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Australien gilt als sicheres und freundliches Studienland. Dieser heftig beworbene Ruf ist im grossen und ganzen auch korrekt. Derzeit sind Plätze an australischen Unis unter Deutschen so begehrt, dass der Deutschen Akademische Austauschdienst (DAAD) nur jedem siebten Bewerber einen Gebührenzuschuss gewähren kann. Nach Angabem des Institutes Ranke-Heinnemann interessieren sich derzeit besonders viele Studenten für juristische und betriebswirtschaftliche Aufbaustudiengänge.


Hochschul-Auswahl



Universitäten-Struktur

In Australien gibt es 36 öffentliche und zwei private Universitäten, an denen rund 600.000 Studenten studieren - von der Monash University in Melbourne mit 42.000 Studenten bis zur Northern Territory University in Darwin mit 4.000 Studenten. In der Economics & Commerce Fakultät der Universität Melbourne waren beispielsweise anno 2005 43% der insgesamt 7000 Studenten internationaler Herkunft. Eine der Top-Adressen für die Forschung ist die Australian National University in Canberra.

In die "Group of Eight" investiert der australische Staat präferiert für seriöse Forschung. Das Renomee einiger australischer Universitäten spiegelt sich in diversen Ranglisten wieder. So rangiert die Universität Melbourne im als seriös geltenden Ranking von "The Times Higher Education Supplement" im asiatisch-pazifischen Raum unter den ersten 10 und weltweit auf Platz 22. Bestplazierte Universität in einem nicht englischsprachigen Land ist die Eidgenössische Technische Hochschule in Zürich, die weltweit auf Platz 10 liegt. Keine einzige deutsche Hochschule hat es in die Spitzenränge geschafft. Grundsätzlich sind die Universitäten in Sydney sehr beliebt, wohl aufgrund der starken "Marke" der Stadt. Die Universitätswahl sollte jedoch eher von akademischen Gesichtspunkten abhängig gemacht werden und davon, was am besten zu den individuellen Plänen passt.

Website der Group of Eight
Uni-Ranking von The Times Higher Education Supplement (kostenfreier Auszug)

Studiensystem

Das System entspricht weitgehend dem britischen und ist in einen Undergraduate- und einen Postgraduate-Bereich aufgeteilt. Den Bachelor bekommt man nach drei Jahren. Daran schließt sich das ein- bis zweijährige Master-Studium an. Der höchste Abschluß ist der PhD. Um Erfahrungen zu sammeln, reicht auch ein Studienjahr aus.

Grob geschätzt dürften 90% der deutschen Studierenden in Australien im Undergraduate Bereich sein und "nur" ein Auslandssemester machen.

Studiengebühren

Ausländer müssen grundsätzlich Studiengebühren zahlen. Ein Jahr an einer staatlichen High-School kostet zwischen 7.500 und 9.000 A$; an einer privaten Schule bis zu 12.000 A$. Die Kurse sind klein; die Studenten-Professoren-Quote ist günstig.

Im Gegensatz zu Deutschland erhalten nicht alle Universitäten die gleiche staatliche Finanzierung - es gibt erhebliche Unterschiede. Australische Hochschulen sind zunehmend von nicht-staatlichen Mitteln abhängig und die Gebühren der ausländischen Studenten begehrte Finanzquellen. Die Hochschulen können dabei mitbestimmen, wie hoch die Gebühren sind. Die Studiengebühren sind nach Fächern gestaffelt. Ein Studium der Medizin ist erheblich teurer als ein Stdudium in einem geisteswissenschaftlichen Fach. Für Medizin zum Beispiel zahlten ausländische Studenten in Melbourne in 2004 bis zu 46.000 Australische Dollar jährlich. Australier zahlen einheitliche Sätze, die im Schnitt 20 Prozent der anfallenden Kosten decken. Im Gegensatz zu Australiern müssen Ausländer ihre Studiengebühren auch sofort bezahlen. Das spült Geld in die Kassen australischer Universitäten, die die Werbekampagnen australischer Universitäten finanzieren. Weltweit gesehen ist das Studium in Australien übrigens keineswegs teuer. Das Studium in anderen typischen Bildungsländern wie den Vereinigten Staaten und Großbritannien ist zuweilen weitaus teurer als in Australien. Auf annähernd vergleichbarem Niveau ist nur in Deutschland und Skandinavien das Studium billiger, manchmal aber eben auch leider billig im schlechten Sinne des Wortes...

Werben um Studenten

Australische Universitäten werben schon seit Jahren massiv in Deutschland um zahlungskräftige Studenten. Dabei gibt es bei der Anwebung um zahlende Studierende einen sehr lebhaften Wettkampf. Die Hochschulen leisten sich eigene Agenturen, deren Auftreten zuweilen eher an ein Reisebüro erinnert. Die Vermittlung eines Studenten ist ein lukratives Geschäft, dass mittlerweile von vielen auf dem deutschsprachigen Markt in unterschiedlicher Qualität angeboten wird. Manche davon sind schon Jahre lang im Markt aktiv oder studierten selbst Down Under. Jeder kommerzielle Vermittler handelt seine Verträge individuell aus. Die Abrechnung erfolgt meist nach einem fest definierten Leistungskatalog. Auch aus Australien heraus werben Vermittler für Ihre Dienste.

Die Hochschulen präsentieren ihr Angebot zuweilen wie eine Sportveranstaltung - mit Superlativen und diversen Analogien aus dem Wettkampf. Kein Wunder bei der Sportbegeisterung der Aussies. Das Image von Australien scheint - nicht nur deutsche - Studenten nach Australien zu locken.

Auf den Bereich "Undergraduates" konzentrieren sich nach unseren Beobachtungen auch die Werbebemühungen der australischen Universitäten. Kein Wunder, dass in der Kommunikation Spaß, Freude, Reisen und Abenteuer im Vordergrund stehen und man machmal das Gefühl hat das hier "Studying Holdays" (in Abwandlung der "Working Holidays" beworben werden. Unstrittig: Das Marketing der australischen Hoschschulen ist ungleich cleverer als das ihrer deutschen Pendants. Anstatt dies nörgelnd festzustellen, sollten die Deutschen sollten sich wohl daran lieber ein Beispiel nehmen.


Studenten-Alltag



Leistungsbewertung

Ein sehr sensibles Thema. Kann man sich in Australien etwa gute Noten kaufen? Im Jahr 2005 mehrten sich die Berichte wonach Universitäten bei schwachen Leistungen schon mal ein Auge zugunsten ausländischer Studenten zudrückten. In die Kritik kam unter anderem die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Sydney. Dort seien die Anforderungen bei Englischexamen für die Zulassung deutlich gesenkt worden. Wer nicht zur "Group of Eight" der Hochschulen zählt, engagiert sich meist wenig oder gar nicht in der Forschung. Diese Universitäten stellen lediglich Dozenten ein, die Tag und Nacht unterrichten, um Geld zu verdienen. Man baut diese Unis in Strandnähe und hofft so Studenten anzulocken. Naheliegend ist der Verdacht dass dort die Qualität etwas auf der Strecke bleiben könnte und Eingangsvoraussetzungen oder Englischtests weniger ernst genommen werden, weil jeder zusätzliche Student Geld bringt. Nicht auszuschliessen ist es es, dass Universitäten auch zwei Augen bei der Benotung internationaler Studenten zudrücken. Deren Kalkül: Sobald ein Student in sein Heimatland zurückkehrt, erzählt er wie es ihm in seinem Studium ergangen ist und die Universität profitiert, wenn der Student (sei er noch so schlecht) einen positiven Eindruck in seinem Heimatland hinterlässt. Nach eigenen Angaben betreibe die Group of Eight etwa 70% der gesamten universitären Forschung in Australien.

Fremdenfeindlichkeit und Rassismus

In 2005 erschienen vereinzelt Berichte wonach diese Problematik auch Studenten begegnet, die in Australien studieren. So klagten asiatische Studentinnen darüber, dass sie nachts nicht mehr ausgehen würden, weil sie sich nicht sicher fühlten. Wer nachts in Sydney alleine unterwegs sei, werde zur Zielscheibe von Betrunkenen. Der Soziologe Simon Marginson von der Monash Universität in Melbourne veröffentlichte eine Umfrage unter 200 internationale Studenten in ganz Australien über den Alltag in ihrem Gastland. Demnach würden Auslandsstudenten bei der Suche nach Zimmern oder Jobs gegenüber Einheimischen stark benachteiligt. Zwei von zehn Studenten fühlten sich in Australien nicht sicher. Junge Menschen aus Asien, Indien oder Afrika würden demnach viel häufiger beleidigt, benachteiligt, attackiert oder beraubt als Kommilitonen aus Europa und den USA.

Die Studie erhebt jedoch keinen Anspruch auf Repräsentativität. So ist durchaus nicht auszuschliessen, dass auch junge Australierinnen nicht unbedingt die Bekanntschaft von Betrunkenen in Sydney machen möchten. In den Metropolen gilt - wie in jeder anderen Großstadt auch - dass man bestimmte Vorsichtsmaßnahmen beherzigen muss. Das Institut Ranke-Heinemann befragt derzeit die von ihm betreuten Studierenden. Nach einer ersten Vorauswertung gab es keine Berichte über Sicherheitsmängel. Über eine Fremdenfeindichkeit gegenüber deutschsprachigen Studenten liegen auch der Redaktion keine Erkenntnisse vor. Im Gegenteil: Während in Deutschland der Begriff "multikulturelle Einflüsse" auch häufig als beschönigendes Etikett für soziale Brennpunkte angewandt wird, empfinden deutschsprachige Studenten auf den australischen Universitäten derartige Einflüsse zumeist sehr positiv. Im Falle Australiens ist übrigens auch die Definition des Begriff "Fremder" eine Herausforderung. Down Under ist ein Einwanderungsland. Australiens "einheimische" Bevölkerung ist z.B. mittlerweile zu einem großen Anteil asiatischen Ursprungs.

Informationen zur Sicherheit in Australien


Planungshilfen / Erfahrungsaustausch



Erfahrungsberichte

Die Praktikantenämter deutscher Universitäten haben z.T. auf Ihren Websites Adressensammlungen von Institutionen, die solche Aufenthalte fördern und Link-Listen zu den Australischen Universitäten.

Organisationen (ehemaliger) Australien-Studenten
u.a. Deutsch-Australisches Netzwerk (DeAN)e.V. - werden ausführlich beschrieben auf der Vereinsseite von Australien-Info.de.
Das DeAN bietet Reisestipendium (in Kooperation mit Qantas) für je 2 Studierende pro Semester Bereitstellung der Flugtickets des Hin- und Rückfluges. Anforderungen bzw. Auswahlkriterien entsprechend der Stipendiumsrichtlinien, die auf der Website des Vereines abrufbar sind.

Erfahrungsberichte von Studien- und Praktikumssemestern an diversen Universitäten auf privaten Homepages

Informationsquellen

Study In Australia
kompletter Online-Guide zum Studium und Leben in Australien
• u.a. Infos über das Studiensystem
• Lebenshaltungskosten
• Zulassungsbestimmungen
• Studentischer "Way Of Life"

Gostralia "GOstralia!-GOzealand!" ist offizielle Vertretung australischer Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz und langjähriger Partner von AUSTRALOIEN-INFO.DE. Studierende erhalten sämtliche Leistungen von qualifizierter Studienberatung bis zur Abwicklung der Bewerbung kostenlos. Darüber hinaus vergibt die Vertretung regelmäßig mehrere Stipendien für gebührenfreie Studiensemester (für Bachelor- sowie Masterprogramme) und berät hinsichtlich der Finanzierung über Bafög und andere Stipendien. Neu im Programm ab 2013 sind verschiedene Praktikumsprogramme.

IDP Education Australia
• Organisation der australischen Universitäten
• bietet in Europa Informationsveranstaltungen zum Studieren "Down Under" an.

Institut Ranke-Heinemann
Die offizielle Vertretung von IDP Education Australia in Deutschland, von den australischen Universitäten und von über dreihundert weiteren Bildungsträgern autorisiert, Schüler und Studierende aller Fachbereiche zu informieren, zu beraten und bei den Institutionen einzuschreiben. Kostenlose, ausführliche, persönliche Studienberatung. In Essen bietet das IDP-Informationszentrum Vorlesungsverzeichnisse, Videos, CD-ROMs und aktuelle Broschüren aller Institutionen.

Studium Down Under
• Die Vertretung australischer Universitäten ist Studierenden bei sämtlichen Fragen und dem Bewerbungsprozess kostenlos behilflich. Angeboten werden auch Stipendien und garantierte Zuschüsse zu den Studiengebühren.

IEC Online-International Education Centre
• vertritt staatlich anerkannte Universitäten aus Australien als Serviceeinrichtung für Studierende.
Interessierte Studierende können einen Info-Service nutzen zum Bewerbungsprozess, Förderungsmöglichkeiten, Anerkennung von Studienleistungen, Formalitäten ums Visum u.v.m. unentgeltlich zur Verfügung steht. In unterschiedlichen Veranstaltung wird über die Studienländer und die verschiedenen Hochschulbildungssysteme informiert. Erhältlich sind Broschüren, Flyer und CD-ROMs zu den Universitäten bereit.

Ausbildungsförderung

Fördermöglichkeiten gibt es nach dem Berufsausbildungsförderungsgesetz (Bafög): Auf Auslandsbafög haben auch viele Studenten Anspruch, deren Eltern die Einkommensgrenzen für normales Bafög überschreiten. Wer sehr gute Leistungen erbringt, kann auch versuchen, ein Stipendium vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) zu bekommen.

Freie Hansestadt Bremen, Senator für Bildung, Wissenschaft, Kunst und Sport, Landesamt für Ausbildungsförderung
• Antragsunterlagen für eine Förderung der Ausbildung in Australien nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)

Deutscher Akademischer Austauschdienst
• Möglichkeit zur Bewerbung um Stipendien.
• Spezielles Online-Magazin zum Studieren im Ausland.

IJAB e.V. - Internationaler Jugendaustausch- und Besucherdienst der Bundesrepublik Deutschland e.V.
• Der Service will einen Wegweiser der Möglichkeiten sein und Informationen zu Zulassungsbestimmungen, Rahmenbedingungen und Förderkriterien geben.

Australien-Studien

Australisches Studienzentrum in Deutschland: Im November 1998 wurde in Bretten bei Karlsruhe (Baden-Württemberg) das Europazentrum der australischen Universität von Southern Queensland (USQ) gegründet. Für die Studenten wird ein Fernstudium angeboten. Geplant ist auch ein Austauschprogramm für Praktikanten. Finanziert wird das Projekt über Studiengebühren und Sponsoren. Die USQ wurde vor 1968 in Toowoomba gegründet. Dort betreuen 600 Lehrkräfte und 850 Mitarbeiter zur Zeit 5.000 Studenten vor Ort und 13.000 Fernstudenten. Die Studenten in Toowoomba zahlen derzeit etwa 5.000 Euro Studiengebühren pro Jahr und Kopf. Abschlüsse vom Bachelor über den Master bis zur Promotion werden dort abgelegt.

Organisationen zu Australien-Studien
u.a. die Gesellschaft für Australien-Studien e.V. - werden ausführlich beschrieben auf der Vereinsseite von AUSTRALIEN-INFO.DE

Australier an deutschen Hochschulen

Australier studieren kaum an deutschen Universitäten. Obwohl das Auslandsstudium in Deutschland für Studenten aus Down Under sogar finanzielle Vorteile bietet. Wenn Australier nach Europa kommen, dann wollen sie meistens nicht studieren, sondern reisen. Sie verlassen in der Regel mit 17 die Schule und mit 20 die Universität. Nach diesen Abschnitten nehmen sie sich häufig ein paar Monate oder auch ein Jahr, um durch den kleinen Kontinent Europa zu fahren, in dem Sprachen und Mentalitäten alle paar hundert Kilometer wechseln - für Australier erstaunlich häufig.


Praktika



Fördermöglichkeiten


Im Rahmen einer Recherche im Oktober 2006 konnten wir u.a. auf dieser Website ausfindig machen: Programme für Praxissemester in Australien für Fachhochschulstudierende, für Studierende an Berufsakademien und Programe der Hermann-Strenger-Stiftung sowie der Dr. Helmut Kraft-Stiftung.

Anmerkung der Redaktion: Für zusätzliche Hintergrundinformationen zur Erweiterung dieser Themenseite bedanken wir uns beim Institut Ranke-Heinnemann und bei Thomas Wirtky, der 2004/2005 einer von zwei deutschen Vollzeit-Studenten im Postgraduate Bereich innerhalb der gesamten Economics & Commerce Fakultät der Universität Melbourne war.


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