Eine der "schönsten" Eigenschaften des Cyberspace-Zeitalters: Das "lästige" Postkarten-Schreiben entfällt, wenn die Freunde E-Mail haben. Eine kleine Rundmail an alle, die sich für die jüngsten Erlebnisse interessieren, tut es doch auch. Als Datei hängen echte Cyberfreaks dann gleich noch die jüngsten Digitalaufnahmen aus dem Urlaub an. Dafür finden sich in Australien viele Möglichkeiten.

Aber auch um die jüngsten Infos zur Reiseplanung abzurufen (Wetterbericht, Strassenzustand etc.) - zum Beispiel über unsere Tour-Tools abzurufen - ist der Zugriff auf das WWW während des Urlaubs sinnvoll.


Mobiler Internetzugang: Mit dem Laptop durch Australien



Internetzugang auf Reisen mit eigenem Gerät

Der "mobile Datennomade" hatte noch bis vor einigen Jahren typischerweise ein Ethernet-Kabel in seinem Gepäck und versuchte über das Modem seines Laptops zu Anbietern wie Attglobal eine dünne Internet-Verbindung vom Hotelzimmer aufzubauen. Diese Spezies stirbt mehr und mehr aus wobei es in Hotels für Geschäftsreisende durchaus noch üblich ist eine Internet-Verbindung über Ethernet-Kabel aufzubauen.

Weitaus zeitgemässer ist jedoch der kabellose Zugang über WLAN (wird auch als Wi-Fi bezeichnet). Das eigene Endgerät, dass einem den Zugriff ins Internet ermöglicht, kann dabei sowohl ein Notebook/Laptop oder Netbook mit Wireless LAN-Karte sein wie auch ein internetfähiges Mobile Telefon oder auch ein internetfähiger Multimedia-Player - beispielsweise ein iPod Touch, der für das schnelle Überprüfen von E-Mails oder mal dem Abrufen einer detaillierten Wettervorhersage durchaus seinen Charme hat. IT-Freaks laden auch gerne mal "on Tour" neue Fotos und ein Update des Reiseberichtes in einen Blog.

Internetzugriff bei Unterkünften

Bei der Selektion einer Unterkunft lässt sich heute schon vielfach in den entsprechenden Unterkunftsdatenbanken auswählen, ob die Unterkunft Zugriffsmöglichkeiten per LAN und/oder WLAN auf das Internet bietet. Wichtig ist jedoch hierbei auch darauf zu achten, wo und mit welcher Qualität in der Datenübertragungsrate ein solcher Zugriff erfolgen kann. In der Regel wird man daran interessiert sein einen solchen Zugriff vom eigenen Zimmer aus durchzuführen. D.h. es ist bei einer Reservierung einer Unterkunft immer sinvoll anzumerken, dass man ein Zimmer wünscht, in dem auch tatsächlich WLAN Abdeckung existiert.

Internetzugriff auf dem Campingplatz

Kabelloses Surfen im Internet ist mittlerweile auch auf australischen Campingplätzen Alltag. Der australische Marketing-Verbund der Campingplätze "Big4" bietet beispielsweise auf vielen Plätzen Zugriff auf das Net4 Netz. Eine Flat Fee für ein Jahr WLAN-Zugriff auf Big4 Plätzen kostete zum Zeitpunkt unserer letzten Recherche im Juli 2012 55 AUD. Im online abrufbaren Big4 Caravanparkführer sind die "WLAN-Plätze" mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet.

Big4 Flat Fee - 1 Jahr WLAN


WLAN Hotspots finden



Die Zugänge für WLAN-fähige Geräte werden als "Hotspots" bezeichnet. Diverse Übersichten finden sich hierzu im Internet. Eine übergreifende Suche über freie und kostenpflichtige Netzzugänge ermöglicht beispielsweise der Dienst "WeFi".

JiWire

Auf jeden Fall sollte man zur Recherche auch noch die "Hotspot Finder" der jeweiligen grossen Telefongesellschaften des Landes hinzuziehen (z.B. von Telstra).
HotSpots von Telstra

Auch die Nachfrage bei Internetcafes vor Ort ist erfolgversprechend, da viele den Marketingwert einer öffentlichen Listung in solchen Übersichten (und die Anzahl von Reisenden, die mit dem Notebook unterwegs sind) bis dato noch unterschätzen. Zu den Gastronomie-Ketten, die ihren Kunden in Australien Netzzugriff per Hotspot gewähren zählen Starbucks und Mc Donalds.

Kostenlose Wi-Fi Hotspots sind eher selten, nachfolgend ein paar Übersichten:
Wi-Fi-FreeSpot Directory
Whirlpool: Free WiFi Hotspots
free-hotspot

Vereinfachter Zugang

Man kann sich weltweit in diverse Netze einwählen und hat dafür immer wieder mit unterschiedlichen Zugangsdaten zu kämpfen. Dafür gibt es wiederum Unternehmen, die das Management mobiler Geräte und Verbindungen vereinheitlichen. Ein möglicher Anbieter ist "iPass". Mit Hilfe entsprechender Software und Services, einer Sicherheits-Validierung der Verbindung und einheitlicher Rechnungsstellung wollen deartige Dienstleister das mobile Arbeiten erleichtern.
iPass

Sicherheit

Wer auf fremde WLAN-Netze zugreift. sollte sich auch über die Sicherheit seiner Datenübertragung Gedanken machen. Gerade beim Austausch sensitiver Betriebsdaten empfiehlt sich die Verwendung eines "Virtual Private Network" (VPN).


Zugang via Mobiltelefon



Bequem, aber immer noch relativ teuer nicht immer sehr schnell ist der Zugang über das Mobiltelefon - in Australien "wireless broadband" genannt, wobei der Begriff Breitband in manchen Regionen schlichtweg ein Wunsch ist. Ein herkömmliches GSM-Handy kann per Kabel, Infrarotschnittstelle oder Bluetooth mit dem Laptop verbunden werden. Es bietet je nach zur Verfügung stehendem Übertragunsmöglichkeiten eine Übertragungs-Geschwindigkeit von 9,6 KB/sec über max. 96 kbit/s (GPRS) bis hin zu mehreren MBit/s (UMTS oder HDSPA).

Achtung: Die Kosten für den Abruf von Daten durch "Daten-Roaming" (also den Zugriff auf das australische Netz über eine Telekommunikationgesellschaften aus dem deutschsprachigen Raum) in Australien sind zum Teil horrend - 1MB kann leicht mehr als ein Euro kosten, unbedingt zuerst prüfen ob nicht per WLAN zugegroffen werden kann. Dies trifft auch und insbesondere die iPhone-Fans!

Sofern Ihr Laptop nicht über ein eingebautes Modem verfügt, benötigen Sie noch ein externes Modem, das beispielsweise den 3G-Standard bereits unterstützt. Es wird in Australien von den Mobilfunknetzbetreiber hauptsächlich als USB-Stick angeboten. Natürlich kann sich solch ein Modem auch in Deutschland, Österreich oder der Schweiz kaufen. Manche Notebooks sind auch mit einem solchen Modem ausgerüstet.

Aus Kostengründen ist es ähnlich wie bei der mobilen Sprachtelefonie durchaus empfehlenswert, eine Karte von einem australischen Anbieter ("Prepiad") vor Ort zu kaufen. Hier ist man nicht an einen Vertrag gebunden kauft das Datenvolumen nach Bedarf im Voraus ein. Zu beachten ist, dass bei manchen Verträgen nicht genutztes Datenvolumen nach gewisser Zeit (z.B. 30 Tagen) verfallen kann. Informieren Sie sich bereits vor der Abreise über die aktuellen Angebote der australischen Mobilfunk-Anbieter. Nachfolgend Links zu den Prepaid-Angeboten für den Datenzugriff der Mobilfunkbetreiber.

Surfsticks

Nach unseren Recherchen und den Erfahrungen unserer Foren-Mitglieder ist Telstra mutmaßlich der Anbieter, der sich am besten eignet, wenn man mit dem eigenen Notebook oder Netbook und einem „Surfstick“ (SB-Stick der einem den Zugriff auf das mobile Datennetz ermöglicht) in Australien online gehen möchte. Telstra bietet mit seinem mobilen Breitbandnetz („mobile Broadband“) auch in den größeren Orten im Outback Abdeckung. Man sollte sich allerdings nicht zu viel von den Daten-Übertragungsraten versprechen. Für das Abrufen und den Versand von Texten und kleinen Bildern sind sie jedoch auch außerhalb der großen Städte oft ganz passabel.

Das sogenannte “Next G” Netzwerk (abgeleitet vom Begriff “next generation”) erreicht laut Telstra 99 Prozent der Bevölkerung mit einer durchschnittlichen Downloadgeschwindigkeit von 1,1MB/s. Dieses Netz nutzt die 850 MHz.

Surfsticks aus Deutschsprachigen Ländern oft nicht verwendbar

Wer bereits einen USB-Stick zum mobilen Surfen im deutschsprachigen Raum einsetzt, kann nicht unbedingt in Australien diesen auch wieder verwenden. Grundvoraussetzung für den Einsatz Down Under ist das er Stick nicht ausschließlich an einen bestimmten Telekommunikationsanbieter gebunden ist (nicht „SIM-locked“).

Die meisten „Surfsticks“ aus dem deutschsprachigen Raum UMTS/3G-Modus sind auf die Frequenz 900 oder 2100 MHz eingerichtet. Damit lassen sich eventuell die Wettbewerbervon Telstra - Optus oder Vodafone – nutzen (noch nicht getestet durch die Redaktion). Nach Erfahrung unserer Forennutzer konnte z.B. ein deutscher Vodafone-Stick mit einer australischen Vodafone SIM-Karte betrieben werden. Allerdings gibt es zu Vodafone auch diverse Foren-Nutzer, die mit der Qualität des Services von Vodafone in Australien für die mobile Datenkommunikation nicht zufrieden waren.

Mobiler WLAN Hub

Für 99 AUD bot Telstra zum Zeitpunkt unserer Recherche im Juli 2012 ein Package unter dem Titel "Telstra Elite Mobile Wi-Fi (MF60)" und ein Kontingent von 5 GB Datentransfer, der binnen 90 Tagen verbraucht sein muss. Etwaiges Restguthaben beim Datentransfer entfällt. Weitere Kosten entstehen keine – also auch keine monatlichen Mindestgebühren. Nach Verbrauch des Transfervolumens kann neues Volumen hinzugekauft werden. Das gehe an über 5500 Verkaufsstellen in Australien, beispielsweise in Nachbarschaftsläden wie 7-Eleven oder bei Woolworths.

Man erhält als Hardware ein kleines, leichtes Gerät, das sich in das mobile Breitband von Telstra einwählt und mit dem man mit bis zu fünf Geräten kabellos ins Internet gehen kann – wie sonst über einen WLAN/Wi-Fi Hotspot. So kann man entweder die Notebooks mehrerer Mitreisender oder aber auch seine eigenen WLAN-tauglichen Geräte wie Smartphones oder einen iPod Touch mit dem Internet verbinden. Das Gerät soll laut Telstra bis zu vier Stunden Webzugriff am Stück ermöglichen, danach muss der Akku wieder aufgeladen werden.
Telstra: Netzabdeckung für mobiles Breitband
Telstra: Kostenübersicht für mobiles Breitband
Telstra: Surfstick- Packages


Optus
Telstra
Virgin Mobile
Vodafone

Datenübertragungsraten: Zu beachten ist, daß die Möglichkeiten für schnelle Datenübertragung mit GPRS bzw. UMTS meistens nur in den Ballungsräumen möglich sind. Sie werden im Outback diese Möglichkeiten kaum vorfinden. Und wenn diese Variante als "Internet per Satellit" angeboten wird, ist sie meist erschreckend teuer.

Whistleout bietet auch einen Tarifrechner. Bringt man sein eigenes Gerät (z.B. Tablet oder Smartphone) mit und will darin lediglich die SIM-Karte auswechseln, gibt man bei der ersten Auswahlmöglichkeit die Option "SIM-Karte" ein und wählt bei der zweiten Auswahl als bisherigen Anbieter "none" sowie "Prepaid" als gewünschte Tarifoption. Neben dem Preis sollte man auch noch auf die gewünschte Netzabdeckung achten...
Whistleout: Tarifrechner


Öffentlicher Web-Access in Bibliotheken



Neben den kommerziellen Internetcafes gibt es auch noch weitere Stellen zum Netzsurfen: Z.B. öffentliche Bibliotheken.

Die Büros von "Student UNI Travel" bieten ausländischen Besuchern die Möglichkeit 15 Minuten kostenfrei aufs Internet zuzugreifen.


Internet-Cafés



Detailinformationen zu den australischen Internet-Cafes wie Adressen, Öffnunsgzeiten, Tarife etc. finden sich zusammengefasst auf einigen Seiten:
Cybercafes Australia
Liste der Australian Public Internet Access Points
World of Internetcafes

Es handelt sich dabei jedoch jeweils um keineswegs vollständige - Übersichten zu Internetcafes und öffentlichen Internet-Terminals. Es gibt noch viel mehr und der Markt verändert sich fast blitzartig.


Travel Mail-Box einrichten



Wer auf Reisen unabhängig von seinem Provider E-Mails empfangen will, kann sich einen neuen Provider-unabhängigen E-mail-Account besorgen. Allerdings erlauben auch viele nationale Provider wie T-Online den Abruf und das Versenden von EMails über eine Web-Schnittstelle, die von überall in der Welt aus erreicht werden kann. Die Entscheidung, welche Mailbox von welchemProvider genutzt werden soll muß jeder für sich treffen, hier können wir leider keine Empfehlung aussprechen.

Aus Sicht der Redaktion von AUSTRALIEN-INFO.DE ist auch noch wichtig, ob man sich die Mails weiterleiten lassen kann und welche Speicherbegrenzung für den Account existiert. Ersteres spielt eine Rolle, wenn man nach der Reise den "Travel Account" auf die normale heimische E-Mail umleiten will, damit man nicht immer online die E-Mails lesen muss.


Sicherheitstipps




 
 
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