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Der grosse Kulturschock ist es wohl nicht, der einen in Australien erwartet. Es sind wohl vielmehr die Kleinigkeiten, die einen (un-)erwartet überraschen, die eben doch zeigen, dass Australien ein anderes Land ist als Deutschland, Österreich oder die Schweiz. Was man beim Leben und Arbeiten in Australien nie vergessen darf: Das Leben besteht nicht nur aus Arbeit. Den Freizeitwert und den damit verbundenen Lifestyle - nicht nur in Sydney - haben wir x-mal in diversen Newslettern beschrieben. Die Australier sind in der Regel sehr freundlich und offen.
Es soll auch schon Fälle von depressiven Australien-Rückkehrern gegeben haben, die zu Haus in Europa an akutem Lifestyle-Defizit gelitten haben. Was macht man dann? Aussie-Events in Deutschland, Österreich oder der Schweiz besuchen zum Beispiel, um Leidensgenossen und -genossinen zu treffen.
So manches "Schockerlebnis" mag auch im Unterschied zwischen Ideal und Wirklichkeit liegen. Viele neigen dazu Australien zu verklären, weil man es sich irgendwie mit dem Paradies-Etikett versieht.
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Der "Kulturschock" - wenn es denn überhaupt einer ist - lässt sich in seinen Facetten nicht in ein paar Zeilen vorstellen. Elfi H. M. Glissen hat ein überaus empfehlenswertes Buch zu diesem Thema geschrieben. Rezension in AUSTRALIEN-INFO.DE. |
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Wer diese verwendet, ist manchmal nicht ganz so glücklich. Schuld daran sind zwei Faktoren:
Böse Zungen behaupten, Aussies müssten so schnell sprechen und dabei den Mund kaum aufmachen, um sich vor lästigen Fliegen zu schützen, die, sitzen sie erst einmal zwischen den Zähnen, dem Geschmack des Bieres abträglich sind. Werden dazu noch silbenweise Wörter verschluckt, die Reste aber mit unverständlichen Kunstwörtern vermischt, dann kann die Verständigung schon schwierig werden. Da haben sich einige, teilweise sehr eigenwillige Varianten entwickelt. Das ein 'Dunny' eine Toilette ist und 'B.Y.O.T.P.' im Outback auf 'Bring your own toilet paper' hinweist sind dabei nur einige der 'Highlights'.
In Australien selber wird über die Inhalte kräftig diskutiert. Dabei geht es nicht zuletzt um das nationale Selbstverständnis und das beschäftigt Kommentatoren von der Titelseite bis in die Randspalten des Feuilletons. Wollen sich die Australier tatsächlich als glücklich, aber eher einfach gestickt porträtiert wissen ("happy simpletons" wie die britische Daily Telegraph fragte). Darf man potentielle Besucher erst mal beschimpfen? Und unterstützt die ganze Kampagne nicht nur das Rüpel-Image der Australier? Der Kommentator von der Melbourner Tageszeitung "The Age" fragte sich, ob diese Kampagne wohl nur Spaß-suchende Backpackers erreicht und womöglich solventere Reisende vergrätzen könnte. Außerdem fragt er ob man sich wirklich der Welt als "dumpfe Outback Typen" präsentieren solle. Das Editorial am 28. Februar 2006 fragt in der Headline: "What the bloody hell do our tourism chiefs think they're doing?" Eine neuseeländische Zeitung sah sich ebenfalls in einem klassischen Vorurteil bestätigt: Der Spot zeige mal wieder die tendenzielle Grobschlächtigkeit der Australier.
In Grossbritanien schlug die Anzeigenkampagne extra hohe Wellen. Hauptdarstellerin Lara Bingle verteidigte anlässlich des Kampagnenstarts die Verwendung des Wortes "bloody" als freundliche Geste. Das Britische Broadcast Advertising Clearance Centre (BACC) zensierte zunächst den Fernsehspot um das Wort "bloody" in der "Where the bloody hell are you?" Kampagne. Tourismusminister Fran Bailey flog darauf nach London und freute sich über die kostenlose Medienaufmerksamkeit und fragte sich ob die Briten nun ihren Humor verloren hätten. Mit der Aufsichtsbehörde wurde vereinbart, dass die Zensur nochmals überdacht wird, was der Minister mit "It's a bloody good result" kommentierte. "bloody" sei schliesslich schon zwei anderen britischen TV-Spots gelaufen, sei nach eigener Recherche in Grossbritannien kein Schimpfwort und in anderen Ländern gab es keine Beeschwerden über die Kampagne. Die BACC listet "bloody" in der "offense"-Liste auf Platz 27 hinter "crap" und vor "God". Andere Worte auf der Liste sind bastard (6), bollocks (8), shag (11), spastic (15), bugger (21), sodding (24) and Jesus Christ (25).
Die Tourismuswerber dürften sich indes ins Fäustchen lachen. Was kann einem schließlich besseres passieren als die mediale Vervielfachung der eigenen Kampagne für deren Publikation man überhaupt nichts zahlen muss? Was wäre eine kleine Provokation ohne dass auch nur irgendjemand sich von ihr pikiert fühlt? Vielleicht war die geheime Kalkulation der Tourismuswerber also eine ganz andere: Die Kampagne soll in erster Linie Aufmerksamkeit erregen und provozieren, Gesprächsstoff sein. Ob das die wirkliche Intention ist, wird man wohl nicht erfahren. Sofern die "kontrollierte Pöbelei" beabsichtigt waren muss man sagen "Chapeau", die Verantwortlichen scheinen verstanden zu haben wie die Medienmaschinerie tickt. In der besonders angepeilten Zielgruppe - den Rucksackreisenden - dürfte die Party-Promotion wohl zünden.
Tourismusministerin Fran Bailey verteidigte den Fluch "bloody hell" am 23. Febuar 2006 in einer Pressekonferenz: als ein großartiges australisches Adjektiv. Es sei Teil der Sprache. Sie verzichtete jedoch darauf alltägliche Assoziationen wie "bloody Bastard" zu verwenden… Für Premierminister John Howard dürfte die Headline nicht ganz so leicht zu schlucken sein. Offiziell sieht er sie als "sehr wirksame Werbung." Doch gerade Howard äusserte sich noch Ende Januar 2006 in einem Interview mit dem Sydney Morning Herald besorgt über den den Niedergang der guten Manieren in der australischen Gesellschaft.
Im Februar 2006 entschuldigte sich der Premier von New South Wales, Morris Iemma, öffentlich einen Geschäftsmann als "f...wit" bezeichnet zu haben. Der Premier von Queensland Peter Beattie stritt ab, dass die Arbeit seines Vertreters in seinen Worten "the shit I don't want."sei. Nachdem ihm eine Tonaufzeichnung vorgespielt wurde, definierte Beattie four-letter-words als integraler Bestandteil nationaler Kultur und eine "großartige australische Tradition".
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Elfi H. M. Gilissen: Englisch für Australien (aus der Serie "Kauderwelsch")
Was man von einer Sprache in der Schule lernt, ist eine Sache, was man wirklich spricht, eine andere. Für Reisende, die nicht nur verstanden werden möchten, sondern auch verstehen wollen, "was Sache ist", bieten die Slang-Titel der Kauderwelsch-Reihe Wörter, Sätze und Ausdrücke der Umgangssprache, die man täglich hört, aber vom Lehrer verschwiegen wurden und auch kaum im Wörterbuch zu finden sind. Der Versuch, die Grundkenntnisse des Oz-Talk zu erlernen, sollte für jeden Besucher des fünften Kontinents Voraussetzung für diesen Abstecher sein. Den Slang Australiens prägen natürlich die Aussies selbst, und die sind vom Naturell her eher deftig, ein wenig rauh (wie ihr Land), meist aber herzlich. Gesprochen wird nach dem Motto "nur so viel wie nötig, dafür so schnell wie möglich". Böse Zungen behaupten, Aussies müssten so schnell sprechen und dabei den Mund kaum aufmachen, um sich vor lästigen Fliegen zu schützen, die, sitzen sie erst einmal zwischen den Zähnen, dem Geschmack des Bieres abträglich sind. Werden dazu noch silbenweise Wörter verschluckt, die Reste aber mit unverständlichen Kunstwörtern vermischt, dann kann die Verständigung schon schwierig werden. Aber "no worries", um sich auf den Ernstfall vorzubereiten, dafür gibt es ja dieses Buch! |
Australische Literatur wird in AUSTRALIEN-INFO.DE auf einer eigenen Themenseite vorgestellt.
Die australische Filmszene wird in AUSTRALIEN-INFO.DE auf einer eigenen Themenseite vorgestellt.
Diesen Themenbereich bereiten wir derzeit noch redaktionell auf.
Sollten Sie dafür Anregungen haben, freuen wir uns über Ihre Mail.
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Zahlreiche Regionen in Australien sind von der UNESCO sowohl als Weltnaturerbe wie auch als Weltkulturerbe deklariert: Am längsten der Kakadu National Park und Willandra Lakes Region (beide seit 1981), Tasmanian Wilderness (seit 1982) und Uluru-Kata Tjuta National Park Geich (seit 1987).
2010 wurden auch elf Straflager in die Weltkulturerbestätten aufgenommen. Am beudetendsten ist Port Arthur auf der Tasman Halbinsel auf Tasmanien. 12.500 Häftlinge waren hier als Zwangsarbeiter u.a. im Schiffsbau tätig. Teilweise wurden auch Kinder schon wegen geringer Vergehen nach Port Arthur deportiert. Heute ist die Anlage ein großes Freilichtmuseum. Neben Port Arthur sind weitere zehn Stäflingslager als Weltkulturerbe aufgenommen worden: Old Government House, the Domain, Hyde Park Barracks, Cockatoo Island and Old Great North Road in New South Wales, Fremantle Prison in Western Australia sowie die Kingston und Arthur's Vale Historischen Stätten auf Norfolk Island. Tasmaniens Brickendon und Woolmers Estates, Darlington Probation Station, Coal Mines Historic Site und die Cascades Female Factory.
UNESCO: Stätten des Weltkulturerbes und des Weltnaturerbes in Australien
Die wichtigsten Stationen der australischen Geschichte
Informationen zu Australiens Ureinwohnern sowie ihrer aktuellen Situation.
Empfehlungen zu Literatur zur Landeskunde - auch mit Hintergründen über die "Aussies" und ihr Selbstbild.
Australische Musik - ein paar Beispiele aus Pop, Rock und Folk.
Australia's Cultural Network (e)
Australiens grösste Internet-Datenbank mit Verknüpfung zu über 1400 Websites - eine einzigartige Zusammenstellung aller kulturellen Aktivitäten und Institutionen des Landes. Das Kulturerbe, die visuelle und darstellende Kunst, Sport und die einzigartige Umwelt sind Teil dieses interaktiven Sevices mit sehr gutem Suchmechanismus.
Australien-Abteilung des Überseemuseums Bremen
Wie wäre es mal mit einem virtuellen Museumsbesuch? Das Überseemuseum in Bremen stellt die Exponate der Australien-Abteilung auf seiner Homepage vor. Zu sehen sind - einschliesslich guter Erläuterungen - Bumerang, Kasuar, Laubenvogel, ein Röntgen-Stil-Gemälde und ein Wombat.
British Council (e)
Ein ziemlich feullitonistisch angehauchter Dienst. Wer sich für die australische Kulturszene in puncto Theater, Literatur, Oper und Operette interessiert, ist hier goldrichtig.
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Informationen Stand 16.07.16