungen). |
| Geologie | Die Region ist geprägt von vielfältigen vulkanischen Aktivitäten, die in einem Zeitraum vor 10.000 bis 3 Millionen Jahren stattfanden.
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Das Hochland ist ausgesprochen fruchtbar, dessen klimatische Bedingungen sind mit den ähnlichen Höhenlagen von Sri Lanka oder Bali vergleichbar. Vulkanische Böden, ausreichende Niederschläge und gemässigte Temperaturen schaffen beste Voraussetzungen für die Landwirtschaft. Hier finden sich auch Produkte, die sonst nirgendwo in Australien kultiviert werden und u.a. aufgrund geringer Anbaumengen auch nur lokal erhältlich sind. Anbieter, die mit Billiglohnländern konkurrieren, haben für Ihre Produkte oft den bio-dynamischen Weg gewählt. So findet sich im Hochland auch eine Mango-Winery deren Produkte verkostet werden können. In erster Linie werden Kartoffeln, Mais, Erdnüsse, Zuckerrohr, Avocados, Bananen, Kaffee und Tee angebaut.
| Tee | Überraschend, dass die Teetrinker-Nation Australien kaum Teeplantagen hat: Die Nerada Tea Plantation (ca. 30 km SW Innisfail) lohnt eine Besichtigung mit Verkostung.
Nerada Plantation |
| Kaffee | Vielfach Anbau in Privatgärten, "Australian Coffee" kann vor Ort gekauft werden. Das Klima für den Kaffeeanbau ist hier perfekt. Die sonst üblichen Krankheiten der Bäume sind hier unbekannt. Der einzige natürliche Feind ist das Känguru. In kleinen Horden unterwegs, tritt es ab und zu einige der frisch eingesetzten Kaffeepflänzchen nieder. Der exzellente Kaffee begeistert anspruchsvolle Genießer: weich, mild und dennoch gehaltvoll aromatisch, und mit einer leicht fruchtigen Säure. Die Kaffeebäume der Arabica-Sorten Bourbon und Catuai tragen nach drei bis vier Jahren das erste Mal Früchte, die Kaffeekirschen. Die Erntemengen sind klein und als Rarität daher sehr begehrt als sortenreiner Kaffee oder als Bestandteil einer Cuvée.
Die älteste kommerzielle australische Kaffeeplantage ist die Skybury Coffee Plantation. Sie liegt in der Nähe von Mareeba, auf einer Höhe von 500 Metern über dem Meeresspiegel. Seit 2006 gibt es ein modernes Besucherzentrum.
Eine Sightseeingtour soll insbesondere Selbstfahrer ansprechen. Die Tour beinhaltet unter anderem einen Ausflug durch die Kaffee-Plantagen der Firma. Die Besucher können dabei, in Begleitung von Guides, sowohl die Kaffee-Blüten als auch die Kaffee-Kirschen besichtigen. Anschließend beobachten die Teilnehmer der Tour im Kaffee-Zentrum, wie getrockneter Kaffee verarbeitet, sortiert und verpackt wird. Im hauseigenen Kaffee-Labor haben die Besucher die Möglichkeit, den Kaffee auch zu verkosten. Die Tour wird abgeschlossen mit einem Film über die Geschichte und Kultur der Region.
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| Erdnüsse | Seit 2007 lässt sich der Erdnussanbau im Peanut Place bei Tolga verfolgen. Hier wird auch erklärt, dass die Erdnuss keine Nuss sondern ein Gemüse ist.
The Peanut Place |
Nicht nur die Küste bietet attraktives Badevergnügen. Statt Salzwasser haben Sie vielleicht auch mal Lust auf Süsswasser. Insbesondere wenn während der Regenzeit an der Küste Box Jelly Fish (giftige Würfelquallen) das Baden am Strand beeinträchtigen, ist das Atherton Tabeland eine gute Alternative für Vergnügen im Wasser.
| Baden | z.B. im Lake Eachham (58 km S Cairns), einem Badesee umgeben von tropischem Regenwald mit abgegrenztem Kinder-Schwimmbereich oder im Lake Barrine (55 km S Cairns), einem Kratersee, bei dem es auch noch einen Waldlehrpfad gibt.
Aussergewöhnlich: Die Milla Milla Falls (70 km S Cairns) unter den Sie duschen gehen können.
Der Malanda Wasserfall ist mit zwei Meter Höhe und fünf Meter Breite nicht übermäßig spektakulär. Zum Schwimmen ist aber das Becken des Wasserfalles bestens geeignet - es ist schließlich das offizielle Schwimmbecken des Ortes Malanda. Auch die Granite Gorge (ausführlicher beschrieben unter "Fauna") und der Lake Tinaroo bieten Schwimmgelegenheiten. Die Talaroo Hot Springs (405 km SW Cairns), die ausserhalb der eigentlichen Tablelands liegen, sind ein Kuriosum: Eine "wilde" Mineralwasserquelle im Outback - allerdings seit ca. 2003 nicht öffentlich zugänglich. Die Quelle könnte der Outback-Gegenentwurf zu Feudal-Heilbädern sein. Infrastruktur gibt es dort kaum, es bleibt abzuwarten, ob das touristische Potential einmal entwickelt wird. Das bis zu 70°C heiße Wasser strömt hier mit Gasblasen aus und weicht hier den vulkanischen Boden zuweilen wie einen Schwamm auf. Abseits des Pfades gibt es regelrechte Sinklöcher. Entdeckt wurde diese Quelle von einem Postreiter, der im Winter dort vorbei kam und den Dampf bemerkte. Seitdem wurde dort eine Station eingerichtet. Baden könnte man hier auch - bei Wassertemperaturen zwischen 37°C und 42°C. |
| Ballonfahren | Mareeba (64 km W Cairns) ist frühmorgens der Startort für Fahrten mit dem Heissluftballon über die Atherton Tablelands - die Routen hängen ganz vom Wind ab. Abholung zur Ballonfahrt im Hotel, auch ab Cairns möglich. |
| Reiten | Wie immer picken wir stellvertretend einen besonders attraktiven Ort für Ausritte in der Region heraus. Diesmal fiel unsere Wahl auf Tait's Stables in Wongabel. |
| Märkte | Ein Mekka für Kunsthandwerk und Kitsch mitten im kleinen Marktflecken Kuranda - der Kuranda Market (Mi, Do, Fr, So: 8 - 14h) ist bei vielen Australien-Reisenden fest eingeplant. Zu Recht? Geschmackssache. Es gibt auch andernorts hübsche Märkte, man "muss" nicht hier gewesen sein. Sehenswert ist der Markt aber sehr wohl. Nur vielleicht ein bisschen überbewertet. Der Ruf von Kuranda als Marktplatz bildete sich in Zeiten als der Ort noch eine Hippe-Kommune war. Heute bietet Kuranda kommerzielles Touristenshopping der weniger reizvollen Art, häufig asiatischer Billgramsch, nur selten hochwertige Materialen. Schade. Neben dem üblichen "Aussie-Souvenir-Mix" von Didgeridoos, Bumerangs, Akubra-Hüten, Boots (Schuhen), Opalen und Plüsch-Koalas fällt leider kaum Außergewöhnliches auf.
An jedem Samstag und an jedem Sonntag findet mindestens ein Markt irgendwo auf dem Tableland statt. Jeden 4. Sonntag im Monat zwischen Januar und August gibt es ein grosses ländliches Markttreiben in Yungaburra. |
Für Ihre Weiterreise finden Sie Tipps bei unseren Routen-Empfehlungen.
Folgende Ziele werden u.a. in den Tourtipps von AUSTRALIEN-INFO.DE vorgestellt:
Cairns
Cooktown / Cape Tribulation
Cape York (Weipa)
Port Douglas
Townsville
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Informationen Stand 02.01.12