Ergänzend zu unserem aktuellen Nachrichtenüberblick finden Sie auf dieser Seite noch einige Hintergrundinformation über Wirtschafts-Themen.


Wirtschaftssituation



Kennzahlen

Einige Kommentierungen zu den Kennziffern:


Umfassende Marktanalysen zur Wirtschaft in Australien liefert beispielsweise die
Bundesagentur für Außenwirtschaft
 
Die australische Zentralbank (Reserve Bank of Australia) hat auf Ihrer Website Grafiken zur Wirtschaftsentwicklung.
Reserve Bank of Australia: Entwicklung Bruttosozialprodukt
Reserve Bank of Australia: Entwicklung Inflation
Reserve Bank of Australia: Aktienkurse


Aktienmarkt



Australier legen ihr Geld öfter in Aktien an als die Deutschen. Die Australier hatten im Oktober 2008 eine Aktionärsquote von 55 Prozent.

Bei den Aktien begann 1991 eine Hausse mit dem Ausgangsstand des All Ordinaries Index 1.200 Punkten. Das Rekordhoch lag bei 6.854 Punkten. Im Oktober 2008 erlitt der Leitindex den stärksten monatlichen Rückgang seit mehr als 20 Jahren. Australische Unternehmen zahlen traditionell aus Steuergründen im Weltvergleich die besten Dividenden.

Eine Übersicht über einige australische Aktien finden Sie auf unserer separaten Seite zur australischen Börse:
Australischer Aktienmarkt


Allgemeine Informationen zur Wirtschaft



Wirtschaftssystem

Das mit einem Überfluss von Rohstoffen gesegnete Land ist Vorbild für den Umbau der Wirtschaft und der Gesellschaft geworden. In Australien ist das Resultat der seit 1983 begonnen Deregulierung und Öffnung zu messen. 2008 wurden etwa 17 Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden durch Rohstoffausfuhren erwirtschaftet.

Die australische Erfolgsstory ist noch von der Labour-Regierung unter Premier Paul Keating in die Wege geleitet und wurde von der der konservativen National-Liberalen Regierung konsequent weitergeführt. Bei der Privatisierung ist Australien, wo früher alles staatlich und gewerkschaftlich organisiert war, heute weiter als Deutschland. Die Marktwirtschaft ist entfesselt worden, aber Regierung und Zentralbank halten das Steuer fest. Die Steuerreform bringt das australische Hochsteuer-System näher an das US-Modell. Das einzigartige (nur mit Singapur zu vergleichende) System privater sozialer Absicherung durch die "Superanuation" (7,5 Prozent Pflichtabgabe in eine Pensionskasse) hat zu einem Sparpool von über 400 Mrd. australische Dollar geführt.

Das Geld schöpften von ca. 2004 bis 2008 auch deutsche Landesbanken, die KfW und Weltbank ab, die auf den australischen Bond-Märkten Kredite aufnehmen. Die Entwicklung des australischen Bondmarktes sieht man als stärkstes Zugpferd bei den Bemühungen ist, Australien zu einem internationalen Finanzzentrum aufzubauen. Der australische Staat, wie der in den USA, baut seine Verschuldung ab. Der Kontrast zum sich nur zögerlich öffnenden Japan, wo immer neue Konjunktur-Ankurbelungsprogramme das Land in einen Schuldensumpf ziehen, könnte nicht grösser sein.

In der Arbeitsproduktivität dürfte Australien die USA überholt haben.

Verbraucherschutz

Australiens Verbraucherschützer haben mindestens genau so viel zu tun wie die Verbraucherschützer in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wer wissen will, was die äquivalenten Informationsquellen zu "test" und "K-Tipp" (für Nicht-Schweizer muss man hier wohl erklären, dass K-Tipp einer der auflagenstärksten Publikationen der Schweiz ist) sind, wird bei der ACCC fündig.
ACCC - Australian Consumer and Competition Commission

Korruption

Die Antikorruptionsorganisation Transparency International veröffentlicht einen Index nach der im öffentlichen Sektor - bei Beamten und Politikern - wahrgenommenen Korruption (CPI). Das Länder-Ranking des CPI setzt sich aus verschiedenen Indizes zusammen, für die Experten und Manager befragt wurden. Die Länder werden auf einer Skala von null (hoher Grad wahrgenommener Korruption) bis zehn Punkten gelistet (keine wahrgenommene Korruption).

Australien liegt 2015 auf Rang 13. Die Schweiz belegt Platz 7, Deutschland Platz 10 und Österreich Platz 16.


Transparency International: Ranking 2015

Lobby

Das Pendant zu den Industrie- und Handelskammern in Deutschland
Australian Chamber of Commerce and Industry (ACCI)


Lebensqualität



Lebensqualität

In Australien lebt es sich vor Kanada am besten. Das ist das Fazit der Studie "Better Life Index" der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Die Studie vergleicht die Lebenssituation in den 34 Mitgliedstaaten der OECD. Elf bestimmende Faktoren des Lebens werden verglichen: Arbeitsplätze, Sicherheit, Wohnsituation, Einkommen, Umwelt, Bildung, Gesundheit und Lebenszufriedenheit. Auch traditionelle Werte wie stabile Familienverhältnisse und Leben in der Gemeinschaft werden gewichtet.

Australien schneidet besonders gut bei der Einstufung der Qualität und Transparenz in der Verwaltung ab.

Nur einen Platz im Mittelfeld erreicht Australien bei der Work-Life-Balance, was manchen erstaunen mag. Schuld daran sind die vielen Arbeitsstunden der Australier. Ein Beschäftigter in Australien arbeitete 2008 im Schnitt 300 Stunden pro Jahr mehr als ein Deutscher.

Kennzahl Maß Australien Deutschland Österreich Schweiz
Haushaltsverdienst USD / Jahr 27.039 27.665 27.670 27.542
Arbeitszeit Stunden / Jahr 1690 1390 1621 1640
Lebenserwartung Jahre 81,5 80 80,5 82,2
Zufriedenheit % 75 56 73 77

OCED: Better Life Index - Australia

Lebenswerteste Städte

Auch das britische Wirtschaftsmagazin Economist versucht die Lebensqualität zu bewerten. Er orientiert sich vor allem am Pro-Kopf-Einkommen aber auch Faktoren wie Sicherheit, politische Stabilität und die Gleichberechtigung von Mann und Frau, Gesundheitsversorgung, Umwelt, Infrastruktur oder das Bildungs- und Kulturangebot, Scheidungsraten und Arbeitslosigkeit.

Nach Ansicht der Economist Intelligence Unit in 2015 ist Melbourne die lebenswerteste Stadt der Welt. Viele Jahre hatte im entsprechenden Ranking Vancouver in der Liste von 140 Städten jeweils auf Platz eins gelegen, jetzt liegt die Olympiastadt 2010 seit 2011 auf Platz drei. Auf Platz zwei steht Wien.

Sicher ist man in Melbourne besonders stolz Sydney weit hinter sich gelassen zu haben. Die Hauptstadt von New South Wales folgt auf Platz sieben. Adelaide liegt auf Platz fünf, punktgleich mit Calgary. Perth rangiert auf Platz neun. Australien liegt mit seinen Städten weit vorne aufgrund geringen Bevölkerungsdichte des Landes insgesamt und relativ niedriger Kriminalitätsraten.
Economist Intelligence Unit: Liveability Ranking
EIU: Best Cities Ranking and Report (PDF)
Eckdaten zu Australien bei "The Economist"

Die Unternehmensberatung Mercer veröffentlicht jährlich eine Übersicht über die lebenswertesten Städte weltweit. Die Plätze eins bis fünf belegten 2012 Wien, Zürich, Auckland, München und Vancouver.

Sydney ist auf Platz 10 - punktgleich mit Bern - die am höchsten bewertetste Stadt in Australien in dieser Übersicht. Australien liegt hier im Vergleich zum deutschsprachigen Raum aufgrund der enorm hohen Hauspreise weiter hinten als in anderen Ranglisten. Ein weiterer Grund sind die vergleichsweise hohen Kosten in der Lebenshaltung im Vergleich zu Mitteleuropa.


Wirtschaftszweige



Tourismus

Aufgrund seiner Bedeutung für die australische Wirtschaft widmen wir den wirtschaftlichen Aspekten des Tourismus eine eigene Seite.
Tourismus als Wirtschaftsfaktor

Rohstoffindustrie

Der hoch produktive Bergbau im Westen Australiens mit Perth als Metropole benötigt nur 0,8 Prozent der Erwerbstätigen, um seine Exporterfolge zu erzielen. Rund 15 Prozent der weltweit abgebauten Eisenerze und 6,5 Prozent der globalen Steinkohleförderung stammten 2002 aus Australien. Rohstoffe machen den Großteil aller Exporte Australiens aus. Kohle, Eisenerze und andere Ressourcen sind die wichtigsten Exportprodukte.
  • Kohle: Australien hat riesige Kohlevorkommen und ist einer der Hauptexporteure von Kohle. China ist inzwischen in die traditionellen Märkte der Australier eingedrungen: Japan, Korea und Taiwan. Das Land droht Australien als wichtigsten Kohleproduzenten der Welt zu überholen.
  • Bedeutende Rohstoffvorkommen finden sich in Australien auch an Erdöl, Erdgas, Nickel, Zirkon, Eisenerz, Bauxit, Diamanten und Uran.
  • Aluminium, Gold, Eisenerz, Titan und Basismetalle wie Kupfer, Blei und Zink profitieren von einem Wachstum der Weltwirtschaft und können höhere Preise erzielen. Entscheidend sind vor allem die wichtigen Absatzländer in Asien. Werden dort Projekte aufgeschoben oder storniert, hat dies Einfluss auf Australiens Rohstoffexporte.

Bilder einer strikt gewerkschaftlich organisierten Industrie, die sich auf den Rohstoffabbau stützt, wie sie noch in den 80er Jahren gültig waren, sind veraltet. Die Rohstoffindustrie hat rationalisiert: Alte Stahlöfen werden abgeschaltet, unprofitable Kohle-Gruben dichtgemacht - die Entlassungen, die dies zur Folge hatte, wurden durch Abfindungen abgefedert.

Der billige "Aussie-Dollar" erwies sich Ende der 90iger für die Rohstoffindustrie des rohstoffreichen Landes als zusätzlicher Rettungsanker.

"Good governance" wird besonders beim Vergleich zwischen Indonesien und Australien deutlich: Das rohstoffreiche Indonesien hätte eigentlich die gleichen Voraussetzungen wie Australien gehabt, hat aber den Reichtum durch Vetternwirtschaft und Korruption verschleudert.

Landwirtschaft

Sie bildete über Jahrhunderte das Rückgrat der australischen Wirtschaft, hat aber in den letzten Jahrzehnten zunehmend an Bedeutung verloren. Im Landesinneren befinden sich die meisten Rinderfarmen, südwestlich in Viktoria Weinanbau und Landwirtschaft. Die Erntegebiete - besonders begehrt bei den Working Holiday Makers - sind vorwiegend an der Ostküste angesiedelt. Ihren nach wie vor grossen Einfluss auf die Wirtschaft zeigen aussergewöhnliche Naturereignisse.
Informationen zur Basis der australischen Landwirtschaft - den Vegetationszonen (einschl. Infos zu Dürrephasen).

Diensteistung

74 Prozent der Aussies arbeiten im Dienstleistungssektor, die meisten davon in Sydney. Australiens größte Stadt ist Finanz- und Servicemetropole; Melbourne, Ballungszentrum Nummer zwei, traditioneller Standort des produzierenden Gewerbes. Sydney sieht sich gern auch als Geldzentrum des gesamten asiatischen Raums: Viele internationale Banken haben ihren Asien-Hauptsitz nach Sydney gelegt, und auch die großen australischen Finanzdienstleister und Industriekonzerne sind in der Stadt zu Hause.

Bau

Die Baubranche ist ein Beispiel, wie wichtig Australien für die deutsche Industrie geworden ist. Während die Asienkrise die Auftragslage der deutschen Bauindustrie in den Jahren 1997/98 überschattete, mangelt es nicht an Arbeit in Australien: Nicht weniger als 18,7 Prozent des Auftragsvolumen der deutschen Bauindustrie im Ausland (Gesamtwert in 2000 ca. 10,7 Mrd. Euro) kommt aus Australien. Das Auftragsvolumen für die deutschen Baufirmen in Australien betrug in 2000 satte 1,75 Mrd. Euro. Deutsche Investitionen in Australien betrugen anno 2000 etwa 10 Mrd. AUD. In Australien haben sich die deutschen Baufirmen in lokale Unternehmen eingekauft haben und firmieren unter australischen und britischen Namensschildern. Ein Beispiel ist Hochtief, der mit seiner Tochtergesellschaft Leighton in Australien Marktführer ist.

Klassische Industrien

Nicht nur im Rohstoffsektor, sondern auch in der klassischen Industrieproduktion - der Fertigung - sind Fortschritte zu sehen: Die Produktivitätät in Australien ist durch neue Technologie und besseren Arbeitseinsatz geklettert, allerdings nicht genug. Australien ist aufgrund der hohen Produktionskosten als Produktionsstandort ist für die Auto-Industrie unattraktiv geworden. Toyota will nach 2017 nicht mehr in Australien produzieren lassen, Holden (eine Marke von General Motors) und Ford beenden schon früher die Produktion Down Under. 1990 beschäftigte Ford Australia noch 13.800 Angestellte.

Neue Industrien

Die Entertainment- und Filmbranche und der Tourismus machen Jobverluste in alten Berufen wett. Australien ist in einigen zukunftsweisenden Nischen-Industrien wie der Biotechnik führend geworden. Kein Land ausserhalb der USA hat das Internet schneller angenommen als Australien.

In der Industrie, besonders in der Computerbranche und Elektronik, fehlt es an Leuten. Aber auch hier gibt es, wie in den USA, einen Ausweg: Australien lässt vorwiegend qualifizierte Einwanderer ins Land.
Informationen zur Einwanderung


Wirtschaftsbeziehungen zwischen Australien und Deutschland



Zwischen 2001 und 2008 stieg nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) der bilaterale Handel zwischen Australien und Deutschland jährlich durchschnittlich um gut zehn Prozent. 2009 belief sich der deutsch-australische Handel auf insgesamt rund 10,4 Mrd. Euro, wovon rund 8,4 Mrd. Euro auf deutsche Exporte entfielen. Deutschland importiert hauptsächlich Bodenschätze wie Erze und Kohle.

Deutschland ist zehntwichtigster Handelspartner Australiens weltweit und nach Großbritannien die Nummer 2 in der EU. 18,6 Prozent des gesamten Handels zwischen Australien und der EU in 2009 wurden zwischen Deutschland und Australien abgewickelt. Deutsche Direktinvestitionen in Australien beliefen sich 2008 auf 9,77 Mrd. Euro, während australische Unternehmen 5,65 Mrd. Euro in Deutschland investiert hatten.

Export nach Australien

Deutsche Exporte nach Australien bestehen vorwiegend aus Maschinen, Ausrüstungsanlagen für den Bergbau und pharmazeutische Güter. Die deutschen Exporte legten 2008 um 14 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro zu. Besonders Maschinen und Kraftfahrzeuge und Kfz-Teile aus Deutschland wurden nachgefragt. In der Rangfolge der deutschen Aussenhandelspartner steht Australien ausfuhrseitig an 33.Stelle, einfuhrseitig nimmt Australien den 44. Platz ein.
Ein Beispiel der Exportförderung: Australien seit 2003 Zielland in das Vermarktungshilfeprogramm des Deutschen Ministeriums für Wirtschaft (BMWi). Die Berlin-Sydney Marketing GmbH fungiert als Projektträger.

Import aus Australien

64 Prozent der australischen Exporte gehen nach Fernost. Wichtigster Handelspartner ist Japan mit einem Handelsvolumen von umgerechnet 15,5 Mrd. Euro. Wichtigster Markt für die Australier in Europa ist Großbritannien.

Unternehmen aus deutschsprachigen Ländern in Australien

Mehr als 300 Tochtergesellschaften deutscher Firmen mit rund 60.000 Arbeitsplätzen haben ihren Sitz in Australien. Die Bandbreite der deutschen Niederlassungen reicht vom kleinen Mittelständler bis zum multinationalen Konzern. Zu den größten Unternehmen zählen Allianz Australia, BMW, Daimler-Chrysler, Münchner Rück, Robert Bosch und Siemens. Die Auslandshandelskammer (AHK) Australien, vertritt die Interessen der deutschen Wirtschaft in Australien, fördert bilaterale Geschäftsbeziehungen und berät deutsche und australische Unternehmen über Marktentwicklungen.

German-Australian Chamber of Industry and Commerce - Deutsch-Australische Auslandshandelskammer
Alle zwei Jahre wird eine "Australia Germany Business Conference" veranstaltet - abwechselnd in Deutschland und Australien. Organisiert wird diese Konferenz von der Australian German Association und der Deutsch-Australischen Industrie-und Handelskammer. Themen sind meist Deutschland und Australien als Investitionsstandorte, Forschung und Entwicklung sowie Medien und Kommunikation. Gäste sind in der Regel hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft beider Länder.
Western Australia German Business Association (WAGBA) in Perth
Austrian Foreign Trade Office in Sydney
Swiss Australian Chamber of Commerce and Industry (SACCI) in Sydney

Nach deutschen Mitarbeitern müssen die Unternehmen nicht lange suchen. Sie werden von Angeboten aus dem Mutterhaus und Direktbewerbungen überschwemmt: Die Deutsch-Australische Kammer erhält pro Jahr mehr als 600 Anfragen, die sich auf Jobs und Praktika beziehen - Tendenz steigend.

Standortqualität

Australien zählt zu den dereguliertesten Ländern dieser Welt. In ihrer Studie "Doing Business" analysiert die Weltbank das Investitionsklima in 183 Ländern. 2011 liegt Australien auf Platz 15 für Australien, Platz 1 hält Singapur. Zum Vergleich: Deutschland: Platz 19, Schweiz Platz 26, Österreich Platz 32.
  • Die Gründung eines Unternehmens ist in Australien vergleichsweise günstig.
  • In Australien lässt sich durchschittlich innerhalb von zwei Tagen ein Unternehmen gründen
  • Ein gewöhnlicher Vertrag zwischen Geschäftspartnern in Australien vergleichsweise rasch durchsetzen.
  • Die Kosten für die Vertragsdurchsetzung betragen in Australien weniger als ein Prozent des Streitwerts
Report "Doing Business Australia" der Weltbank

Australien wird im aktuellen "World Competitiveness Ranking" des Weltwirtschaftsforums auf Platz 20 eingestuft. Dieses Ranking wird angeführt von der Schweiz, gefolgt von Singapur, Finnland, Schweden und den Niederlanden.

Überdurchschnittlich schneidet Australien unter anderem im Bereich Forschung und Bildung ab: Der fünfte Kontinent liegt auf dem ersten Platz beim Anteil der Bevölkerung am Besuch der weiterführenden Schulen, die in Australien typischerweise die 12- bis 18-jährigen besuchen. Die Wettbewerbsfähigkeit der australischen Forschungseinrichtungen wird weltweit auf Platz sieben gesehen. Überdurchschnittlich ist auch der Anteil der Bevölkerung im tertitären Ausbildungsbereich (Universitäten und technische sowie weitere Ausbildung - TAFE, Technical and Further Education Colleges) hier rangiert Australien auf Platz 9.

Australiens stärkste Säule ist die Entwicklung der Finanzmärkte, die von einem der stabilsten und soliden Bankwesens unterstützt wird. In diesem Bereich liegt das Land im Ranking auf Platz fünf. Die makroökonomische Situation ist eine der besten unter den großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Australiens Staatsschulden lagen Mitte 2012 bei lediglich 23 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Weltwirtschaftsforum: World Competitiveness Ranking 2012-13 (PDF)

Politik

Die Aussenminister treffen sich etwa in zweijährlichem Abstand. Vergleichsweise selten sind Besuche des australischen Premiers oder des deutschen Bundeskanzlers bzw. des australischen Generalgouveneurs und des deutschen Bundespräsidenten.


Investieren in Australien



Während die Wirtschaft in Mitteleuropa nicht recht in Schwung kommt, lockt Australien mit vergleichsweise hohen Wachstumsraten und stabilen Eckdaten. Investoren koennen daran teilhaben. Dabei sind allerdings auch die Risiken zu berücksichtigen.

Aktien

Der Leitindex S&P ASX 200 enthält vor allem Finanzwerte (40 Prozent), Rohstoffwerte (20 Prozent) und grosse Konzerne wie das Medienunternehmen News Corp und die Brauerei Foster's. Solange in China und Indien die Wirtschaft boomt sind Rohstoffaktien - wie die von Minen, in denen Eisenerz, Kupfer, Nickel, Aluminium und Kohle gefördert wird - besonders gefragt. Umgekehrt führt ein Einbruch bei den Rohstoffpreisen wie im Herbst 2008 auch zu einer Talfahrt der Aktienkurse. Zu den australischen Aktien, die an europäischen Börsen gehandelt werden, finden Sie auf AUSTRALIEN-INFO.DE eine eigene Übersicht (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).
Australische Aktien an europäischen Börsen

Indexzertifikate

Diese Option könnte für Interessenten in Betracht kommen, die die Konzentration auf eine oder mehrere Aktien scheuen. Es gibt auf den S&P ASX 200-Index bezogene Zertifikate, die zirka 90 Prozent der Marktkapitalisierung australischer Aktien abdecken. Vorteile: In meist sehr engen Geld/Brief-Spannen sind Zertifikate jederzeit während der Börsenzeit handelbar. Da das Investment unbelastet ist durch Managementgebühren, ist das Zertifikat unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnis und der Währungsumrechnung stets das Ebenbild des Index - mit allen Vor- und Nachteilen.

Anleihen auf Australische Dollar

Das Zinsniveau liegt zumeist deutlich höher als im Euro-Raum, der von der Europäischen Zentralbank festgelegt wird. Die verlockende Rendite trägt allerdings das Wechselkursrisiko. Wer ganz auf Nummer Sicher gehen will, der kann auch dieses Risiko über den Einsatz entsprechender Währungsoptionsscheine minimieren.

Immobilien

In den vergangenen Jahren stiegen die Preise kräftig. Auch Australien hat eine "Spekulationsblase". Zum australischen Immobilienmarkt finden Sie auf AUSTRALIEN-INFO.DE weitere Informationen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).
Australischer Immobilienmarkt

Trendindikatoren

Der Wirtschaft des fünften Kontinentes profitierte bis zum Beginn der Finanzkrise Mitte 2008 vor allem von seinem Reichtum an Bodenschätzen und der transporttechnisch günstigen Lage zu den Hauptabnehmern: den ebenfalls boomenden Wachstumsregionen in Südostasien, Indien und China. Australisches Eisenerz, Kupfer, Nickel, Aluminium und Kohle erfreuten sich einer grossen Nachfrage.


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Informationen zur Währungskurs-Entwicklung
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Informationen zu Einwanderungsmöglichkeiten


Weiterführende Links



Austrade (e)
Australische Handelsorganisation.

Deutsch-Australische Handelskammer
Ausführliche Site zu den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Australien

Goethe-Institut, Melbourne
u.a. mit dem deutschen Netzwerk in Australien - die "deutschen Beziehungen" werden hier transparent gemacht. Auch über die Präsenz deutscher Industrie in Australien findet sich ein kurzer Abriss.
Ausserdem Querverweise zur Austrian Foreign Trade Office sowie der Swiss Australian Chamber of Commerce and Industry.

 


 
 
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