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| Kennzahl | 1996-99 | 2000-04 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 |
| Bruttoinlandsprodukt | ø + 4,4 % | ø + 3,4 % | + 2,8 % | + 3,1 % | + 3,8 % | + 3,7% | + 1,3 % |
| Inflation | ø + 1,2 % | ø + 3,4 % | + 2,7 % | + 3,3 % | + 2,9 % | + 3,7 % | + 2,1 % |
| Arbeitslose | ø 7,8 % | ø + 6,0 % | 5,1 % | 4,6 % | 4,3 % | 4,5 % | 5,7 % |
Einige Kommentierungen zu den Kennziffern:
Die erwartete Rezession in Australien werde jedoch gegenüber den Schrumpfungsphasen in den Volkswirtschaften vieler anderer Ländern weniger schwer ausfallen. Positiv zum Tragen komme die Unterstützung durch niedrige Kreditkosten für Hauskäufer und Unternehmen. Zudem sei das Finanzsystem des Landes als gesund zu bezeichnen. Als hilfreich erweise sich weiters eine Abschwächung der Währung und die jüngste Erholung der chinesischen Wirtschaft, heißt es weiter von der Zentralbank.
Australier legen ihr Geld öfter in Aktien an als die Deutschen. Die Australier hatten im Oktober 2008 eine Aktionärsquote von 55 Prozent.
Bei den Aktien begann 1991 eine Hausse mit dem Ausgangsstand des All Ordinaries Index 1.200 Punkten. Das Rekordhoch lag bei 6.854 Punkten. Im Oktober 2008 erlitt der Leitindex den stärksten monatlichen Rückgang seit mehr als 20 Jahren. Australische Unternehmen zahlen traditionell aus Steuergründen im Weltvergleich die besten Dividenden.
Eine Übersicht über einige australische Aktien finden Sie auf unserer separaten Seite zur australischen Börse:
Australischer Aktienmarkt
Die australische Erfolgsstory ist noch von der Labour-Regierung unter Premier Paul Keating in die Wege geleitet und wurde von der der konservativen National-Liberalen Regierung konsequent weitergeführt. Bei der Privatisierung ist Australien, wo früher alles staatlich und gewerkschaftlich organisiert war, heute weiter als Deutschland. Die Marktwirtschaft ist entfesselt worden, aber Regierung und Zentralbank halten das Steuer fest. Die Steuerreform bringt das australische Hochsteuer-System näher an das US-Modell. Das einzigartige (nur mit Singapur zu vergleichende) System privater sozialer Absicherung durch die "Superanuation" (7,5 Prozent Pflichtabgabe in eine Pensionskasse) hat zu einem Sparpool von über 400 Mrd. australische Dollar geführt.
Das Geld schöpften von ca. 2004 bis 2008 auch deutsche Landesbanken, die KfW und Weltbank ab, die auf den australischen Bond-Märkten Kredite aufnehmen. Die Entwicklung des australischen Bondmarktes sieht man als stärkstes Zugpferd bei den Bemühungen ist, Australien zu einem internationalen Finanzzentrum aufzubauen. Der australische Staat, wie der in den USA, baut seine Verschuldung ab. Der Kontrast zum sich nur zögerlich öffnenden Japan, wo immer neue Konjunktur-Ankurbelungsprogramme das Land in einen Schuldensumpf ziehen, könnte nicht grösser sein.
In der Arbeitsproduktivität dürfte Australien die USA überholt haben.
Australien liegt 2011 gleichauf mit der Schweiz auf Platz 8 mit 8,8 Punkten. Dezutschland liegt auf Platz 14 mit 8,0 Punkten und Österreich auf Platz 16 mit 7,8 Punkten. Angeführt wird der CPI 2011 von Neuseeland (9,5), Dänemark (9,4), Finnland (9,4), Schweden (9,3) und Singapur (9,2). Beamte und Politiker dieser Länder werden als besonders integer wahrgenommen.
Transparency Ranking 2011
Transparency International: Ranking 2011
Die Studie vergleicht die Lebenssituation in den 34 Mitgliedstaaten der OECD. Elf bestimmende Faktoren des Lebens werden verglichen: Arbeitsplätze, Sicherheit, Wohnsituation, Einkommen, Umwelt, Bildung, Gesundheit und Lebenszufriedenheit. Auch traditionelle Werte wie stabile Familienverhältnisse und Leben in der Gemeinschaft werden gewichtet.
Australien schneidet besonders gut bei der Einstufung der Qualität und Transparenz in der Verwaltung ab.
Nur einen Platz im Mittelfeld erreicht Australien bei der Work-Life-Balance, was manchen erstaunen mag. Schuld daran sind die vielen Arbeitsstunden der Australier. Ein Beschäftigter in Australien arbeitete 2008 im Schnitt 300 Stunden pro Jahr mehr als ein Deutscher.
| Kennzahl | Maß | Australien | Deutschland | Österreich | Schweiz |
| Haushaltsverdienst | USD / Jahr | 27.039 | 27.665 | 27.670 | 27.542 |
| Arbeitszeit | Stunden / Jahr | 1690 | 1390 | 1621 | 1640 |
| Lebenserwartung | Jahre | 81,5 | 80 | 80,5 | 82,2 |
| Zufriedenheit | % | 75 | 56 | 73 | 77 |
Lebenswerteste Städte
Auch das britische Wirtschaftsmagazin Economist versucht die Lebensqualität zu bewerten. Er orientiert sich vor allem am Pro-Kopf-Einkommen aber auch Faktoren wie Sicherheit, politische Stabilität und die Gleichberechtigung von Mann und Frau, Gesundheitsversorgung, Umwelt, Infrastruktur oder das Bildungs- und Kulturangebot, Scheidungsraten und Arbeitslosigkeit.
Nach Ansicht der Economist Intelligence Unit in 2011 ist Melbourne die lebenswerteste Stadt der Welt. Viele Jahre hatte im entsprechenden Ranking Vancouver in der Liste von 140 Städten jeweils auf Platz eins gelegen, jetzt liegt die Olympiastadt 2010 auf Platz drei. Auch Wien hat die Kanadier überholt. Sicher ist man in Melbourne besonders stolz Sydney weit hinter sich gelassen zu haben. Die Hauptstadt von New South Wales folgt auf Platz sechs. Perth und Adelaide rangieren punktgleich auf Platz acht. Australien liegt mit seinen Städten weit vorne aufgrund geringen Bevölkerungsdichte des Landes insgesamt und relativ niedriger Kriminalitätsraten. Die Plätze vier und fünf sind wiederum Kanadier: Toronto und Calgary. Hamburg liegt als beste deutsche Stadt auf Platz 14, Frankfurt auf Platz 18 und Berlin auf Platz 22.
Economist Intelligence Unit: Liveability Ranking
Eckdaten zu Australien bei "The Economist"
Die Unternehmensberatung Mercer veröffentlicht jäghrlich eine Übersicht über die lebenswertesten Städte weltweit.
Die Plätze eins bis fünf belegten 2011 Wien, Zürich, Auckland, München und Düsseldorf. Sydney ist die am höchsten bewertetste Stadt in Australien in dieser Übersicht. Australien liegt hier im Vergleich zum deutschsprachigen Raum aufgrund der enorm hohen Hauspreise weiter hinten als in anderen Ranglisten. Ein weiterer Grund sind die vergleichsweise hohen Kosten in der Lebenshaltung im Vergleich zu Mitteleuropa. Weitere Städte im deutschen Sprachgebiet sind Frankfurt (7), Genf (8), Bern (9), Hamburg (16), Berlin (17), Nürnberg (24) und Stuttgart (28). Die Platzierung der australischen Städte ist im Schnitt deutlich schlechter: Melbourne (18), Perth (21), Canberra (26), Adelaide (30) und Brisbane (37).
http://www.mercer.com/qualityoflivingpr#City_Ranking_Tables
Mercer: Lebenswerteste Städte weltweit
Wikipedia EN: Übersicht der Rankings lebenswertester Städte
Bilder einer strikt gewerkschaftlich organisierten Industrie, die sich auf den Rohstoffabbau stützt, wie sie noch in den 80er Jahren gültig waren, sind veraltet. Die Rohstoffindustrie hat rationalisiert: Alte Stahlöfen werden abgeschaltet, unprofitable Kohle-Gruben dichtgemacht - die Entlassungen, die dies zur Folge hatte, wurden durch Abfindungen abgefedert.
Der billige "Aussie-Dollar" erwies sich Ende der 90iger für die Rohstoffindustrie des rohstoffreichen Landes als zusätzlicher Rettungsanker.
"Good governance" wird besonders beim Vergleich zwischen Indonesien und Australien deutlich: Das rohstoffreiche Indonesien hätte eigentlich die gleichen Voraussetzungen wie Australien gehabt, hat aber den Reichtum durch Vetternwirtschaft und Korruption verschleudert.
In der Industrie, besonders in der Computerbranche und Elektronik, fehlt es an Leuten. Aber auch hier gibt es, wie in den USA, einen Ausweg: Australien lässt vorwiegend qualifizierte Einwanderer ins Land.
Informationen zur Einwanderung
Zwischen 2001 und 2008 stieg nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) der bilaterale Handel zwischen Australien und Deutschland jährlich durchschnittlich um gut zehn Prozent. 2009 belief sich der deutsch-australische Handel auf insgesamt rund 10,4 Mrd. Euro, wovon rund 8,4 Mrd. Euro auf deutsche Exporte entfielen. Deutschland importiert hauptsächlich Bodenschätze wie Erze und Kohle.
Deutschland ist zehntwichtigster Handelspartner Australiens weltweit und nach Großbritannien die Nummer 2 in der EU. 18,6 Prozent des gesamten Handels zwischen Australien und der EU in 2009 wurden zwischen Deutschland und Australien abgewickelt. Deutsche Direktinvestitionen in Australien beliefen sich 2008 auf 9,77 Mrd. Euro, während australische Unternehmen 5,65 Mrd. Euro in Deutschland investiert hatten.
German-Australian Chamber of Industry and Commerce - Deutsch-Australische Auslandshandelskammer
Alle zwei Jahre wird eine "Australia Germany Business Conference" veranstaltet - abwechselnd in Deutschland und Australien. Organisiert wird diese Konferenz von der Australian German Association und der Deutsch-Australischen Industrie-und Handelskammer. Themen sind meist Deutschland und Australien als Investitionsstandorte, Forschung und Entwicklung sowie Medien und Kommunikation. Gäste sind in der Regel hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft beider Länder.
Western Australia German Business Association (WAGBA) in Perth
Austrian Foreign Trade Office in Sydney
Swiss Australian Chamber of Commerce and Industry (SACCI) in Sydney
Nach deutschen Mitarbeitern müssen die Unternehmen nicht lange suchen. Sie werden von Angeboten aus dem Mutterhaus und Direktbewerbungen überschwemmt: Die Deutsch-Australische Kammer erhält pro Jahr mehr als 600 Anfragen, die sich auf Jobs und Praktika beziehen - Tendenz steigend.
Bei einem von der Bertelsmann-Stiftung vorgelegten "Internationalen Standort-Ranking" der Industrienationen in lag Australien 2004 auf Platz 3, die Bundesrepublik Deutschland belegte den letzten Platz unter den 21 untersuchten Ländern. Spitzenreiter der Studie war Irland. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die USA und Australien. Im Mittelfeld rangieren unter anderem die Niederlande, Österreich, Grossbritannien, die Schweiz und Japan.
Die Bertelsmann Stiftung legt alle zwei Jahre ein Standort-Ranking vor. Gemessen wird anhand eines so genannten Erfolgsindex die aktuelle Situation des jeweiligen Landes hinsichtlich der beiden Kernbereiche Arbeitsmarkt und Wirtschaftswachstum. In einem zweiten Schritt wird ein so genannter Aktivitätsindex ermittelt, der die politischen Massnahmen zur Verbesserung der Situation widerspiegelt. Dieser wird gemessen an Grössen wie Investitionen, Staatsverschuldung oder Abgabenlast.
Während die Wirtschaft in Mitteleuropa nicht recht in Schwung kommt, lockt Australien mit vergleichsweise hohen Wachstumsraten und stabilen Eckdaten. Investoren koennen daran teilhaben. Dabei sind allerdings auch die Risiken zu berücksichtigen.
Wirtschaftsfaktor Tourismus
Australische Aktien an europäischen Börsen
Informationen zur Währungskurs-Entwicklung
Informationen zu Arbeitsmöglichkeiten
Informationen zu Einwanderungsmöglichkeiten
Austrade (e)
Australische Handelsorganisation.
Deutsch-Australische Handelskammer
Ausführliche Site zu den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Australien
Goethe-Institut, Melbourne
u.a. mit dem deutschen Netzwerk in Australien - die "deutschen Beziehungen" werden hier transparent gemacht. Auch über die Präsenz deutscher Industrie in Australien findet sich ein kurzer Abriss.
Ausserdem Querverweise zur Austrian Foreign Trade Office sowie der Swiss Australian Chamber of Commerce and Industry.
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Informationen Stand 29.12.11