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Natur - Nationalparks, Pflanzen & Tiere



Es gibt eine Gruppe von Büchern, für die man meist erst während einer Australien-Reisen besonderes Interesse entwickelt: Bestimmungsbücher für Pflanzen und Tiere. Wir möchten Ihnen einige vorstellen, bei denen es sich lohnt sie schon vor dem Abflug nach Australien im Reisegepäck dabei zu haben.

Australien Natur-Reiseführer - Tiere und Pflanzen am touristischen Wegesrand

   aus Deutschland aus Australien
sehr empfehlenswert [Dr. Lutz Fehling]
Im europäischen Sommer 2003 legte Dr. Lutz Fehling erstmals sein umfassendes Werk zur australischen Tier- und Pflanzenwelt vor. Vier Jahre später - zum Start der zweiten Ausgabe - kann man mit Fug und Recht behaupten, dass dieses Buch zur Standardbibliothek über Australien in deutscher Sprache gehört. Dieses Buch hat die höchste Auszeichnung, die wir intern in der Redaktion vergeben: "Muß mit - leg's unbedingt in unsere Bordbibliothek". Wir haben die außerordentliche Freude das Buch eines Enthusisasten vorzustellen, der ein Buch geschrieben hat das einem während einer Australien-Reise ans Herz wachsen wird. Die zweite Auflage widmet sich auch "Aotearoa"- dem Land der langen weißen Wolke, wie die Maoris Neuseeland nennen.

Fehling hat einige Tausend seiner Bücher verkauft und bewiesen, dass seine akribische Liebe zum Detail von vielen Lesern geteilt wird. Bei Amazon.de überschlagen sich fast die Bewertungen. Wir zitieren mal ein paar Ausschnitte:

  • "sehr gut zu lesen, übersichtlich, umfassend und sehr anschaulich"
  • "interessant, vielseitig, voller Informationen".
  • "Wo welches Tier lebt oder welche Pflanze wo wächst, oder was als Buschnahrung verwendet werden kann das findet man in deutscher Sprache nirgends so genau beschrieben."
  • "Auf unserer diesjährigen Australien Reise konnten mein Mann und ich ca. 90 % der Tiere und Pflanzen, die wir am Wegesrand entdeckt haben, identifizieren. Zwischen uns ist teilwiese ein richtiger Wettlauf entbrannt, wer als Nächster etwas Neues entdeckt und dann im Naturführer nachschlagen kann."
  • "passt noch gut in jeden Rucksack und kann somit auch zu Wanderungen mitgenommen werden."
Seinen Doktortitel erhielt der Geograph Lutz Fehling anno 1977 mit einer Arbeit über "Die Eisenerzwirtschaft Australiens" - ein Thema dass angesichts des Rohstoffbooms derzeit aktueller denn je ist. Seit 1985 ist Fehling in Brisbane zu Hause. Seit 1990 leitet er Studienreisen und gilt mittlerweile als einer der profiliertesten Reiseleiter. Er führte bereits Tausende von deutschsprachigen Reisegästen auf über hundert mehrwöchigen Touren durch seinen Wahlheimat. Fehling ist ein Australien-Begeisterter durch und durch und wer ihn einmal getroffen hat der wird wohl auch den Australien-Bazillus nicht mehr los. Fehling gelingt das Künststück seine Begeisterung auf unterhaltsame Weise zwischen zwei Buchdeckel zu bekommen und dabei gleichzeitig eine Marktnische zu füllen.

  • Wer die australische Tier und Pflanzenwelt kennen lernen will, steht in der Regel vor der Qual der Wahl (und der Kilos): In den Besuchszentren der Nationalparks finden sich zahlreiche Schriften und Bücher. Einige davon haben sich auch bei deutschen Urlaubern zu Klassikern entwickelt, wie die kleinen "Field Guides" für die Hosentasche im A6-Format. Andere Bücher sind wahre Wälzer, die weder für die Hosentasche, den Rucksack oder das Handschuhfach geschrieben wurden und daher meist erst zuhause gelesen werden. Die besten Bestimmungsbücher reisen aber mit und werden "vor Ort" eingesetzt, denn wer erinnert sich Tage später noch an die Details. Die allerbesten Bücher dienen aber nicht nur der Bestimmung sondern bereits der Vorabplanung. Welche Tiere und Pflanzen möchte man in seinem Urlaub in "freier Wildbahn" sehen. Wo ist das am besten möglich? Genau darauf hat Fehling eine 360 Seiten starke Antwort gefunden.
  • Von Beruf ist Fehling als Leiter von Studienreisen sozusagen "professioneller Urlauber". Er lebt seit 1985 in Australien, genauer in Brisbane. Bei fast jeder seiner über hundert ausführlichen Reisen über den Kontinent musste er immer einige Kilogramm Literatur, in der Regel auch nur in Englisch, für seine wissensdurstigen Reisegäste mitnehmen. Seit 2003 gibt es nun sein Kompaktwerk, - eben den "Fehling", scherzhaft auch schon "Fehlipedia" genannt, weil eigentlich kaum eine Frage zur australischen Tier- und Pflanzenwelt unbeantwortet bleibt.
  • Das Buch wird von Studienreisenden wie Individualreisenden gleichermassen geschätzt. Es ist kompaktes, handgepäck-tauglich und anschaulich. Fehling ist in der Lage zwischen interessanten Details und überflüssigem Wissensballast zu differenzieren. Aus seiner Erfahrung als Studienreiseleiter kennt er die typischen Fragen der Reisenden. Fehling verspricht in seinem Untertitel, dass die von ihm porträtierten Pflanzen und Tiere "am touristischen Wegesrand" liegen. In der Tat machen eindeutige Beschreibungen nachvollziehbar, wo die besten Beobachtungsplätze in Australien sind (sog. "Hot Spots"), um die Pflanzen und Tiere in ihrer natürlichen Umgebung selbst erleben zu können.
  • Fehling selektiert die 585 Tier- und Pflanzenarten aus der Perspektive des Reisenden. Er stellt überwiegend einheimische australische, aber auch eingeführte Arten vor, die dem Reisenden aus Mitteleuropa wenig vertraut sind. Ihre Namen sind in Deutsch, Englisch und Latein angegeben. Neu in der zweiten Auflage sind 64 neuseeländische Arten - dort ist das Buch sogar viersprachig weil auch noch die oft sehr klangvollen Maori-Namen erwähnt werden. Die Verbreitung von Pflanzen und Tieren wird jeweils kartographisch vorgestellt. Auf 37 Sonderspalten werden wichtige Tier- und Pflanzengruppen mit ihren besonderen Merkmalen eingehender beleuchtet. Das dreisprachige Register glänzt mit über 5000 Stichwörtern.
  • Einzigartig sind die eigens für dieses Werk angefertigten Aquarell-Handzeichnungen. Fehling: "Fast alle guten Bestimmungsbücher greifen auf Zeichnungen zurück, da charakteristische Details etwas überzeichnet werden können, und so der Leser leichter sein gesuchtes Tier oder seine zu bestimmende Pflanze zuordnen kann. Darüber hinaus können komplexere Vorgänge oder Sachverhalte in der Natur anschaulicher dargestellt werden. So lässt sich beispielweise bei einem Baum gleichzeitig Rinde, Blatt, Blüte und Frucht abbilden. Ein schönes Beispiel aus der Tierwelt ist, wie der Schützenfisch gerade sein Insektenopfer abschießt."
  • Wie kann ein Buch gleichzeitig zu- und abnehemen? Das Geheimnis liegt in der optimierten Verarbeitung: Fehling bietet in der zweiten Auflage mehr Seiten (360 statt 318), einen abwischbaren Einband, abgerundete Ecken (weil die im Handschufach nicht so schnell schmuddelig werden) und schafft es trotzdem noch mal um ca. 15 g leicht abzuspecken.
Ideal auch für Kinder ab etwa 8/9 Jahren

Überraschenderweise erreicht dieses Buch auch aufgrund seiner liebevollen Zeichnungen eine Zielgruppe an die man zunächst viellleicht gar nicht denkt: Kinder. Mit wachsender Begeisterung saugen sie kleine Details auf - etwa die Sprungweite eines Riesenkänguruhs von 13 m (zu Vergleich: einheimische Hische schaffen 11 m) - und decken mit ihrem unbändigen Wissensdrang auch noch klitzekleine Lücken auf ... "Wie schnell fliegt eigentlich so ein Adler?" (Das steht dann sicher in Ausgabe 3)

Fehlings Werk gilt unter seinen Kollegen der Reiseleiter-Zunft mittlerweile auch als "idealer Spickzettel": Statt einer schweren Bordbibliothek reicht dieses Kompendium um die gesamte australische Fauna und Flora eindrucksvoll zu erklären. Auch das ist eine Auszeichnung.

PDF-Leseproben von der Verlags-Homepage: Pflanzen
PDF-Leseproben von der Verlags-Homepage: Pflanzen: Tiere



Lonley Planet: Walking Australia

aus Australien
sehr empfehlenswert [Sandra Bardwell]
Die neue, deutlich erweiterte Ausgabe von 479 Seiten setzt Meinung der Redaktion auch in diesem Bereich der Reiseführer den Qualitätsmassstab. Vorgestellt werden Wanderungen von halben Tagen bis zu zwei Wochen innerhalb aller australischen Staaten sowohl in Küstengebieten, wie in alpinen Zonen und in einer Regenwaldumgebung. Es werden auch neue Strecken vorgestellt - zum Beispiel in den Gammon Ranges und auf Hinchinbrook Island und natürlich auch klassische Wanderungen wie der Overland Track, Mount Feathertop, Wilpena Pound, und Mount Jagungal. Ein Farbteil zeigt ausführlich Flora und Fauna.
neu Dezember 2000


Lonley Planet: Wildlife Watching Australia

aus Australien
sehr empfehlenswert [Jane Bennett]
Ein absoluter Liebling unserer Redaktion! Wann lassen sich welche Tiere wo beobachten? Was bieten ie Nationalparks an Wildlife auf den Wanderwegen? Wer in Australien nicht nur per Zufall in freier Wildbahn Tiere entdecken will, bekommt hier den idealen Begeliter. Schon für die Reiseplanung ist den Fans von Wallaby, Wombat, Krokodil, Känguru und Koala dieser Führer wärmstens ans Herz zu legen. Schliesslich lohnt es sich eine Tour auf die Beobachtungsmöglichkeiten der Tierwelt abzustimmen. Karten, ausführliche Tierporträts, interessante Farbaufnahmen, Insider-Tipps.... Diesen Reiseführer hat auch die Redaktion im Handschuhfach auf der Tour dabei.
neu Ende 2000


Reise Know-How Australien: Die schönsten Nationalparks

aus Deutschland
sehr empfehlenswert [Hoff Verlag]
Noch mal ein Buch, dass bei den Redakteuren von AUSTRALIEN-INFO.DE immer im Handschufach mitreist: Das sehr detaillierte Buch beschreibt annähernd 300 Nationalparks, von denen ca. 100 ausführlich mit ihren landschaftlichen Besonderheiten, Planzen und Tieren dargestellt werden. Die Beschreibungen werden durch mehr als 70 detailierte Karten zu den Parks ebenso ergänzt wie durch praktische Tips zu Übernachtungsmöglichkeiten, Anfahrtswegen, Wanderungen und Reisezeiten sowie zahlreiche weitere Fakten. Hilfreich ist die umfangreiche Übersetzungshilfe zu australischen Tieren und Pflanzen sowie das umfangreiche und vorbildliche Register.


BLV Reiseführer Natur Australien

aus Deutschland
sehr empfehlenswert [Brigitte Fugger / Wolfgang Bitermann]
Alle bedeutenden Natursehenswürdigkeiten in Wort & Bild, ausführliche Beschreibung von Landschaft, Geologie, Fauna und Flora, Schutzgebieten und Wander- und Beobachtungsmöglichkeiten. Die Serie hat 1998 ein Facelifting bekommen (und ist im Vergleich zu den ersten Auflagen deutlich preisgünstiger geworden!!) Die technischen Daten: 239 Seiten mit 192 farbigen u. 77 schwarz-weiss Fotos, 34 Karten.
Einer der Lieblingsreiseführer der Redaktion, speziell für Natur-Fans. Sehr gut für die Vorbereitung und für den Gebrauch vor Ort.


Kosmos Natur-Reiseführer Australien

aus Deutschland
noch ohne Bewertung [Donatus Fuchs, Martin Baehr]
288 Seiten, 1998 erschienen. Eine gelungene Kombination aus Reiseführer und Bestimmungsbuch mit 250 Tier- und Pflanzenarten in Text und Bild.


Abenteuer Trekking bei Bruckmann: Australien

aus Deutschland
sehr empfehlenswert
Immer mehr Menschen wollen beim Trekking die Natur in ihrer ursprünglichen Form erleben. Trekking bietet wie keine andere Outdoor-Aktivität die Möglichkeit zur Verwirklichung langgehegter Sehnsüchte. Zum Erlebnis unverfälschter Natur gesellt sich dabei die Chance besonders intensiver Begegnungen mit Menschen und Kulturen. Oft verlaufen Trekkingrouten auf uralten Wegen, die dem interessierten Trekker Zugänge zum Land und zu seinen Bewohnern eröffnen, die anderen verschlossen bleiben. Gerade diese Verbindung der freien Bewegung in der Natur mit der Begegnung interessanter Kulturkreise macht die eigentliche Faszination des Trekkings aus. Die Bände der Buchreihe werden von besonders intimen Kennern des jeweiligen Landes verfaßt und zeigen die vielfältigen Möglichkeiten auf, Trekking zu verwirklichen. Sie sind praktische Ratgeber und Ideenlieferanten zugleich und geben wertvolle Anregungen zu den verschiedenen Trekkingformen in unterschiedlichen Landschaften und Jahreszeiten.


Australien - Landschafts- und Natur-Reiseführer

aus Deutschland
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sehr empfehlenswert [Jürgen Apel & Heidi Rüppel; LSRB Verlag]
Dem Buch der beiden Diplom-Geographen merkt man deutlich die beiden akademischen Köche an. Konsequent faktenorientiert, penibel im Detail, exakt in der Beschreibung ist dieser Australien-Führer jenseits üblicher Reiseführer-Prosa. Der Nutzwert erstreckt sich hier auf Fachwissen, das vor Ort angewandt äussert spannend und lehrreich ist. Das Buch ersetzt fast die Führung mit einem ausgebildeten Ranger, nicht in puncto Entertainment - aber sicher wenn es um die Fakten geht. Gesteinszonen und Rohstofflagerstätten werden genau so behandelt wie die Vegetation.

Ausführliche Beschreibung und Rezension



Discover Australia's National Parks

aus Australien
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Ausführlicher Guide für die National Parks in Australien. Augeteilt nach Bundesstaaten werden die wichtigsten Parks detailliert mit Karten beschrieben. Dabei erfahren Sie vieles über Geschichte, Anreise, Fauna und Flora und allen Serviceleistungen im und um den Park. Die kleineren Parks werden kurz vorgestellt. Vereinfachte Bundesstaats-Karten zeigen die Lage der Parks. Ausserdem enthält das Buch zu jedem Staat detaillieres Kartenmaterial (Atlas) und allgemeine Outdoor- und Camping-Tips.


Lonley Planet: Cycling Australia

aus Australien

sehr empfehlenswert [Nicola Wells, Ian Connellan, Peter Hines, Lesley Hodgson, Neil Irvine, Catherine Palmer]
Ausführliche Beschreibung von 31 Radtouren dutrch Australien entlang herrlicher Strände, durchs Gebirge und das Outback.
neu 2001

Outback - Allradtouren



Im Outback - auch "Never, Never" genannt - müssen Sie einige Dinge zusätzlich berücksichtigen, die auf den geteerten Strassen keine Rolle spielen. Waschbrett-Pisten und "Bulldust" sind aber ein Dauerthema bei echten Outback-Touren. Die nachfolgenden Reiseführer beschäftigen sich auch mit diesen Themen.

Australiens Outback und Bush entdecken

aus Deutschland

sehr empfehlenswert [Elfi H.M. Gilissen]
Über die Autorin berichten wir in AUSTRALIEN-INFO.DE des häufigeren, so dass wir die Vorstellung von Elfi H. M. Gilissen kurz fassen: Sie zählt zu den Top-Experten über Australien im deutschsprachigen Raum und hat sich bereits mit qualitativ hochwertigen Reise- bzw. Sprachführern über Sydney und den Australischen Slang sowie über die australische Kultur einen Namen gemacht. Wir sparen uns die lobenden Worte über die Recherchequalität und den flotten Schreibstil: Wer schon ein Gilissen-Buch gekauft hat, wird ziemlich sicher ohnehin fast blind auch beim nächsten zugreifen.

Dieses Werk widmet sich ausführlich der Frage, wie man Australiens Bush und das Outback am besten für sich selbst erlebbar macht - und zwar aktiv mit allen Sinnen und nicht nur passiv aus dem Autofenster im Vorbeifahren. Es hilft dabei sich aus der Vielzahl der Erlebnismöglichkeiten die passende(n) herauszufiltern. Das kann beispielsweise die Reise mit einem Allradfahrzeug sein, eine Mountainbiketour oder Wanderungen auf Schusters Rappen.

Das Buch ist ein praktischer Führer für alle Entdeckungsfreudigen im geschickten Hosentaschenformat. Es eignet sich also nicht nur zur Reisevorbereitung sondern auch für unterwegs. Der beste Lesezeitpunkt ist jedoch nicht "on tour" sondern schon dann, wenn man überlegt wie die Australien-Reise geplant werden soll. So findet man Informationen, wie man in Australien an Naturschutzprojekten teilnehmen kann, wo, wie und mit wem sich Bushwalks besonders eindrucksvoll gestalten lassen. Das Buch versteht sich als Navigationshilfe bei der Reiseplanung, der Auswahl von Unterkünften, Essen und Trinken, dem Einholen von Genehmigungen, das Abschliessen von Versicherungen und dem Einkauf von Ausrüstung. Es vermittelt einen Gundeinstieg in die Tier- und Pflanzenwelt und verweist auf weiterführende Literatur- und Internetquellen.

Exemplarisch sei ein Kapitel herausgegriffen, dass mit "Tiere gekonnt beobachten" betitelt ist. Hier finden sich zahlreiche wertvolle Tipps bis hin zur roten Zellophanfolie, die das "Nightlife Watching" ermöglicht. Wer nach den paar Seiten dieses Kapitels auf den Geschmack gekommen ist, könnte das Thema mit dem Lonely Planet Guide "Wachting Wildlife Australia" weiter vertiefen. Gilissen darf sich anrechnen lassen auch auf zahlreiche Preziosen von Tier- und Pflanzenbestimmungsbüchern zu verweisen, die aus Australien selbst stammen oder im englischsprachigen Raum erschienen sind. Beispielsweise ....
Bushwalking in Australia von John und Monica Chapman
"Field Guide to Australian Wildflowers" von Denise Grieg (mit 1000 australischen Arten)
"Field Guide to Australian Birds" von Peter Slater (mit 750 australischen Vogelarten)
Dangerous Creatures of Australia von Marty Robinson



Australien-Outback-Manual

aus Deutschland
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sehr empfehlenswert [Christian Pehlemann]
Das Buch selbst ist seit seiner ersten Auflage anno 1991 ein zu Recht viel gelobter Klassiker, der zwischendurch einmal schon zu verstauben drohte. Mitte 2007 präsentiert sich die "Outback-Bibel" in ihrer vierten Auflage – endlich – komplett runderneuert und wieder uneingeschränkt empfehlenswert. Für die Neuauflage hat man wie schon Anfang der 90er wieder einen ganz eigenen Stil geschaffen. Wo wir noch bei der vorherigen Auflage ein angestaubtes Layout bemängelten, ist dies nun durchgängig zeitgemäß und ideenreich. 388 Seiten auf 16x21 cm mit 540 (!) häufig textbezogenen Abbildungen und 65 Lage- und Routenkarten – das bedeutet Information und Animation "satt". Als Zuckerl obendrauf hat Pehlemann dem Buch noch einen Panoramabild-Ausklapper gegönnt- mit fünf 360°-Ansichten, die sich dann auf 60 cm ausklappen lassen – eine exklusive Form von "Weite" in einem Buch.

Das Buch macht Lust das australische Outback zu bereisen und sollte idealer Weise bereits ganz zu Anfang einer Reiseplanung herangezogen werden. Die üppige Bebilderung liefert klare Anhaltspunkte welche landschaftlichen Attraktionen, Tiere und Pflanzen auf den vorgestellten Routen zu erwarten sind. Das Outback-Manual ist übrigens so hochwertig produziert, dass es durchaus eine Überlegung wert ist, ob man auf die Tour selbst nicht dann lediglich Kopien der betreffenden Seiten mitnimmt, statt des ganzen ausführlichen Werks. Die Schreibweise ist locker, ganz wie der Umgang im australischen Outback. Diverse Themen werden in kurzen Hintergrundbeiträgen vertieft.

Der "Vater" des umfassenden Werkes ist nach wie vor - Christian Pehlemann. Er war von 1977 bis 1997 Chefredakteur des Reisemagazins tours und bürgt für solide Recherche und inhaltlichen Tiefgang. So mancher hat bei Pehlemann sich für seine Bücher "inspirieren" lassen – um es vorsichtig auszudrücken. Wüstenfuchs Pehlemann ist im Outback zuhause – das spürt man durch und durch. Er weiß welche Informationen für Reisende wichtig sind – wie die Tipps zur Fahrzeugauswahl. Pehlemann geht aber auch auf essentielle Faktoren ein wie die Lage artesischer Brunnen und anderer Wasserlöcher oder den Tankmöglichkeiten im Outback. Ausführlich widmet sich der Autor den Tipps & Tricks um das Auto und die Fahr- und Reparatur-Technik. Man lernt wie man in Wasser- und Sandlöchern und bei Flussdurchquerungen zu navigieren hat.

Das Manual stellt 30 Routen in Australien vor (mit den Unterteilungen sogar noch mehr). Eine Startseite bietet Vorabinformationen und eine subjektive Einschätzung der Route, Lagekarten und Routenkarte. Einfache Standardstrecken werden mit grüner Kopfleiste gekennzeichnet, Alternativen in blau und reine Geländewagen-Strecken in anderer Codierung. Die Übersichtskarten im Umschlag sind nun ausklappbar und können daher bequem während der Lektüre benutzt werden.

Was gibt es für eine fünfte Auflage noch zu wünschen? Vielleicht eine kleine Internetseite, die Updates zum Buch vermittelt und auch noch Hintergrund-Links zu den Routenzielen liefert, gerade solchen die zur Planung wichtig sind, wie von Nationalpark-Seiten, Informationen zur Straßenbeschaffenheit etc.

Und noch eine gute Nachricht kommt hinzu: Das Buch wurde im Vergleich zur vorherigen Auflage sogar günstiger – und kostet nun statt 24,90 Euro nur noch 19,80 Euro.



Reise Know-How Australien: Outback-Handbuch

aus Deutschland
sehr empfehlenswert [Hoff Verlag]
Das ausführliche Buch hilft einem ungemein, wenn man sich in die Welt des Outbacks wagen will. Es enthält nützliche Hinweise zur Reisevorbereitung (Fahrzeugwahl, Ausrüstung, Werkzeug, Streckenauswahl u.a.), eine Menge praktischer Tips für unterwegs (u.a. Hinweise zum Fahren in Sanddünen und bei Flussdurchquerungen, Verhalten im Notfall und wertvolle Tips zur Ersten Hilfe bei Autoreparaturen).

Fundiertes Hintergrundwissen zum Outback, zu seiner Geschichte, Landschaften, Fauna und Flora, der Kultur der Aborigines sowie der weissen Besiedlung ergänzen die Informationen ebenso wie unterhaltsame Hintergrundartikel zu einzelnen Themen.

Besonders nützlich sind die ungewöhnlich präzisen Beschreibungen von mehr als zwei Dutzend Outback-Strecken, die einem auch in der tiefsten Abgeschiedenheit ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln vermögen. Ergänzt werden die Routenbeschreibungen durch übersichtliche Karten.



Discover Australia by 4Wheel Drive

aus Australien
Dieses Buch können Sie bequem online bestellen. Klicken Sie einfach auf den Bestell-Button links.

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empfehlenswert [Rod & Viv Moon]
390 Seiten ausführlicher Information für Allrad-Fans. Beginnend mit Ausflügen von den Städten bis zu den bekannten und weniger bekannten Tracks. Inklusive komplettem Strassenatlas von Australien. Die Autoren gelten in Australien als absolute Experten für Allrad-Touren.


Lonely Planet Outback Australia

aus Australien
noch ohne Bewertung [Denis O' Byrne]
536 Seiten

Tauchen



Islands of Australia's Great Barrier Reef

aus Australien
sehr empfehlenswert [Lonely Planet Verlag]
Wer nach Australien fliegt, um wirklich "Down Under" zu gehen, der braucht einen Spezial-Guide der auch die Welt unter Wasser beschreibt. Mit diesem Buch kann man eintauchen in eine atemberaubende Welt. Aber auch die Inselwelt über Wasser - mit Flora und Fauna - wird vorgestellt.


Diving & Snorkeling Australia's Great Barrier Reef

aus Australien
sehr empfehlenswert [Len Zell - Lonely Planet Verlag]
176 Seiten voller Unterwasserinfos in gewohnter Lonely Planet-Qualität. Durchgängig in Farbe! Mit Tauchtiefenübersicht und -konditionen, Übersicht zu den Wassertieren und -pflanzen (auch den gefährlichen) common and hazardous marine life, den Top-Tauchspots und Hinweise auf Tauchorganisationen und Umweltschutzverbänden. Unsere Meinung: Pflichtlektüre für Tauchfans!


Diving & Snorkeling Guide to Australia

aus Australien
empfehlenswert [Len Zell - Lonely Planet Verlag]
Vom Autor von "Dive Australia". Nicht nur das Great Barrier Reef - auch die weiteren 20.000 Küstenmeilen haben etwas zu bieten. Von Byron Bay bis Tasmanien und anschliessend bis Südaustralien lohnt es sich unterzutauchen.
96 Seiten; 67 Farbbilder; Über 50 Sites werden beschrieben - inklusive Wracktauchen.
Auflage 1992 - Oldie but Goodie


Australien. Enzyklopädie der Unterwasserwelt

aus Deutschland
empfehlenswert [Roberto Rinaldi]
Ein farbenprächtiger Bildband für Taucher: Rinaldi, langjähriger Begleiter von Jacques Cousteau, gibt hier faszinierende Einblicke in die prachtvolle Unterwasserwelt Australiens, von den kalten grünen Gewässern Südaustraliens und Tasmaniens bis zu den tropischen Korallengärten der Coral Sea.

Aboriginal People



australia walkabout

aus Australien
sehr empfehlenswert [Ian Crashaw (Autor), Sabine Muschter (Autorin, Herausgeberin, Übersetzerin)]
Sabine Muschter hat sich mit der Übersetzung dieses preisgekrönten Führers einen Herzenswunsch erfüllt. Die Kultur der australischen Ureinwohner fasziniert sie und sie möchte mit diesem Werk dazu beitragen, deutschsprachigen Reisenden eine Orientierung zu bieten wo und wie sie mit australischen Ureinwöhnern, ihren Bräuchen und ihrer Kunst in Kontakt kommen können. "Indigenous Tourism" hat zahlreiche Facetten: Wanderungen im Busch, Safaris im Outback und Bootstouren sind da nur einige Aspekte. Vorgestellt werden über 350 touristische Anbieter aus dem Bereich des Aboriginal und Torres Strait Island-Tourismus. Interessant an diesem Buch: Keiner der Touranbieter zahlt etwas für die zum Teil sehr ausführliche Darstellung seiner Produkte.

Muschter leistet mit der ersten deutschen Übersetzung des bereits in der fünften Auflage erscheinenden englischen Originals Pionierarbeit. Aus diversen Studien ist bekannt, dass sich gerade die Reisenden aus dem deutschsprachigen Raum besonders für die Kultur der Aboriginal People interessieren. In diversen Reiseführern finden sich dazu Tipps, doch geht es manchem Reisenden ähnlich wie bei Architektur, Geologie, Fauna, Flora - das sind Spezialthemen für die man sich einen weiterführenden Reiseführer wünscht, der es einem ermöglicht seine Reise anhand eines roten Themenfadens gezielt aufzubauen. Das ist Muschter mit diesem Werk aufs Vorbildlichste gelungen.

Es würde wahrscheinlich Stunden, wenn nicht Tage dauern um diese Touren im Internet zu finden. Manche der Touren werden von Aborigines angeboten, die weder die finanziellen noch logistischen Möglichkeiten besitzen ihre Produkte auf dem internationalen Markt zu bewerben. Zum Teil verfügen sie nicht über eine Webseite, sondern sind nur per Telefon zu erreichen. Der Leser findet in diesem Buch auch Informationen zu kleinen, mitunter sehr spannenden Unternehmen und Kunstzentren finden, die über das Internet (noch) nicht oder nur sehr mühsam zu recherchieren sind. Das Buch eignet sich perfekt für potenzielle Australienreisende, die noch auf der Suche nach Angeboten sind, um einen Zugang zu der ältesten lebendigen Kultur der Erde zu finden. Aber auch während der Reise kann das Buch wichtige Hinweise geben, um sich "on the road" noch von Tourangeboten inspirieren zu lassen.

Auch künstlerische und kulinarische Aspekte werden ausführlich gewürdigt. So findet der interessierte Reisende ausführlich kommentierte Tipps für Kunstausstellungen, Filme, Musik, Didgeridoo-Workshops und Restaurants in denen er "Bushtucker" geniessen kann. Last, but not least werden die jährlich stattfindenden indigenen Festivals & Events gewürdigt. Wer die "ausgetretenen" Pfade Australiens schon kennt, wird nach der Lektüre noch Neues für den nächsten Trip entdecken und wer zum ersten Mal fährt, wird hier einige Bereicherungen finden.

Lonley Planet: Aboriginal Australia & the Torres Strait Islands

aus Australien
sehr empfehlenswert [Sarina Singh, David Andrew, Bryan Andy, Monique Choy, Hugh Finlay, Paul Greenway, Kath Kenny, Philip Morrissey, Denis O'Byrne, Belinda Scott]
Was beschäftigt die australischen Ureinwohner heute? Wo sehen sie sich selbst? Dieses Buch ist weit mehr als ein Reiseführer - es ist ein Blick in eine Welt, die dem flüchitigen Reisenden oft fremd und unverständlich bleibt. Die Artikel von 50 australischen Ureinwohnern räumen auch auf mit Stereotypen. Der einsame nackte Ureinwohner mit Speer in der Hand, der irgendwo im Outback den Sonnenutergang betrachtet, ist letztlich nichts anderes als die Idealisierung eines von Grund auf falschen Klischees. Dieses Buch versucht Erklärungen zu bieten - über die Sprachwelt der Ureinwohner, was "Mabo" und "Wik" bedeutet u.v.a. mehr ... Unter den Autoren sind Yothu Yindi Leadsänger Mandawuy Yunupingu und der international bekannte Autor Herb Wharton.
Das Buch bietet die ultimative Ergänzung zum dicken Australien-Lonely Planet. In ihm findet man die Infos, die man im Hauptband gelegentlich vermisst: Wie kommt man auf Aboriginal Land? Wo bekommt man die Genehmigungen, die dafür allenthalben notwendig sind? Was ist da so los? Wo findet man in Nationalparks Felszeichnungen und -gravuren? Wo sind die traditionellen Plätze (soweit sie für Normalsterbliche zugänglich sind)? Welche Spuren aborignalen Lebens finden sich in den Städten? Wo bekommt man Kontakt und welche Organisationen können bei Fragen weiterhelfen? Wo kann man aboriginale Kunst zu fairen Preisen kaufen, damit das Geld auch den Künstlern zu Gute kommt? Wo werden Touren von aboriginalen Anbiertern durchgeführt? Gelistet findet man in diesem sehr empfehlenswerten Führer empfehlenswerte organisierte Touren, Festivals, Kunstgallerien, Filme, Literature, Websites and andere Plätze des kulturellen Austauschs.
In bewährter Manier sammelt dieser Lonely Planet nach Regionen wichtige Infos zu den aboriginalen Völker einer Gegend, ihrer Sprache und Kultur. Dazu kommen authentische Stimmen, Hintergrundinformation aus erster Hand also. Kapitel zu Politik, Gesellschaft, Geschichte und Kultur unterstützen den Informationsteil und runden das Bild ab. Die Themenbereiche zur Kultur bleiben nicht bei traditioneller Lebensweise und Aboriginal Art stehen, sondern beleuchten auch neue Wege kulturellen Ausdrucks: aboriginaler Film, Tanz, Theater, Literatur und moderne Kunst (jenseits von Pointillismus und X-Ray-Style). Natürlich haben auch die Geschichten der Traumzeit ihren Platz und es ist zu erfahren, welche Bedeutung bestimmten Orten von "ihren" Aboriginals beigemessen wird.


Die Aborigines Australiens

aus Deutschland
sehr empfehlenswert [Prof. Gerhard Leitner]
Gerhard Leitner ist Professor für englische Sprachwissenschaft an der Freien Universität Berlin und Leiter des dortigen Instituts für Englische Philologie. Vor diesem Werk hat er schon zahlreiche Publikationen veröffentlicht, mit "Die Aborigines Australiens" wendet er sich an eine breitere Öffentlichkeit. Das merkt man schon am relativ aktuell gehaltenen Einstieg, der auch das diffuse Bild über Aboriginal People im deutschsprachigen Raum zu reflektieren versucht. Leitner sieht die Aboriginals einerseits in den Prospekten der Tourismusbranche an zentraler Stelle, wobei das Interesse oft nicht den Menschen sondern ihren photogenen kulturellen Produkten gelte - der Malerei, dem Didgeridu, dem Tanz im Voführtheater. Touristenführer würden am Rock und in den Kimberleys die Aboriginals repräsentieren. Man muß nicht mit Leitner konform gehen ob nun diese Aboriginal People letzendlich nur Abziehbilder seeien, womöglich nur "Soft Ethno"-Versuche. Nahezu jeder der nicht sehr viel Zeit und Einfühlungsvermögen mitbringt muss sich eingestehen: Die Aboriginies bleiben ihm fremd. Guter Wille allein genügt kaum, um die Geschichte der Aborigines von der Urzeit bis heute zu verstehen. Wer sich die materielle, geistige, künstlerische und religiöse Kultur vor und seit der Kolonisation erschliessen will, braucht einen kompetenten Führer, wie ihn Leitner mit diesem Werk vorstellt.

Das Buch ist keine leichte Bettlektüre, es grenzt sich wohltuend von jeglicher Form des Ethno-Kitschs ab und bleibt stringent und sachlich, versucht Wertungen zu vermeiden und hat die objektive Berichterstattung zum Ziel. Es gelingt Leitner mit der Brille eines sorgsamen Beobachters, der aus dem deutsch Sprachraum geprägt wurde, eine Brücke zwischen den Kulturen zu bauen und nicht nur das Verständnis zu fördern sondern tieferes Interesse für das Thema zu wecken. Kann man von einem solchen Buch mehr erwarten? Vielleicht noch eine ausführliche Übersicht empfehlenswerter Links, aber für diese schnelllebige Form der Kommunikation gibt es ja Wikipedia oder auch AUSTRALIEN-INFO.DE...

Leseprobe:

Einleitung: "Der Zugang zu den Aborigines erschöpft sich oft in solchen erfahrbaren kulturellen Erlebnissen. Interessierten bleibt kaum etwas anderes übrig, als sich so populären wie umstrittenen Büchern wie Traumfänger von Marlo Morgan oder Traumzeit von Barbara Wood, das das ZDF 2003 in einer Fernsehfassung ausstrahlte, zuzuwenden. Der Film Long Walk Home (2002) von Phillip Noyce personalisierte die Politik der Assimilation, Paul Goldmans Australian Rules (2002) die des Zusammenlebens von Schwarz und Weiß in einer Kleinstadt. Mit Beiträgen über das Outback, das australische Hinterland, oder über kontrovers diskutierte Themen vermitteln die Medien oft ein realistisches Bild der Kultur und Geschichte der Ureinwohner. Junge, politisch engagierte Menschen suchen Kontakt zu Amnesty International oder der Gesellschaft für bedrohte Völker.

Trotz der Informationsdichte meinen manche Experten, dass die Aborigines zwar zu den bekanntesten, aber auch zu den am wenigsten verstandenen Menschen in der Welt gehören. In der Tradition des aus der Literatur bekannten Motivs des ‹edlen Wilden› schrieb Captain James Cook, die Aborigines hätten zwar nicht die materiellen Güter der Europäer, wären aber glückliche Menschen. Aber Romantisierungen versperren den Blick für die konfliktgeladene Gegenwart. Aborigines fühlen sich nicht als Nachkommen ‹primitiver› Wilder, auch nicht als solche ‹edler Wilder›. Sie sehen sich als Opfer der Kolonialisierung, die in ihrem eigenen Land entrechtet sind. Wadjularbinna, eine Älteste der Gungalidda, beschreibt das auf einprägende Weise. Die Themen, die sie anschneidet, werden uns durch diese Geschichte ihres Volkes begleiten:

"Meine Geschichte ist eine schmerzhafte, aber ich will sie mit denen teilen, die nicht-indigener Abstammung sind, denn ich will, dass sie verstehen, woher die Aborigines kommen und wie viel Schmerzvolles sie durchmachen mussten . . .Ich heiße Wadjularbinna, was soviel bedeutet wie Wärme und Sonnenschein. Ich wurde in einem Lager der Aborigines am Golf von Carpentaria geboren. Ich bin halbweiß, denn meine Mutter wurde von Siedlern vergewaltigt, als diese die Leute von ihrem Land vertrieben. Meine Großmutter erzählte uns Geschichten, wie Erwachsene, als sie noch ein kleines Kind war, erschossen wurden, und die Kinder, wenn sie von den Eukalyptusbäumen fielen (wo sie sich versteckt hatten), aufgesammelt und gegen Felsen und Bäume geschleudert wurden.

Die Missionare kamen und nahmen die Kinder ihren Eltern weg. Sie nahmen schwarze und halbschwarze Kinder und brachten sie in Schlafsälen unter, die ihnen gehörten. Unsere Eltern konnten nicht zu uns kommen, und wir nicht zu ihnen . . . Sie sagten, dass unsere Eltern Heiden wären und sie uns die Liebe von Jesus Christus predigen würden. Abends ging ich zu Bett und weinte nach meinen Eltern, fragte, warum sie uns denn weggenommen haben. Das war furchtbar traurig und verwirrte uns für lange Zeit.

Die Missionare behandelten uns wirklich schlecht . . . Ich weiß nicht, warum das alles passierte, aber als Christin weiß ich, dass das alles einen Sinn hatte. Ich sage zu mir selbst, ich habe eine zweite Chance bekommen und muss tun, was ich kann. Sie brachten uns vieles bei. Ich bin dankbar, dass ich Lesen, Schreiben, Kochen, Nähen und all das lernte, was Mädchen tun. Aber dann haben sie mich verheiratet. Sie suchten meinen Mann aus und verheirateten mich in eine weiße Familie. Von einem bescheidenen Anfang kam ich in eine Welt der Überheblichkeit und der Klassenunterschiede. Ich fand schnell heraus, dass man in der weißen Gesellschaft nach der Position eingeschätzt wird, nach Geld, Landbesitz und so fort. Was für eine Verlogenheit, dachte ich. Es war eine völlig andere Welt als die, aus der ich kam.

Als Aktivistin symbolisiert Wadjularbinna die Wandlung der Aborigines: Sie treten aus vordefinierten, europäischen Rollen heraus und werden eigenständig politisch Handelnde." Markus Hesselmann betitelte seine Kurzrezension des Buches im Berliner Tagesspiegel im März 2006 mit dem prägenden Begriff "Randmenschen" - Ein Volk dass am Rand der Gesellschaft lebt, viele sind alkoholkrank, viele obdachlos. Seiner Meinung nach beschreibe dieses Buch einen unsagbaren Verlust: den Verlust einer Kultur, ihrer Sprachen, einer ganzen Menschengeneration.

 



Traumstraße. Eine Entdeckungsreise zu den Felsmalereien der australischen Ureinwohner

aus Australien
noch nicht bewertet [Percy Trezise]
Reisebericht, der sich auf den nördlichen Zipfel Queenslands beschränkt - die Cape York Halbinsel, auf der sich eine ungeahnte Fülle kulturellen aboriginalen Lebens zeigt: in Form von Felsmalereien. Der Autor berichtet von seinen Forschungen, von Begegnungen mit den einheimischen Aboriginal-Gemeinschaften, deren Wissen und ihrer alten und neuen Kunst. Die traditionelle Lebensweise findet in diesem Buch breiten Raum, so wie sie auf Cape York Raum zum Überleben fand.
 


Menschen der Traumzeit. Die Aborigines von Arnhem Land.

aus Deutschland
sehr empfehlenswert [Penny Tweedie]
Rund 20 Jahre hat die britische Fotografin und Autorin daran gearbeitet das Vertrauen der Ureinwohner von Arnhem Land zu gewinnen. Dabei ist ihr ein seltenes Kunststück gelungen: Einfühlsame Bilder von einer der ältesten Kulturen der Welt. Sie schaffen Zugang zum spirituellen Bewusstsein dieser uns so fremden Welt.


Mythen und Spiritualität der Aborigines

aus Deutschland
noch nicht bewertet [Ad Borsboom]
Taschenbuch - 229 Seiten (1998)


Wüstentanz

aus Deutschland
empfehlenswert [Wighard Strehlow]
Nachdem unsere Zivilisation zur Bedrohung der ganzen Menschheit geworden ist, zeigen uns heute australische Ureinwohner, dass wir nur menschenwürdig überleben können, wenn wir wieder ein kosmisches Schöpfungsbewusstsein entwickeln. In diesem Buch werden die alten Zeremonien der Ureinwohner wieder lebendig. Es zeigt den Tanz der göttlichen Urväter am Schöpfungsmorgen, den Tanz der kosmischen Elemente, die Fruchtbarkeitszeremonien der Tiere und Pflanzen. Wighard Strehlow, Erfolgsautor zahlreicher Bücher über Hildegard von Bingen und Enkel des einstigen Missionars in Zentralasien Carl Strehlow, hat die interessantesten Märchen, Sagen und Mythen der australichen Ureinwohner ausgewählt und stellt sie in diesem reich bebilderten Band erstmals zusammen.


Australien. Traumzeitstätten und heilige Landschaften.

aus Deutschland
empfehlenswert [Christine Cerny]
Ein interessantes Taschenbuch, das Landschaftbeschreibungen geschickt mit den Mythen der Aborigine-Welt verknüpft. - 288 Seiten (1995)


Traumfänger

aus Deutschland
bedingt empfehlenswert [Marlo Morgan]
Dieser Roman ist unzweifelhaft seit Jahren eines der meistverkauften und meistgelesenen Bücher zum Thema Australien. Es ist aber auch eines der umstrittenensten Werke, das sich mit Australien beschäftigt. So wie es in der Musik den sognenannten "Ethno-Pop-Mix" gibt, so scheint auch bei Morgan die Grenze zwischen Relaität und Fiktion zuweilen bis zur Unkenntlichkeit verschwommen. Unter ihren Lesern findet Morgan sowohl intensive Zuneigung wie auch markante Ablehnung. Von vergleichbaren Titeln hat es wohl den größten Einfluss auf die Vorstellungen, die im sog. "Westen" über australische Aboriginale kursieren, genommen und ihr Bild geprägt, idealisiert, stark verfremdet.

Marlo Morgan beschreibt in diesem angeblichen Tatsachenbericht ihre Erlebnisse, die sie als amerikanische Ärztin bei einem Walkabout mit einer ominösen Gruppe von Aboriginalen in den 80er Jahren des 20. Jh. hatte. Nach ihren Schilderungen verbrachte sie drei Monate in der australischen Wildnis und begleitete einen kleinen Nomadenstamm auf seiner Wanderung.
Die begeisterten Anhänger des Buches sehen in ihm ein Gleichniss, wonach die moderne Gesellschaft wieder zu einer Beziehung zur Natur finden muss, und wieder fähig wird an inneres Wissen und eigenen Ziele zu glauben. Sie empfinden es als einmalige spirituelle Lesereise in die Traumzeit. Sie tauchen ein in angeblich wundervolle Geheimnisse und Weisheiten eines sehr alten Stammes und erfreuen sich an einer in ihren Wurzeln harmonischen Welt.

Nach heutiger Erkenntnis ist das Werk zweifelsfrei eine Mischung von Fiktion und Fälschung, dass mit völlig beliebigen ethnographischen Details angereichert ist. Marlo Morgan hat nie an einem Walkabout wie dem in "Traumfänger" beschriebenen teilgenommen. Vielmehr nutzt sie diesen diskriminierenden, despektierlichen und new-age/ego-inspirierten Text für ihre eigenen (nicht zuletzt monetären) Ziele. "Traumfänger" ist eins der umstrittensten Bücher zum Thema, da es aboriginale Völker falsch darstellt, ihre Kultur und Religion mitunter beleidigt. Es hat deshalb in Australien sehr viel Kritik, nicht nur von aboriginaler Seite, ausgelöst. Morgan's Konstrukt muss als mißglückter und realitätsferner Versuch bezeichnenet werden, bei dem Lebenshilfe auf verquaste Weise mit esoterischen und ethnischen Elementen in einen Abenteuerroman verpackt wurden. Morgan musste sich bei den Aborigines sogar entschuldigen - "..., Morgan admitted for the first time to the eight elders that her work was fiction and a fabrication.". Eines ist das Buch ganz bestimmt ganz und gar nicht: Ein geeigneter Wegweiser zur Aboriginal-Kultur.
Eine erhellende Aufarbeitung der Diskussion um dieses Buch und eine Menge Material, zu aboriginalen Positionen und ethnographischer Bewertung ist auf der Homepage von Jens-Uwe Korff zusammengestellt.



Söhne des Eisvogels

aus Deutschland
empfehlenswert [Monica Furlong]
Wem der "Traumfänger" von M. Morgan zu wenig wirklichkeitsgetreu ist, wird wohl an den 'Söhnen des Eisvogels' mehr Gefallen haben. Das Buch ist nicht ganz so spannend, aber für alle, die etwas mehr sich mit den Aborigine-Thematiken beschäftigen wollen sehr empfehlenswert. Die Autorin hat einige Zeit in der ehemaligen Missionssiedlung Balgo in den Kimberlys gelebt und berichtet von Ihren Erfahrungen, der Geschichte und dem heutigen Leben der Aborigines. Sie zitiert auch viel aus anderen Büchern und zeigt interessante Aspekte der Lebensweise der Aborigines im Vergleich zur westlichen Kultur. Ein Buch, das ein Abenteuer, eine ungewöhnliche Autobiographie sowie eine spirituelle Seelenreise kombiniert.


Traumsucher. Walkabout in Westaustralien.

aus Deutschland
 sehr empfehlenswert [Barbara Veit]
Eine Alternative zu den hinlänglichen bekannten Aboriginal-Büchern, wie z.B. den Traumpfaden von Bruce Chatwin (s.u.). Nach Analogie der Aborigines ist das Leben ist ein Fluss. Man dürfe nicht stehenbleiben. In ihnen wohnt ein immer währender plötzlicher Impuls zur Wanderschaft - zum Walkabout. Ein Drang, der die Weissen zur Verzweiflung treiben kann, weil sie die Arbeit einfach fallenlassen und verschwinden. Barbara Veit und der australische Fotograf Paul Mayall versuchen diesem Phaenomen nachzuspüren und begaben sich auf die Suche nach den Träumen der Ureinwohner - quer durch Westaustralien. Das Buch steckt voller Geschichte und Geschichten, Legenden, Hoffnungen. Barbara Veit arbeitet als freie Journalistin und Autorin und ist seit 1995 ist sie mit dem australischen Fotografen Paul Mayall verheiratet.


Traumpfade

aus Deutschland
empfehlenswert [Bruce Chatwin]
Der Engländer Bruce Chatwin verstarb 1989 - mit knapp 50. In seinem letzten Roman schildert er eine Reise durch Australien. Dabei macht er sich auf die Suche nach den Ursprüngen der Bedeutung der "Songlines" - unsichtbare, labyrinthische Wegen, auf denen die Ahnen der Aborigines wanderten, und die bis heute nicht überschritten werden dürfen.
Den besten Eindruck verleiht ein etwas ausdführlicheres Zitat aus dem Roman.
"...Er fuhr fort, mir zu erklären, dass jeder totemistische Ahne auf seiner Reise durch das Land eine Spur von Wörtern und Noten neben seinen Fußspuren ausgestreut habe und dass sich diese Traumpfade wie Verkehrs-'Wege' zwischen den am weitesten auseinanderliegenden Stämmen über das ganze Land hinzögen." "Ein Lied", sagt er "war gleichzeitig Karte und Kompaß. Wenn man das Lied kannte, konnte man immer seinen Weg durch das Land finden ... Zumindest theoretisch konnte ganz Australien wie eine Partitur gelesen werden. Es gab kaum einen Felsen oder einen Bach im Land, der nicht gesungen werden konnte oder gesungen worden war. Man mußte sich die Songlines in etwa wie Spaghetti aus Iliaden und Odysseen vorstellen, die sich hierhin und dorthin schlängelten, wobei jede 'Episode' den geologischen Formen abzulesen war."


Traumzeit Wanderer

aus Deutschland
empfehlenswert [Bruno Scrobogna]
Das rund 50.000 Jahre alte Volk der Pintubi lebte bis 1959 vollkommen unbeeinflusst von der westlichen Zivilisation - in der grossen Sandwüste in Western Australia. Ihre Kultur ist dabei zu verschwinden. Der Österreicher Bruno Scrobogna begleitete - vielleicht als einer der letzten dieses stolze Volk innerhalb ihrer natürlichen Lebenswelt. Ab 1962 lebte er insgesamt rund fünf Jahre mit ihnen in der Weite und Einsamkeit des australischen Busches, wurde Zeuge ihrer Riten, Tänze und Gebräuche, ihrer unvorstellbaren magischen Fähigkeiten und Geheimnisse. In atemberaubenden Aufnahmen präsentiert dieser Bildband Zeugnisse einer hochinteressanten Kultur.

Working Holiday / Praktikum



Australien: Reisen und Jobben

aus Deutschland
sehr empfehlenswert [Andrea Buchspiess]
Ein längerer Australien-Aufenthalt ist für viele jüngere Reisende nur durch Arbeit zu finanzieren. Das Zauberwort heisst "Working Holiday Visum". Wer sich mit dem Gedanken trägt nach Australien zu reisen und Down Under zu jobben, findet mittlerweile im Internet unzählige Websites mit mehr oder minder zuverlässigen Informationen - darunter Seiten mit eindeutig kommerziellem Interesse (was per se nicht negativ sein muss) und Erfahrungsberichte von Reisenden in ganz unterschiedlicher Qualität. Was bis dato fehlte ist ein "roter Faden" für die Planung, der möglichst unabhängig und journalistisch sauber recherchiert zusammengestellt wurde. Derartige Ratgeber gab es bis Mitte 2004 nur aus dem englischsprachigen Raum.

Andrea Buchspiess füllt mit ihrem im Know-How-Verlag erschienenen Praxis-Handbuch zum Reisen und Jobben diese Lücke vorzüglich. Von 2002 bis 2003 war sie ein Jahr auf dem fünften Kontinent und hat dort die unterschiedlichsten Tätigkeiten ausgeübt. Sie war Erntehelferin auf einer Melonenfarm, Kellnerin in einer Szenekneipe und vieles andere mehr. Ihr Ratgeber unterstützt bei der Reiseplanung und den Ausreiseformalitäten, gibt Tipps zum Einleben und zur Jobsuche und hilft, den Reisealltag zu bewältigen. Er enthält Tipps für die Jobsuche und die Bewerbung, erklärt was "Wwoofing" ist (Farmarbeit mit Familienanschluss) und wirft noch einen Blick auf den Backpackeralltag. Das rund 160 starke Werk ist in hosentaschenfreundlichem Format mit zahlreichen Verweisen auf weiterführende Literatur und auf Quellen im Internet.



Jobhopping Down Under

aus Deutschland
noch nicht bewertet [Jörn Schulz]
Rezensionsexemplar liegt der Redaktion noch nicht vor.

Dieses Buch erklärt nach Angaben des Verlages, was "Working-Holiday" ist und wie es durchdacht geplant und erfolgreich durchführt wird. Im Buch nachzulesen sind u.a.

  • über 200 wichtige Adressen für arbeitssuchende Jobber, jobbende Reisende und andere arme Schlucker mit Rucksack
  • wie man ein paar Nächte eine Unterkunft bei wildfremden Leuten schnorrt, ohne es sich mit ihnen zu verscherzen
  • warum "2-Minute-Noodles" von "NoFrills" oder "Homebrand" ein wahres Kultobjekt unter Backpackern darstellen und im Rucksack nicht fehlen dürfen
  • über zehn spannende Tätigkeitsfelder für arbeitswütige Working-Holiday-Reisende
  • wie man aus einem Ford Falcon eine bequeme Behausung baut, in der es sich himmlisch schlummern lässt
  • welche alternativen und äußerst günstigen Wege zu einer Praktikumsvermittlung existieren
  • was es mit den Abkürzungen CBD, no WHM, ASAP und RSA in den Stellenanzeigen der Tageszeitungen auf sich hat
  • wie einfach es ist, ohne viel Aufwand eine eigene Internetseite zu erstellen, um die Daheimgebliebenen über das werte Wohlbefinden sowie den Verlauf der Reise zu informieren
  • über zehn konventionelle sowie weniger bekannte aber höchst erfolgsversprechende Wege, um an Jobs zu gelangen


Work & Travel in Australien und Neuseeland

aus Deutschland
empfehlenswert [Alexandra Albert]
Rezensionsexemplar wird zur Zeit von der Redaktion gegengelesen. Erster Eindruck: Empfehlenswert


Auswandern



Gelungene Auswanderungs-Ratgeber konzentrieren sich speziell auf die Informationsbedürfnisse von Auswanderungswilligen und wiederholen nicht die Inhalte, die üblicherweise in Reiseführern zu finden sind. Aufgeblasene Reiseführer brauchen Auswanderungsinteressierte nicht - je nach dem wo man hin möchte, lohnen sich hier eher die "Lonely Planet"-Klassiker.

Australien - Auswanderer-Handbuch

aus Deutschland
[Elfi H. Gillissen] sehr empfehlenswert
Sie überlegen auszuwandern? Dieses Buch müssen Sie haben.

Idealerweise entdecken Sie diesen Hinweis, wenn Sie ganz am Anfang ihrer Überlegungen stehen nach Down Under auszuwandern. Denn: Kompakt, sachlich korrekt und völlig ohne jegliche Emotionsduselei aber mit viel Herzblut geschrieben, ist dies ein Buch dass die Messlatte für andere Autoren extrem hochlegt. Verfasst von einer Autorin, der man bei jeder Zeile anmerkt, dass Sie das Zielgebiet seit Jahren bestens kennt und liebt, sich aber ennoch ihren kritischen Blick bewahrt hat. Korrekt müsste man diesen hervorragenden Ratgeber wohl eher in die "Lebensplanungsberatung" einsortieren. So manche Auswanderungs-Schwärmerei wird hier kritisch hinterfragt und so kann man wohl dieses Werk auch als "Unfallverhütungsmassnahme" zur Vermeidung überstürzter Auswanderungen sehen. Das tolle: Auch wenn es sich zuweilen um eher trockne Themen handelt, gelingt es der Autorin diese lesenswert zu vermitteln. Selbst wer überhaupt nicht ernsthaft daran denkt nach Australien auszuwandern, erhält hier sehr lesenswerte Einblicke in den Alltag Down Under, flankiert von seriös recherchierten Artikeln über ganz unterschiedliche Lebensläufe deutscher Auswanderer.

Das Werk darf für sich den Anspruch erheben DER Leitfaden einer Australien-Auswanderung zu sein. Es hilft den vielen Dienstleistern, die einem bei diesem Weg unterstützten möchten, wie Auwanderungs-Beratern, Speditionen, Versicherungsmaklern etc. kritisch-kompetent gegenüberzustehen. Jede Wette: Dieses Buch zahlt sich aus. dass sie Land und Leute bestens kennt, hat Elfi H. M. Gilissen gleich mehrfach bewiesen - so u.a. in dem ebenfalls sehr empfehlenswerten Buch "Kauderwelsch - Kulturschock Australien". Nach der Lektüre dieser beiden Werke gibt es keine Ausrede mehr: Wer Down Under geht weiss worauf er sich einlässt - und worauf er sich freuen kann - und wie er die eine oder andere Herausforderung meistern kann. Wahrscheinlich schliesst er sich dann auch dem "Fan-Club" dieser wirklich sehr engagierten Autorin an, die für die Darstellung eine realistischen Australien-Bildes in den deutschen Medien ein nicht zu unterschätzender Glücksfaktor ist.

Traumland Australien - Auswandern leicht gemacht

aus Deutschland
[Barbara Barkhausen]

sehr empfehlenswert Bei Amazon.de steht dieses Werk nicht ganz umsonst bei "Wird gern zusammen gekauft" mit dem zuvor vorgestellten Buch von Elfi H. Gillissen - und wird konsequenterweise auch gern gelistet bei der Übersicht "Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch"... Die in Sydney lebende Journalistin Barbara Barkhausen bietet, wenn man so will, das wertvolle Zweitgutachten. Aus Sicht der Redaktion sind beide Bücher sehr gut geeignet seinen eigenen Auswanderungswunsch zunächst kritisch zu hinterfragen und anschliessend strukturiert zu planen. Die Investition lohnt sich allemal - gerae im Vergleich zu den Stundensätzen von Beratern für die es auch ein äußerst grenzwertiges Vergnügen ist Auswanderer-Interessenten zunächst mal erst die grundlegendsten Informationen nahezubringen. Kein Wunder, dass auch von dieser Seite gegenüber Auswanderer-Kandidaten schon immer öfter die Frage auftaucht ob man zumindest eines der beiden Werke schon gelesen habe.

Barabara Barkhausen verfolgt mit ihrem Ratgeber ein etwas anderes Konzept als Elfi H. Gillisen: Ihr Ratgeber ist etwas kompakter und anders akzentuiert. Liest man beide Werke, hat man quasi den "Grundkurs" schon hinter sich und kann gezielt nach Hilfen bei der Auswanderung suchen. Barkhausen gelingt es das Thema auch sehr lesefreundlich aufzubereiten, weshalb die Lektüre auch dann Spass macht, wennman gar nicht konkret eine Auswanderung plant sondern nur mal wissen will wie das gehen würde.

Ausführlichere Rezension in Vorbereitung

Australia? Yes!

aus Australien
sehr empfehlenswert [Toni Lenko / Monica Makari]
Toni Lenko und Monica Makari arbeiten für die "Active Solution and Consulting Group" an der Gold Coast in Queensland. Sie beraten von dort Einwanderer nach Australien. Ihr Buch "Australia? Yes!" ist quasi ein 158-seitiger Grundkurs für alle, die sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen wollen. Es hilft einen diffusen Auswanderungswunsch mit den Realitäten abzugleichen, um die eigene Entscheidung zunächst zu hinterfragen und anschliessend auf ein solides Fundament zu stellen. So wird mancher, der nach einem Urlaub den "Aussie Lifestyle" zuhause schmerzlich vermisst, zunächst damit konfrontiert, dass auch in Australien der Alltag keineswegs nur Sonnenseiten hat.
  • Im Gegensatz zu den "Erfahrungsbüchern", die die Auswanderung anhand einzelner persönlicher Erfahrungen schildern oder einer journalistischen Aufbereitung diverser Auswanderungsgeschichten, schöpft dieses Werk aus dem Erfahrungspotential seiner Autoren, die zahlreiche Australien-Auswanderer durch die verschiedenen Stufen ihrer Immigration begleitet haben. Zu berücksichtigen ist dabei, dass es sich ganz allgemein an Einwanderungsinteressierte richtet und somit nicht Vergleiche zwischen einem Leben im deutschsprachigen Raum Mitteleuropas und Australien zieht. Wer diese Abwägung nachlesen möchte, sollte mindestens ein weiteres Buch heranziehen, dass wir in unseren Literaturhinweisen vorstellen.
  • "Australia? Yes!" beschäftigt sich folglich mit der Vielzahl der Themen, die eine Einwanderung mit sich bringt: Der australische Lifestyle, die soziale Sicherheit, Bildung, Arbeitsmöglichkeiten und die konkreten Schritte des Einwanderungsprozesses. Zahlreiche Checklisten und Expertenartikel sind eine gute Hilfe beim Überdenken der Entscheidung "Will ich auswandern?"
  • Vorgestellt werden zunächst die unterschiedlichen Einwanderungskategorien und die daraus resultierenden Visa-Arten. Es folgen einige kritische Fragen, mit denen man ermitteln kann, ob Australien wirklich für die eigene Lebensplanung das passende Land ist. So lockt bekanntlich einerseits der australische Lebensstil. Andererseits kann es zu Konflikten kommen wenn dieser im Alltag mit der "German Gruendlichkeit" konfrontiert wird. Der "Kulturschock" ist keineswegs ein Einzelfall.
  • Sofern man diesen ersten Test für sich selbst vorwiegend positiv beantwortet hat, macht es Sinn sich mit der eigentlichen Auswanderungsplanung ernsthafter zu beschäftigen. Dazu zählt auch die Frage ob der eigene Englisch-Level für die gewünschte Karriere ausreichend ist. Der nächste Abschnitt widmet sich der Umzugplanung: Wann sollte man umziehen? Was sollte man verkaufen? Die Wohnungssuche und auch die Versorgung mitreisender Angehöriger sind ein weiteres Schwerpunktthema. Sowohl Schul- wie auch Gesundheitswesen "ticken" anders als in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Auch in Australien hat man sich mit Steuern auseinander zu setzen. Kurz und gut: Dieses Buch darf man getrost als Pflichtlektüre bei der ernsthaften Planung einer Auswanderung bezeichnen. Dass es auf Englisch ist, sollte kein Nachteil sein. Wer sich bereits mit dem Durcharbeiten dieses Buches schwer tut, sollte zunächst an seinen Sprachfähigkeiten schleifen, ansonsten wäre wohl von einer Auswanderung eher abzuraten...
158 Seiten, Auflage aus 2005


Australien - Das Paradies für Einwanderer?

aus Deutschland
sehr empfehlenswert [A.T. Meissl]
Ratgeber für Auswanderer gibt es aus den unterschiedlichsten Perspektiven: Von Fachleuten, die über eine Auswanderung beraten, von Journalisten, die alle möglichen Fakten drum herum recherchiert haben, von Auswanderungs-Kandidaten, die es den endgültigen Schritt dann vielleicht doch nicht getan haben oder von solchen die auf Zeit nach Down Under gegangen sind. All diese Perspektiven haben wir in AUSTRALIEN-INFO.DE bereits vorgestellt. Dieses lesenswerte Werk beleuchtet auch die Frage "Ausgewandert - und was nun?" und den australischen Alltag einmal eingehender. Dieses Buch macht nicht nach der Einreise halt sondern hilft auch beim Einleben und beim meist unvermeidlichen Kulturschock.

Die Diskussionen in unserem Forum unter Auswanderungs-Interessierten und Ausgewanderten gehen zuweilen hoch her. Oft sind die "Kandidaten" nicht so recht daran interessiert die Kratzer ihrer möglichen neuen Heimat wahrzunehmen. Zu sehr hängt man oft an einem idealisierenden Australien-Bild, das vielleicht auch durch eigene Urlaubseindrücke geprägt ist. Da verweben sich Klischees zu Mythen, wie beispielsweise "Bewohner, die fernab des zivilisierten Trubels noch Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft leben." Ganz so ist es eben nicht...

A.T. Meissl kennt nahezu alle Perspektiven, wie man Australien betrachten kann. Geboren wurde sie 1969 in Wien. Nach dem Abitur (in Österreich Matura genannt) bereiste sie Australien für ein Jahr als Rucksacktouristin. Bedingt durch ihren Beruf als Flugbegleiterin verbrachte sie einige Monate in Sydney und sammelte Erfahrungen über das Land - bevor sie 1999 mit ihrem Ehemann und zwei Töchtern nach Queensland auswanderte. Gemeinsam mit ihrem Mann führt sie ein eigenes Unternehmen und ist Kinder-, Jugend- und Reisebuchautorin. Fasziniert ist sie nach wie vor von den Chancen die Australien seinen neuen Bürgern bietet.,

  • Ihr Buch "Australien - Das Paradies für Einwanderer?" betrachtet Ihre neue Heimat Australien kritisch und konstruktiv. Um es vorweg zu sagen: Bevor man sich in kostspielige Auswanderungsberatungen stürzt sollte man sich dieses Werk als wirkliche "Pflichtliteratur" vornehmen. Meissl weiß welche Belastung eine Auswanderung bedeutet - finanziell und seelisch. Konsequenterweise startet das Buch auch einen persönlichen Eignungstest in 11 Punkten ob man eigentlich der Typ zum Auswandern nach Australien ist. "Pünktlichkeit erleichtert den Ablauf des täglichen Lebens" - wer sich nur schwer auch einen anderen Rhythmus vorstellen kann, wird hier schon auf den ersten Kulturschock vorbereitet. Sicher ist dieser Punktetest durch eigenes Erleben geprägt, aber an ihm ist auch viel Wahres.
  • Kaum ein relevanter Aspekt des täglichen Lebens bleibt in dem Werk ausgeklammert. Die Tücken des Alltagsdschungels sind vielseitig und lauern bei allen möglichen Themen wie Immobilien, Fahrzeug, dem Schul- und Gesundheitssystem, dem Bankwesen und natürlich rund um den Job. Wer die australische Mentalität verstehen will, bekommt hier wertvolle Hilfestellung. Und erfährt dabei unter anderem welche Fallen die Zahlungsweise per Scheck hat und welche Überraschungen der Besitz oder erst recht die Reparatur eines Fahrzeuges mit sich bringen. Über australische Banken schreibt Meissl: "Stellen Sie sich am besten gedanklich auf ein Bankensystem ein, das Ihnen beim letzten Urlaub im Süden oder im Osten Europas aufgefallen ist, halten Sie Ihre Erwartungen niedrig, und versuchen Sie den Bankangestellten gar nicht erst zu erklären, woran Sie gewöhnt sind - Verbesserungsvorschläge werden meist nicht in Betracht gezogen." Lesenswert auch die Analyse der Verquickung des Automobilclubs auf Seite 60 mit anderen Institutionen oder die Informationen warum man Anwälte zum Häuserkauf und erst recht zum deren Bau zu Rate ziehen sollte (Seite 107 und 117). Sehr hilfreich auch die Ausführungen zu den Texten im Immobilenanzeigen. Man lernt: "TLC" steht genauso wie "Renovators delight" für ein kaum mehr bewohnbares Ruinenstück.
  • Die knapp 250 Seiten sind flott geschrieben und immer wieder "gewürzt" durch die Schilderung eigener Erlebnisse. Meissl hat eine flotte, humorvolle Art zu Schreiben ohne dabei inhaltlich "flach" zu werden. Zuweilen fühlt man sich an eine Satire erinnert, manchmal beweist Meissl auch einen Hang zum Schwarzen Humor. Hat man kurz zuvor Harald Schmidt gesehen, glaubt man sich in einer Fortsetzung der TV-Show, in der ja auch oft die Absurditäten des Alltags thematisiert werden (und hat Harald nicht zumindest einen Hang zu Neuseeland schon mehrfach zugegeben?)
  • Dem Anspruch eines umfassenden Ratgebers wird das Buch auch dadurch gerecht, dass es wichtige Adressen, Telefonnummern und Webadressen listet. Aufgrund der sich laufenden ändernden Bestimmungen wird das Buch als eBook oder als "Book on Demand" angeboten, was gewährleistet, dass es auf dem jüngsten Stand ist. Die letzte umfassende Überarbeitung fand im August 2005 statt. Last, but not least, steht die Autorin ausdrücklich auch noch via E-Mail zur Beantwortung weiterführender Fragen zur Verfügung - ebenfalls kein Standard unter Ratgeber-Autoren.


Let's go Oz - Ratgeber zum Auswandern

aus Deutschland
empfehlenswert [Suzan Denec, Angelika Flynn und Andrea Shepherd]
Das Angebot an Ratgebern ist seit Juli 2005 um einen weiteren Blickwinkel erweitert worden: Suzan Denec, Angelika Flynn und Andrea Shepherd sind Schweizerinnen, die aus aus den unterschiedlichsten Motiven nach Sydney "verschlagen" hat. Mit "Let's go Oz" haben sie ein "Book on Demand" verfasst, dass man auch als ihren persönlichen Schlüssel zu Australien verstehen kann. Das Werk will sowohl bei einer temporären wie auch bei einer dauerhaften Auswanderung behilflich sein. Nach dem Urteil zahlreicher Testleser bietet es komprimierte Fakten zu einem ausgesprochen attraktiven Preis-Leistungsverhältnis.

Der Ratgeber verfolgt das Konzept "kurz und bündig". Das Autorentrio rückt Erfahrungen aus seinem Leben in Sydney in den Vordergrund. Der Ratgeber profitiert durch die unterschiedlichen Lebensgeschichten der drei Schweizerinnen und ist so in der Lage das Thema "Auswanderung" unterschiedlich zu beleuchten. Stellenweise liest sich das Werk wie eine ausführliche Version einer FAQ-Seite (Webseite, die die häufigsten Fragen zu einem Thema beantwotet, FAQ = frequently asked questions) zu unseren Foren "temporäres Auwandern" und "dauerhaftes Auswandern".

Das Werk geht einerseits auf die verschiedenen Visatypen ein ohne hier jedoch sich in allen Detailverästelungen zu verlieren. Behandelt werden die meisten relevanten Themen wie Wohnungssuche, Hausfürsorge, Krankenversicherung, Arbeitssuche, Fortbewegung (Auto) und Kommunikation (wie Telefon und Mobiltelefone). Hierbei dürfte das Konzept der fortlaufenden Aktualisierung - sprich des Book on Demand - von Vorteil sein, da die entsprechenden Informationen doch recht häufigen Änderungen unterliegen. Man kann den Autorinnen folglich zubilligen eine Art "Gelbe Seiten" zur Auswanderung aus Sicht deutschsprachiger Bürger geschrieben zu haben. Auf rund 30 Seiten widment sich das Buch auch noch der Beschreinbung möglicher Ziele einer Auswanderung, wie Sydney (das bei weitem am ausführlichsten beschrieben wird - einschließlich Tipps für Clubs, Restaurants und Märkte), Adelaide, Brisbane, Cairns, Melbourne und Perth.

Dass das Werk von drei weiblichen Autorinnen verfasst wurde, lässt sich an Tipps wie diesem ablesen: "Egal in welcher Stadt Du auch verweilst, unbedingt die folgende Webseite für Sales, Tipps und Preisgebungen checken: www.vogue.com.au/forum, dann ganz einfach auf sales e.g. factory & discount outlets klicken und schon seid ihr im Paradies. Es lohnt sich echt!"

Eingegangen wird in dem Werk auch auf eine Besonderheit für Schweizer: Schweizer Bürger können nach wie vor kein Visum für "Working Holidays" beantragen. Die Schweiz und Australien haben jedoch schon am 13. November 1991 eine Vereinbarung über den Austausch einer begrenzten Zahl von Stagiaires (Trainees) getroffen. Junge Berufsleute, die ihre beruflichen und sprachlichen Kenntnisse erweitern möchten, können eine australische Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung für die Dauer von maximal 18 Monaten erhalten. Als Stagiaires zugelassen werden Schweizer Staatsangehörige, die eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zwei Jahren vorweisen können. Die Altersgrenze liegt bei 30 Jahren. Die Autorinnen resümieren: Je nach Berufssparte ist es eventuell nicht einfach - aber auch nicht aussichtslos.

Dem Autorentrio ist hoch anzurechnen, dass sie mit diesem Werk eine kompakte, sehr gut lesbare und verständliche Übersicht zum komplexen Thema "Auswandern nach Australien" erstellt haben. Zahlreiche Informationen finden sich auch an anderen Stellen im Internet, doch besteht eine der Leistungen von Suzan Denec, Angelika Flynn und Andrea Shepherd gerade darin hier eine Zusammenfassung zu liefern, die einem die mühevolle Recherche in verschiedenen Quellen erspart. Und gerade in der Vorbereitung einer Auswanderung kann ja Time durchaus auch Money sein. Chapeau!



How To Get A Job & How To Live And Work

aus Grossbritannien
empfehlenswert
Eine fundierte Informationsquelle für Auswanderer auf Zeit oder für immer sind die jeweils aktuellen Ausgaben der beiden englischen Bücher "How to Live & Work in Australia" von Laura Veltman (240 S.) und "How to get a Job in Australia" von Nick Vandome (176 S., £ 9,99; ISBN 1857031652)


Living and Working in Australia

aus Grossbritannien
empfehlenswert [David Hampshire]
In seinen Inhalten etwas stark auf die britischen Bedürfnisse von Jobbern bezogen, aber durchaus lesenswert. Eine der Klassiker für "Arbeiten Down Under".


Auswandern nach Australien

aus Deutschland
bedingt empfehlenswert [Sabine Mattern]
Nach unserer Ansicht legt der Reiseführer viel zu viel gewicht auf die Beschreibung australischer Städte und ihrer Sehenswürdigkeiten. Mehr als ein Drittel des Buches beschäftigt sich mit diesem Segment. Das Buch ist insgesamt zu sehr aus dem touristischen Blickwinkel verfasst. Das Buch erscheint als Konglomerat mehr oder weniger gut recherchierter Fakten. Persönliche Erfahrungen eines Auswanderungsprozeders - leider Fehlanzeige. Hilfreich eventuell ein paar Checklisten, die man aber anderswo ebenfalls erhalten kann. Fazit: Nicht das Werk erster Wahl.


Australien - Handbuch für Auswanderer

aus Deutschland
empfehlenswert [Ulrich Sackstedt]
Der Autor hat in diesem ausführlichen Buch das derzeitige deutschsprachige Standard-Handbuch für Auswanderungs-Interessierte geschaffen. Auf 330 Seiten gibt es Informationen zur Vorbereitung der Auswanderung Vorbereitung und Durchführung der Auswanderung sowie der "Zeit danach". Der Autor geht besonders intensiv auf das neue Leben "Down Under" ein. Das hilft auch die eigenen Träme auf den Prüfstand zu stellen und eine reele Betrachtungsweise für den Auswanderungswunsch zu bekommen.
Hier erfahren Auswanderer-Kandidaten viel über ihr mögliches neues Lebensumfeld. Alltägliches wie Wohnen, Autofahren, Arbeiten, Schule und Ausbildung wird eingehend behandelt. Das soziale Umfeld eines Lebens auf dem fünften Kontinent Australien wird plastisch vermittelt.
Wertvoll und nützlich ist die Sammlung der Adressen, die nicht nur die Handelskammern sondern auch - in der Praxis oft sehr wichtig - Fleischer und Bäcker umfasst. Auch an deutschsprachige Ärzte und Geselligkeitsvereine (bei Heimwehattacken aller Art) ist gedacht.
Eine nützliche Planungsgrundlage für einen einschneidenden Schritt in der Lebensplanung.


Auf nach Down Under

aus Deutschland
bedingt empfehlenswert [Ulrich Sackstedt]
Auswanderergeschichten "aus Australien"
Geschichten von Auswanderern in den Jahren 1950 bis 1990 vermitteln die typischen Probleme und Highlights, die das Thema "Auswanderung nach Australien" mit sich bringt. Die Neuauflage von 1998 lässt leider Geschichten aus den Neunzigern gäzlich vermissen. Trotzdem für alle, die eine Auswanderung planen, immer noch sehr hilfreich.

Reisen mit Kindern



Cook doch mal - Drei Monate mit Kind durch Australien

aus Deutschland
sehr empfehlenswert [Hilla Finkeldei]
"Mit Kindern nach Australien? Seid ihr wahnsinnig?" So manches mal haben wir von der Redaktion von AUSTRALIEN-INFO.DE solche Sätze auch schon gehört. Wir haben sie jeweils geflissentlich ignoriert und schon 1999 begonnen unsere "Mutmach-Seiten" ins Netz zu stellen, die anderen Eltern zeigen, dass Australien-Reisen mit Kindern nicht nur "machbar" sind sondern eines der faszinierendsten Erlebnisse bieten, die man seinen Kindern gönnen kann.

Flug nach Australien mit Kindern
Reisen in Australien mit Kindern

Diese Seiten blieben nicht ohne Resonanz: Mittlerweile gibt es zahlreiche private Websites, die von Familien berichten, die auf unterschiedlichste Art durch Australien gereist sind.
Private Homepages

Wenn Sie als Backpacker in den Zwanzigern schon mal in Australien waren und jetzt mit Nachwuchs gesegnet sind, kann es durchaus sein, dass in Ihnen der Traum schlummert wieder nach "Down Under" zu düsen. Doch klappt das mit der Familie? Klare Antwort: Ja, machen Sie es! Sie werden überrascht sein und Australien völlig anders entdecken: Kinder schaffen es einem Erwachsenen neue Perspektiven zu öffnen, weil sie unbedarft und mit offenem Blick die Wahrheiten des Reisens, fremder Länder und unbekannter Menschen wiedergeben.
Jetzt gibt es erfreulicherweise das "Mutmach-Buch" für alle die noch zweifeln, für alle die wissen wollen "wie es ware wenn" und für alle, die sich sowieso schon im klaren sind dass sie (wieder) nach Australien "müssen". Geschrieben wurde es von der Lehrerin Hilla Finkeldei, die mit ihrem Sohn Robin drei Monate durch Australien reiste. Nach diesem Buch muss sich Hilla Finkeldei allerdings fragen lassen, ob sie denn nicht ihrer Berufung als Reisejournalistin noch häufiger nachgehen will, denn ihr flott und doch anspruchsvoll geschriebenes Erstlingswerk verschlingt man mit höchstem Vergnügen. Hinzu kommt das Gefühl viele wertvolle Tipps für die Reiseplanung bekommen zu haben. Robins Kommentare sind zuweilen auch recht aufschlussreich: "Oh, aber die Melbörn-Flieger sind echt von außen größer als innen drin, Mama!" Wer will ihm da widersprechen? Mamas Humor blitzt auf jeder Seite des Buches hindurch, beispielsweise wenn Sohnemann Robin beim Hinflug in Singapur kurzerhand als "Fünfundzwanzig Kilo Schlafkrankheit" bezeichnet wird. "Die 1,26 m neben mir haben wenigstens geschlafen, wenngleich sie so zerknautscht aussehen, dass ich schon ein Zolleinfuhrverbot für bedrohte Arten fürchte".
Schon während ihrer Tour hatte Finkeldei ihre Erlebnisse für das Online-Magazin "schwarzaufweiss.de" in einer Art Online-Tagebuch zusammengetragen. Wer sich für das gedruckte Werk interessiert, findet auf dieser Seite schon mal so einige Lese-Kostproben - in stark gekürzter Form. Wer nach diesen paar Seiten Lust auf mehr bekommen hat, für den gibt es gute Nachrichten: IDies ist das ausführliche Buch. Für das Werk hat Hilla Finkeldei diese Berichte um zahlreiche Facetten ergänzt. Herausgekommen ist eine Mischung aus Erlebnisreportage und Reiseführer mit handfesten Planungshilfen für zwölf Touren mit der Familie durch Victoria, New South Wales, South Australia, Tasmanien und Western Australia.
Lassen Sie sich durch das erste Überblättern nicht täuschen: Das Buch ist nicht üppig ausgestattet, die Fotos sind lediglich schwarzweiss aber das ist wohl die Reminiszenz an die Online-Berichte in "Schwarz auf Weiss". Man vermisst die Ausstattung keineswegs, denn Finkeldei lässt Bilder im Kopf entstehen und wirbelt zuweilen nur so von kinderfreundlichen Fakten. Australien präsentiert sich durch dieses Buch als ausgesprochen kinderfreundliches Reiseziel, das aber keinswegs durch eine rosarote Brille geschildert wird. Die Autorin vermittelt anschaulich die Begeisterung, die diverse Attraktionen bei Kindern (und Erwachsenen) auslösen können - angefangen von Walen, Delfinen und Goldminen über Raddampfer bis hin zu den märchenhaften Stränden. Co-Autor Robin lässt sie unter anderem die Vorteile quietschbunter Eissorten erklären.
Zugegeben: Dieses Buch macht sicher noch mehr Spass, wenn man schon mal in Australien war. Erstens versteht man dann die ordentliche Portion "Aussie Humor" besser, die den Finkeldeischen Schreibstil mitgeprägt hat, zweitens kann man sich zahlreiche "Ging-mir-auch-so"-Erlebnisse nicht verkneifen, da die Autorin ein ausserordentlich gutes Gespür dafür hat sich auch mit scheinbar belanglosem Alltäglichen zu beschäftigen.
Für den motivierenden - und wie wir meinen absolut zutreffenden - Abspann müsste Hella Finkeldei von Tourism Australia eigentlich eine Auszeichnung erhalten: "Mag sein, dass Australien am anderen Ende der Welt liegt. Mag sein, dass viele Reisende sich von den scheinbar endlosen Stunden im Flugzeug abhalten lassen. Aber ohne Zweifel lässt sich kaum ein schöneres Fleckchen Erde finden, an dem Kinder wie Erwachsene eine unvergleichliche Zeit miteinander verbringen können. Fahren Sie hin, es lohnt sich." Auf über 200 Seiten liefert sie dafür die besten Argumente.
Noch ein Redaktionstipp: Das Buch ist auch ein ideales Geschenk für zweifelnde Partner, wenn ein Elternteil die Australien-Reise schon ganz fest im Auge hat und noch jemand zweites überzeugt werden muss.


Kinderbücher



Spannende Tiergeschichten aus Australien

aus Deutschland
empfehlenswert [HL Verlag]
Die Tiere in Australien werden in diesem ansprechend illustrierten Buch vorgestellt: Von dem Dingo oder dem roten Riesenkänguru über den Schwarzen Schwan oder den Tigerhai bis hin zum Albatros. Fesselnd wird über das Leben der Tiere und über die Gefahren, die ihnen drohen, berichtet. Interessant sind die Beschreibungen der Familiengründung, der Aufzucht und der Schutz der Jungen. Die spannenden Geschichten von den Tieren Australiens sind ideal für kleine Tierfreunde. Lebendige Bilder und detaillierte Beschreibungen laden zum genauen Beobachten, Lesen und Lernen ein.
Umfang: 29 Seiten


Der neue Kinder-Kosmos: Tiere in Australien

aus Deutschland
empfehlenswert [Christine Wolfrum, Susanne Bräunig, Harald Vorbrugg]
Am anderen Ende der Welt leben seltsame Tiere: Kängurus hüpfen mit ihren Jungen im Beutel durch die Savannen, Koalas hangeln sich durch Eukalyptusbäume und Dornteufel, die gezackten Echsen der Wüste, fangen Wassertropfen aus der Luft. (64 Seiten)


Ein Schneehase in Australien auf seinem Traumweg

aus Deutschland
bedingt empfehlenswert [Magdalena Madlinger]
Die Geschichte handelt von einem Schneehasen, der in einem Land mit Schneebergen lebt. Er wünscht sich nichts sehnlicher als Freunde zu finden. Dies gelingt ihm und so verlebt er schöne Stunden in seiner Blockhütte mit einem Eichhörnchen, dem kleinen Jungen Tobias und dessen Schwester Fiona.

Mit ihnen möchte der Schneehase seinen Traum verwirklichen: eine Reise nach Australien. Mit Hilfe einer Zaubertruhe, einem geheimnisvollen, opalbesetzten Schlüssel und ihrer Phantasie können die vier Freunde in Sekunden im heißen, orangebraunen Sand in der australischen Wüste sitzen. Dort begeben sie sich auf die Suche nach dem Geheimnis des Opals. Bei diesen Reisen erleben sie viel Neues und lernen die unterschiedlichsten Tiere kennen. Der Hase beschreibt die australische Landschaft in den schönsten Farben. Glücklich darüber, seinen Traum realisiert und viele Freunde gewonnen zu haben, reist er mit wundervollen Eindrücken zurück in seine geliebten Schneeberge.

Illustriert ist die Geschichte vom Schneehasen mit Aquarellen und Ölbildern der Erzählerin, die von australischen Wüstenlandschaften fasziniert ist. Sie machen Lust auf die Reise und wecken Sehnsüchte. Der Schneehase und seine Freunde selbst sind ein wenig betulich: schweizerisches Bergidyll und Australien-Sehnsucht verbunden mit ein wenig plakativer Lebensweisheit.
©PS



Der Riese Turramulli. Ein Märchen der Australischen Aborigines

aus Deutschland
empfehlenswert [Percy Trezise & Dick Roughsey]
Deutsch von Annemarie Böll. Lamuv. Göttingen 1990.
Die Geschichte vom Riesen Turramulli lässt auch die kleinen Australienreisenden auf den Geschmack kommen - oder lehrt sie das Fürchten. Seine Lieblingsspeise sind nämlich, erraten, kleine Kinder. Weil es ein Märchen ist, gibt es natürlich ein Happy End, und Turramulli hungert noch heute! Percy Trezise erzählt das Märchen, das die Bilder des aboriginalen Malers Dick Roughsey illustrieren. Die deutsche Übersetzung verdanken wir der Ehefrau Heinrich Bölls.

Didjeridu



Traumzeit - Das Geheimnis des Didgeridoo

aus Deutschland
empfehlenswert [David Lindner]
mit Lehr-CD
Ein umfassendes Lehr- und Informationsbuch zum Instrument der australischen Ureinwohner. Mit hohem praktischen Nutzen und doch spannend geschrieben.
Das Didjeridu ist das wohl älteste Windinstrument der Menschheitsgeschichte und wurde in den letzten Jahren zu einem Symbol der Aboriginalkultur schlechthin. Ein Kapitel über "das alte Volk" zeigt die Hochachtung des Autors vor den Aborigines. Neben zahllosen Informationen rund um das Didgeridoo (Fraune, Herkunft, Materialien, Physik, Therapie etc.) gibt dieses Buch mit drei Spielteilen sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittenen eine Fülle von Tipps. Die zugehörige CD trägt 34 Klangbeispiele für Übungen im Buch und wartet weiterhin mit sieben Didgeridoomusikstücken auf.
200 Seiten, über 60 Abb.

Aussies - die Australier selbst



Diesem Thema haben wir mittlerweile eine eigene Seite zur Literatur über die Landeskunde innerhalb von AUSTRALIEN-INFO.DE gewidmet.


Siedler & Pioniere



Dieses Thema findet sich mittlerweile auf der Seite zur Literatur.
 

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