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Die australischen Klimazonen



Australiens Klimazonen
Hinweis: Klicken Sie auf einen Ortsnamen für regionalen Klimadaten
Die Farben haben folgende Bedeutung:

       Sommer heiß, Winter kühl
       Übergangszone
       heiß und tropisch
       heiß und subtropisch
       immerfeucht
       gemäßigter Winterregen


Norden: tropisch-heiß und feucht
Süden: subtropisch bis warm gemäßigt.
Kontinent-Inneres: wüstenhaft trocken

Ausreichende Niederschläge im Norden (Monsun), Osten (passatische Stauniederschläge) und im Südwesten und Südosten (zyklonale Winterregen).

Das Land unterteilt sich nördlich einer Linie Brisbane-Alice Springs durch den Wendekreis des Steinbocks klimatisch grob in zwei Hälften. Im Norden die Tropen, im Süden die gemäßigte Klimazone.

Das trockene Binnenland um Alice Springs und den Ayers Rock ("Red Centre") bildet nochmals eine eigene Klimazone. Die Jahreszeiten sind zu den europäischen um ein halbes Jahr verschoben.

In den australischen Tropen gibt es zwei Jahreszeiten:


Ausprägung von Jahreszeiten



Extremwerte

Die bisher höchste zubverlässig gemessene Temperatur - 50,7° C - wurde am 2.1.1960 in Oodnadatta (South Australia) erreicht, die niedrigste - -23° - 1994 am Charlotte Pass in den Schneefeldern des Mount Kosciuszko.

Sommer - im Norden: Regenzeit

Die Ausprägung der Regenzeit ("The Wet") ist sehr unterschiedlich. Typischerweise ist diese Phase am ausgeprägtesten zwischen Dezember und April. Die vielzitierte Information, dass während der Regenzeit täglich ein kurzer Schauer runter kommt und danach alles wieder in Ordnung ist, ist keineswegs eine verlässliche Grundregel. Es kann tagelang die Sonne scheinen ohne das Regen fällt und trotzdem überflutet ein Fluss weitläufige Gebiete aufgrund eines Starkregens der Hunderte von Kilometern entfernt stattfand. Besonders tückisch sind die Starkregenfälle, die im Zuge von Zyklonen auftreten können. 200 mm Niederschlag binnen 24 Stunden sind hier durchaus möglich.

Während der Regenzeit kann es aufgrund heftiger Regenfälle zu kurzfristigen Strassensperrungen kommen. So gibt es beispielsweise in den Kimberleys nur wenige asphaltierte Straßen - insbesondere der Highway 1 und die Anschlüsse der Gemeinden Derby beschränken. Heftige Regenfälle können besonders bei den Flüssen Fitzroy, Ord und Victoria River zur längeren Sperrungen des Highwyas führen, da Brücken oder Furten (Floodways) überflutet sind. Es ist also nicht auszuschliessen, das man während der Regenzeit in Kununurra mal 2 Wochen festsitzt, da die Victoria River Bridge nach NT und Fitzroy Crossing bzw. Willare Bridge bzw. Ord River Floodway bei Bedford Downs überflutet sind.

Aktuelle Informationen zu den Strassenverhältnissen und Prognosen zur Wetterentwicklung erhalten Sie u.a. über das Tour-Tool

Hintergrundinformationen zu Zyklonen

Sommer - im Süden: Heiss & Trocken

Eine Hitzewelle prägt den Sommer 2013. Das Gebiet um den Ort Meekatharra in Westaustralien ist einer der Orte, in dem die Hitzezellen entstehen, die anschließend über dem Kontinent sich noch weiter aufheizen, vergrößern und zu einer Hitzewelle im Südosten führen. In der Sprache der örtlichen Ureinwohner bedeutet Meekatharra der „Ort mit wenig Wasser." Am 8. Januar zeigte das Thermometer in dem Ort auf rund 500 Meter Meereshöhe die Rekordtemperatur von 47,1 Grad Celsuis an. Würde der Ort auf Meereshöhe liegen, entspräche dies nach Experten des australischen Wetterdienstes umgerechnet etwa 51 bis 52 Grad. Für die Wetterexperten sind die Messwerte aus Meekatharra - zusammen mit den Daten weiterer Wetterstationen im Landesinneren - Frühindikatoren auf deren Basis sie mögliche Hitzewellen berechnen. In dieser Region werden die Luftmassen häufig sehr, sehr heiß. Wenn nun noch Wind stark aus nordwestlicher Richtung wird eine solche Hitzeblase binnen einiger Tage Richtung Adelaide, Melbourne und Sydney über das trockene, heiße Land hinweg geblasen.

Die letzte große Hitzewelle zuvor war in 2009: In South Australia zeigte das Thermometer Ende Januar 2009 in Adelaide 46 Grad - 17 Grad mehr als für den Tagesmaximalwert üblich. In Melbourne brach am 30.1.09 mutmasslich aufgrund übermäßigem Gebrauch von Klimaanlagen, für 600.000 Einwohner das Stromnetz zusammen.

Die Bewohner des Fünften Kontinents sind extreme Hitzeperioden gewöhnen. Gorße Hitzewellen in Australien gab es unter anderem in 2000, 2003 und 2004. Der Hochsommer ist auch die Zeit für Buschbrände in Australien.
Informationen zu Buschbränden

Klimaentwicklung

Das "Greenhouse Office" (Treibhaus-Büro) legte in 2003 eine Studie vor, wonach die zunehmende Erderwärmung Australien kräftig einheizen wird. Bis zum Jahr 2030 werde sich die jährliche Durchschnittstemperatur auf dem Fünften Kontinent um zwei, bis 2070 sogar um sechs Grad erhöhen. In der Folge könnte sich die Zahl der Tage, an denen in den grossen Städten mehr als 35 Grad gemessen werden, verdoppeln. Immer mehr Bauern müssten sich darauf einstellen, wegen anhaltender Dürreperioden ihre Höfe zu verlassen. Vor allem an den Küsten könnte die Versorgung mit Trinkwasser noch knapper werden. Die zunehmende Erderwärmung, für die Treibhausgase wie Kohlendioxid verantwortlich gemacht werden, wirke sich schon jetzt auf das Wetter aus, heisst es in dem Bericht des "Greenhouse Office".

Die bis 2007 amtierende Regierung unter John Howard weigerte sich lange das Klimaschutzprotokoll von Kyoto zu unterzeichnen, weil dies nicht im "nationalen Interesse" liege. Die Labor-Regierung hat schliesslich 2008 dann doch das Protokoll unterzeichnet. Australien gilt gemessen an seiner Bevölkerungszahl als grösster Umweltverschmutzer der Erde und ist zugleich der weltgrösste Exporteur von Kohle.

The Australian Greenhouse Office bietet auf seiner Website u.a. einen einzigartigen Überblick über die erneuerbare Energien-Standorte in Australien. Die Übersichtskarten basieren auf öffentlich zugänglichen Daten und zeigen die Standorte von erneuerbare Energien-Anlagen mit Kapazitäten über 3 KW. Deutlich am stärksten ist bislang die gesamte Südostküste des Kontinents. In anderen Regionen besteht Aufholbedarf.
Website Australian Greenhouse Office


Weitere Klima & Wetter Daten in AUSTRALIEN-INFO.DE



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Regionalklima in Adelaide, Alice Springs, Brisbane, Broome, Cairns, Canberra, Darwin, Exmouth, Hobart, Melbourne, Perth, Sydney


Weblinks und Quellen



TOP TIPPBureau of Meteorology (e)
Quelle Nummer eins für Meteorologie-Informationen. Aktuelles Satellitenbild, Wettervorhersagen (auch bei Extremwetterlagen wie Waldbrände und Stark-Regenfällen), Klimaübersichten, Tabellen, Grafiken u.v.a. mehr.

European Centre for Medium Range Weather Forecasts (e)
Ob es in Australien in den nächsten 3 Monaten über- oder unterdurschnittlich häfig regnet, interessiert sicher nicht nur die mancherorts stark dürregeplagten Bauern. Die Vorhersage wagt anhand eines komplexen mathematischen Modells das Europäische Zentrum fuer mittelfristige Wettervorhersagen. Die einfache Version der aktuellen Saison-Wettervorhersage kann im Internet als Grafik abgerufen werden.

World Climate (e)
Sehr gute Informationsquelle über diverse Klimadaten. Sehr übersichtlich aufgemacht. Nur Ortsnamen eingeben und schon listet der Server die Datenquellen auf.
 
 
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