Reisezeitschriften wie abenteuer und reisen, GEO Saison, outdoor, das österreichische Reisemagazin, Terra und Tours berichten immer wieder über das Reiseziel Australien. Auch das "grüne GEO" hat häufiger Hintergrundartikel zu australischen Themen. Etwas seltener (und dann auch eher kurzgefasst) gibt es auch in "Urlaub Perfekt" etwas über Down Under zu lesen. Nachfolgend Zeitschriften, die sich schwerpunktmässig oder ausschliesslich mit Australien beschäftigen.
Die Auswahl erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Aufgrund der häufigen Änderungen können wir für die nachfolgenden Angaben leider keine Gewähr übernehmen.
Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie Verbesserungs- und Ergänzungsvorschläge haben. Vielen Dank.
Publikationen aus Europa
Australien Magazin

Das Australien-Magazin wird seit Ende 2006 vom J. Latka Verlag herausgegeben. Der Bonner Verlag publiziert unter anderem auch die Ländermagazine "America" und "Süd-Afrika". Angesprochen werden mit dem Magazin sowohl Reisende, wie auch potentielle Auswanderer. Kein Wunder: Für den fünften Kontinent interessieren sich viele aber nicht nur als Tourist sondern auch Tausende von Auswandern aus deutschsprachigen Raum. Der Themen-Mix kann als gelungen angesehen werden und einige Inhalte stechen selbst Australien-Insidern dann doch besonders ins Auge. Das Magazin richtet sich nur in einzelnen Ausgaben an die besondere Zielgruppen der Backpacker, die sich auf das Abenteuer Work & Travel einlassen. Wer dazu Informationen sucht, sollte folglich vor der Bestellung einer älteren Ausgabe das Inhaltsverzeichnis genau lesen. Wer sich für die wirtschaftlichen Verhältnisse in Australien interessiert, z.B. weil er in australische Aktien an der Börse investieren möchte, findet in dem Magazin wenig Informationen. Der Schwerpunkt in der Berichterstattung liegt ganz eindeutig auf dem Tourismus.
Unter den Fotografen des Australien-Magazines ist nicht zuletzt der Natur- und Landschaftsfotograf Ingo Öland, der den Nutzern von AUSTRALIEN-INFO.DE seit Jahren durch seine Bilder und seinen beliebten Kalender bekannt ist. Löblich: Neben den Reportagen hat das Magazin auch zahlreiche aktuelle Meldungen und greift für diese nicht nur auf Pressematerial der Fremdenverkehrsämter zurück.
In der Rubrik Check-In würde man sich neben der hochpreisigen Hotellerie auch noch das Porträt des einen oder anderen B&B oder einiger Campingplätze wünschen - auch die Vorstellung von typisch australischen Ferienfahrzeugen, wie einem Buschcamper oder gar einem Vergleich unterschiedlicher Fahrzeugtypen wäre wünschenswert. Anders gesagt: Dem Australien-Magazin wird es sicher nie an Berichtenswertem mangeln.
Die journalistische und fotografische Qualität des Heftes braucht sich im Großen und Ganzen vor prominenten Mitbewerbern wie GEO Saison oder Abenteuer und Reisen nicht verstecken. Im Vergleich dazu schwächelt manchmal die Bildwiedergabe und das Layout wirkt uninspiriert. An die gestalterische Qualität eines ergleichbaren länderspezifischen Magazines "Neuseeland 360°" reicht das recht konservativ-betuliche Layout nicht heran. Das "Rohmaterial" an Text und Bild ließe sich noch weitaus schmackhafter servieren. Den Machern des Magazins sei Australian Geographic als Inspirationsquelle ans Herz gelegt. Dank der zumeist sehr lesenswerten Inhalte, die auch oft einen hohen Nutzwert für die Reiseplanung haben, ist diese Schwachstelle zu verkraften. Sehr lesenswert sind in den früheren Ausgaben von 2009 und 2008 die Beiträge der Korrespondentin Barbara Barkhausen, die hinter die touristische Fassade in den Alltag von Sydney blicken lassen. Ihre Kolumne verlieh dem Magazin Tiefgang und Kontur.
Jede Ausgabe des Magazins hat eine Schwerpunktregion bzw. einen Bundesstaat im Fokus -
Preisbeispiele aus dem März 2010: Einzelverkauf in Deutschland bei 4,90 Euro, Österreich bei 5,60 Euro. In der Schweiz werden pro Heft 9,60 Franken verlangt. Der Kioskvertrieb konzentriert sich auf die größeren Kioske von Flughäfen und Bahnhöfen mit breitem Sortiment, wo unserer Erfahrung nach das Heft unproblematisch erhältlich ist. Die Zeitschrift erscheint ab 2010 nur noch zwei Mal im Jahr, ein Abonnement für 4 Ausgaben wird für 16 Euro (Ausland 18 Euro) angeboten.
Nähere Informationen auf der Website des Magazines "Australien"
GEO Saison
GEO Saison 11/07: Die Redaktion präsentiert 50 unvergessliche Erlebnisse auf dem Kontinent der Abenteuer (Überwältigende Natur, mythische Kultur, romantische Lodges) und empfiehlt die besten Guides für traumhafte Touren. Für den Text zeichnet primär Julica Jungehülsing verantwortlich. berichtet wird z.B. über Bullo River (Ranch-Urlaub im Outback) eineinhalb Flugstunden südlich von Darwin, Monkey Mia (Segeln durch die Bucht der Delfine), das Eintauchen in die Welt der Aborigines beim "Blue Mountains Walkabout"
zu den alten Bräuchen der Vorfahren aus dem Volk der Darug.
GEO Saison 12/01 - 2004/2005: Heft-Schwerpunkt Australien: Auf 49 Seiten des Heftes werden jene Orte und Routen vorgestellt, wo der rote Kontinent am abenteuerlichsten und am spektakulärsten ist: Bei Fährtensuchern im Arnhem Land, im nahezu menschenleeren Kimberley mit seinen horizontalen Wasserfällen und den erstaunlichen Heilpflanzen, auf der Fahrt im Postauto quer durchs Buschland und auf Kangaroo Island, dem Refugium einer einzigartigen Tierwelt. Aktuelle Reise-Informationen sowie ausführliche Hotel-, Restaurant- und Tourentipps sorgen dafür, dass sich kein Reisender im Outback verläuft. Erfreulicherweise verweist die Redaktion erneut wieder prominent auf AUSTRALIEN-INFO.DE als Informationsquelle.
An einer Stelle stimmt leider der Link nicht: Auf Seite 48 wird auf die Angebots-Pinnwand verwiesen, doch es fehlt ein Bindestrich. Kleine Ursache - grosse Wirkung. Wir verweisen daher hier gleich mal auf den richtigen Link zur beliebten Angebots-Pinnwand.
GEO Saison berichtet in unregelmässigen Abständen immer wieder über Australien. Ein kleiner Blick ins Archiv zu den Themen der letzten Jahre:
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4-2003 - Queensland
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4-2002 - Bed and Breakfasts
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7/8-2000 - Das australische Outback
Einige Artikel werden können auch online abgerufen werden.
Website von GEO Saison
360° Neuseeland
Das Magazin selbst vermarktet sich als "Rundumperspektive für Urlauber, Auswanderer und Professionals". Die Beschreibung könnte präziser kaum sein. Die sauber recherchierten und aufbereiteten Informationen sind ein erfrischend modernes und dennoch sachliches Layout gekleidet. Das Magazin entzieht sich dem Verdacht eine reine Propagandapostille von Verkehrsamt oder Reiseveranstaltern zu sein. Vom Start weg schafft es die Publikation sich neben einem GEO Special oder Abenteuer & Reisen gut zu behaupten. Das 2008 gestartete Magazin erscheint alle zwei Monate. Der Einzelverkaufspreis beträgt 4,90 Euro. Im einzelnen besteht das Magazin aus folgenden Rubriken:
- Reiseberichte und Städteinfos bringen das Land den Lesern Ausgabe für Ausgabe näher. Hier hat das Magazin klar den Anspruch gern gesammelt zu werden.
- Fotos, Praxistipps, Hotelvorstellungen sowie aktuelle Informationen zu allen Reisethemen
- Auswanderer berichten, was sie bewogen hat, ihre Zelte abzubrechen und ein neues Leben in Neuseeland zu beginnen
- Auswandererberater zeigen, welche Fallstricke beachtet werden müssen und welche Bedingungen zu erfüllen sind, um nach Neuseeland einwandern zu können.
- Die Kulturberichterstattung reflektiert sowohl die traditionelle Kultur der Maori, der Ureinwohner Neuseelands, wie auch aktuelle Lifestyle-Themen
- Ebenfalls ein starker Akzent wird auf die Wirtschaftsberichterstattung gelegt
Nähere Informationen auf der Website von 360 Grad Neuseeland
in asien!
Die Zeitschrift "in asien!" enthält immer wieder mal einen Teil "in australien!" - mit einigen Seiten zu australischen Themen. Allerdings scheint nach unserer Beobachtung der Australien-Teil kein regelmässiger Bestandteil der Publikation zu sein.
Nähere Informationen auf der Website inasien.de
Publikationen aus Australien
In Australien gibt es schon seit Jahrzehnten eine Reihe eigener Medien, die sich als Zielgruppe vorwiegend sogenannte "Budget-Traveller" und Backpacker ansprechen. Längst sind vieler dieser Publikationen aus diesem Segment nicht mehr auf die Zielgruppe der Rucksackreisenden, der Backpacker, begrenzt.
Rund 400.000 Backpacker reisen pro Jahr durch Australien. Nach Informationen der Zeitschrift TNT nutzen 50% davon eines oder mehrere "Backpacker-Magazine" als Informationsquelle.
Die Publikationen sind im groben vergleichbar mit Anzeigenzeitungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie enthalten eine Mischung aus Fakten und durchaus amüsanten Reiseerzählungen. Ein netter Zeitvertreib - zum Beispiel für lange Busfahrten. Die Erfahrungsberichte anderer Backpacker kreisen üblicherweise um die ganz subjektive Erfahrung, was man sich unbedingt anschauen sollte und was man besser meiden sollte. Besonders beliebt ist die Veröffentlichung von typischen Traveller Erlebnissen im Stile von "Wie ich tagelang am Stuart Highway auf eine Mitfahrgelegenheit wartete" oder "Als wir unsere Panne mit unserem Uralt Ford Falcon mitten in der Wüste hatten". Diese Medien publizieren auch Inhalte, die von anderen Medien nicht aufgegriffen werden. Typische Themen dieser Magazine sind "Wo hat es schöne Strände?" oder "Auf welchen Wanderungen finden sich Tierbeobachtungsmöglichkeiten?". Wichtig scheint dabei auch immer der etwas alternative Einschlag, d.h. ein Ziel wird bevorzugt "off the beaten track" ("abseits ausgetretener Pfade") entdeckt. Es handelt sich hierbei um die vielleicht meiststrapazierte Floskel in diesen Medien. Dazu jagt ein Insider-Tipp en nächsten: "Wo lässt sich am günstigsten übernachten?", "Welcher Pub verschenkt das meiste Freibier?" und "Welche Autovermietung hat den besten Campervan für den kleinen Geldbeutel?".
Neben den redaktionellen Inhalten schätzt die Leserschaft aber auch die ausführlichen Reiseplanungshilfen. Typischer Bestandteil einer Ausgabe sind ein ausführlicher Veranstaltungskalender und Bewertungen von touristischen Dienstleistungen wie Unterkunft, Transport und Sightseeing-Angebote.
Die zum Teil extrem marktschreierisch aufgemachten Anzeigen versprechen nicht nur Fun, Fun, Fun sondern durchaus auch das eine oder andere Schnäppchen. In diesen Magazinen inserieren auch grosse Tourismus-Unternehmen mit sogenannten "Backpacker-Specials". Zum Teil verfügen diese Anbieter sogar über eigene Marken für diesen Markt. Da werden dann beispielsweise kurzfristig sehr günstige Fahrzeugmieten für sogenannte "Relocations" angeboten. Das sind Fahrzeugüberfuehrungen, wenn ein PKW oder ein Wohnmobil in einem bestimmten Zeitraum zu einer anderen Station überfuehrt werden muss. Viele Anzeigen beinhalten auch Rabatt-Gutscheine oder den Hinweis auf spezielle Reservierungs-Telefonnummern zur Sicherung eines "Backpacker Discounts". Reisende mit knappem Budget wissen diese geldwerten Vorteile durchaus zu schätzen.
Üblicherweise erhält man die Zeitungen und Zeitschriften für Budget-Traveller kostenlos in Hostels und Hotels, bei den Besucherzentren, an zentralen Reisestationen (wie Busbahnhöfen) und Fremdenverkehrsämtern vor Ort. Sie finanzieren sich durch Werbeanzeigen und sogenannte Advertorials - bezahlte, redaktionelle Beiträge.
Sie sind konzipiert als Medien, die dem Reisenden während seiner Reise Angebote unterbreiten sollen. Bisher war es schwierig oder nahezu unmöglich diese Magazine auch in Europa zu erhalten. Wer sich gerne etwas ausführlicher auf seine Reise vorbereitet und vorab auf der Jagd nach "Geheimtipps" und Insider-Informationen ist, dürfte sich über einen Service freuen, den der gebürtige Saarländer Kai Brach im Rahmen seines AUSMAG-Services anbietet: Über ihn können Medien für Budget-Reisende direkt aus Australien bezogen werden. Brach war selbst schon ausführlich in Australien als Backpacker unterwegs. Der Versand von Magazin-Bestellungen aus Australien dauert zirka acht Tage.
AUSMAG Internet Site
TNT
Das etablierteste Traveller-Magazin ist mittlerweile "TNT". Es umfasst im Schnitt ca. 100 Seiten. Mit einer Auflage von 60.000 Exemplaren pro Monat (auf 3 regionale Ausgaben in Australien verteilt) ist es das bekannteste Backpacker-Magazin ist. Gegründet wurde das Blatt 1990.
TNT verfügt auch über eine ausführliche Website.
Weitere Zeitschriften - "The Word, "Zinc" und "British Balls" - versuchen Monat für Monat die Gunst des Lesers zu gewinnen.
Nähere Informationen auf der Website ausmag.de
Die Woche in Australien
Schon weit vor dem Internetzeitalter gab es deutschsprachige Informationen über Australien und Neuseeland. Die WOCHE erscheint seit 1957 und wird seit 1991 von Ludger Heidelbach geleitet.
Die australische Wochenzeitung berichtet über Politik, Wirtschaft und Tourismus in Deutschland, im australisch-pazifischen Raum und im Rest der Welt. Themen sind:
- Nachrichten aus aller Welt
- Nachrichten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
- Wirtschaftsnachrichten
- Nachrichten aus Australien, Neuseeland und dem asiatisch-pazifischen Raum
- Lokalnachrichten aus Sydney, Melbourne, Brisbane, Adelaide, Perth, Cairns, Darwin und anderen australischen sowie neuseeländischen Städten
- Nachrichten aus dem deutschsprachigen Leben in Australien (Klubs, Vereine, Kirchen)
- Sonderseiten über Gesundheit, Frauenthemen, Kurzgeschichte, Rätsel etc.
- Kulturelles (z. B. Berichte über Theater- und Opernaufführungen in Australien, Literatur etc.)
- umfangreicher Sportteil mit Bundesligaergebnissen
- Geschäftswegweiser, Kleinanzeigen
- Buch- und Zeitschriftenangebote
Nähere Informationen auf der Website von "Die Woche in Australien"
Download des Interviews mit der Redaktion von AUSTRALIEN-INFO.DE von Februar 2004 im PDF-Format (ca. 0,5 MB)
Australien Geographic
Sehr reizvolle Schwerpunktthemen. Niveauvolle Texte und Layout. Hervorragende Hintergrundreportagen. Einige Ausgaben mit exzellenten CD-Beilagen.
Erscheint quartalsweise. Kann auch nach Europa abonniert werden.
Nähere Informationen auf der Website des Magazins
Australien Traveller
Ebenfalls sehr reizvolle Schwerpunkttthemen. Beispiel Ausgabe Mai/Juni 2007 mit "100 Great Things to Do In Australia" - auch Tipps für solche, die eigentlich schon (fast) alles kennen - darunter u.a. auf S.90 als Punkt 16 die Painted Hills in SA, die wir auch im April 2007 im Newsletter vorstellten.
Erscheint alle zwei Monate. Kann auch nach Europa abonniert werden.
Nähere Informationen auf der Website des Magazins
Eingestellte Publikationen
Tours
Update Juli 2010: Wenn wir richtig recherchiert haben wurde dasMagazin mittlerweile leider eingestellt. Die URL des Magazins www.tours-magazin.de führt leider ins Leere.
Tours 1/2010: Australien-Schwerpunkt mit 34-Seiten. Das Tours-Cover stammt aus dem Buch "Australia Walkabout", das intensive Einblicke in die Aborigine-Kultur gewährt (das Buch stellen wir ausführlich in der Rubrik Reiseliteratur bei "Special Interest" vor). Mit einer Bilderstrecke im Heft taucht Tours noch weiter in diese Welt ein. Es gibt Geschichten über die Aborigine Kultur im Outback, die außergewöhnliche Tierwelt auf Tasmanien oder über Canyons und Felsformationen in Westaustralien.
Going Down Under
Im deutschsprachigen Handel erschien im Dezember 2004 mit "Going Down Under" erstmals wieder eine Zeitschrift, die sich ausschliesslich dem fünften Kontinent widmet. Die ersten beiden Ausgaben konnte man mit Wohlwollen als mittelprächtig bezeichnen (vergleiche dazu auch unsere ausführliche Kritik im Newsletter 02/2005). Im Juli 2005 erschien die dritte Ausgabe und - nach unserem Kentnisstand - bisher letzte Ausgabe.
"Going Down Under" ist seit 1998 in den Niederlanden am Markt. Der niederländische Verlag und Boomerang Solutions hatten Anfang 2005 gemeinsam versucht den redaktionellen Teil aus der niederländischen Ausgabe zu für ein deutsches Heft zu übernehmen. Wie von uns berichtet, krankte die erste Ausgabe daran, dass einerseits die Geschichten der niederländischen Autoren schlecht und schlampig übersetzt waren und andererseits der Inhalt nur einen minimalen Bezug zum deutschsprachigen Markt erkennen liess. "Going Down Under" und "Boomerang Solutions" trennten sich.
"Going Down Under" - Website des deutschsprachigen Magazins
"Going Down Under" - Magazin in den Niederlanden
australien blick
Der "australien blick" erschien im Herbst 2006 zum 60. und zum letzten Mal. Sein Gründer Stefan Lehnert musste die Herausgabe des "Fanmagazines" aus gesundheitlichen Gründen einstellen. 120 Abonnenten erhielten zuletzt den "australien blick", der nicht selten von drei oder vier Lesern genutzt wurde.
Das Magazin erschien zunächst als Vereinszeitschrift des Vereines zur Förderung und Pflege der deutsch-australischen Beziehungen, dann durch Lehnert selbst im Rahmen des "Freundeskreis Australien". Durchaus lesenswert sind sämtliche Ausgaben. Der Ingalt bestand jeweils aus Wissenswertem und Interessantem rund um den australischen Kontinent, einschliesslich von Reiseberichten und Reisetipps.
Ursprünglich war die Zeitung eine Clubzeitung des im Februar 1994 gegründeten Vereins zur Förderung und Pflege der deutsch-australischen Beziehungen e.V. Im sächsichen Werdau entstand damit seinerzeit eine private Initiative über die auch der Mitteldeutsche Rundfunk in seinem Fernsehprogramm berichtete. Ein Kuriosum: Der Verein entstand nicht etwa aus Begeisterung von zurückgeehrten Australien-Reisenden sondern aufgrund eines allgemeinen Australien-Interesses. So dachte man auch an eine Partnerschaft zwischen Wedau und einer australischen Stadt. Es blieb jedoch erst einmal bei Plänen.
Der Verein bediente mit seinem Thema offensichtlich ein ganz selektives Nischeninteresse: Immer neue Mitglieder konnten im ganzen Bundesgebiet aufgenommen werden. Wo heute das Internet "virtuelle Gemeinschaften" quer über die Kontinente hinweg vernetzt, war anno 1994 weder an AUSTRALIEN-INFO.DE noch an eine PC-Ausrüstung beim Australien-Verein zu denken. Doch der Informationshunger der Mitglieder wollte gestillt werden. Sowohl Informationen zu Australien allgemein wie auch zum Vereinsleben sollten vermittelt werden. Die Wahl des "Informationsverantwortlichen" fiel schliesslich auf Stefan Lehnert. Einerseits hatte er schon damals Kontakte nach Australien andererseits hatte er mit Büchern und Ansichtskarten das notwendige Material zur Illustation. An das Internet als Publikatonsmedium war damals noch nicht zu denken. So enstand also zunächst ein klassisches "Vereinsblättchen" mit dem dem ersten Titel "Australian Courier". Im August 1994 erschien die von viel Herzblut geprägte erste Ausgabe: Vier lose aneinandergeklammerte, einseitig mit Schreibmaschine geschriebene Seiten, mit hineinkopierten Bildchen. Aus heutiger Sicht ist diese Form natürlich spartanisch, aber der Inhalt zählte: Lehnert recherchierte schon damals Informationen, die er im deutschsprachigen Raum exklusiv veröffentlichte.
Es dauerte nicht lange bis Stefan Lehnert auf ein Druckwerk ähnlichen Namens aufmerksam wurde - den "Australien Kurier". Er wurde bis etwa 2002 im australischen Bankstown als Ableitung der deutschsprachigen Wochenzeitung "Die Woche in Australien" produziert. Die eigene Zeitschrift sollte nun weder eine Kopie dieses Kuriers werden noch wollte man wegen des Namens einen Konflikt. Aus dem "Australian Courier" wurde nach einigen Ausgaben der "australien blick".
Der Einstieg ins Computerzeitalter markierte ein Pentium 75 mit 8 MB Arbeitsspeicher und einer für heutige Verhältnisse unsagbar kleinen Festplatte von unter 1 GB Speicher. Der australien blick erschien in dieser Zeit mit bis zu 1000 gedruckten Exemplaren. Auch beim Umfang wurde gewaltig zugelegt - bis zu sechzehn Seiten umfasste manche Ausgabe, heute eine Normalität. Allerdings waren die Tage als Vereinszeitung gezählt. Der Verein zur Förderung und Pflege der deutsch-australischen Beziehungen e.V. löste sich nach gut fünf Jahren auf. Die Gründe waren vielseitig: Wie nicht selten schieden enthusisatische und engagierte Vorstandsmitglieder aus und geeignete Nachfolger waren nicht zu finden. So erfolgreich einerseits die Zeitschrift aufgebaut wurde, so wenig erreichte der Verein andererseits wirklich im konkreten Aufbau und der Pflege deutsch-australischer Beziehungen. Der Verein wurde schweren Herzens aufgelöst.
Die Zeitung überlebte diesen Schnitt. Stefan Lehnert rief am 1. April 2000 in Eigeninitiative den nun mittlerweile auch schon fünf Jahre existierenden "Freundeskreis Australien" ins Leben. Ein Freundeskreis ist keine zwingend rechtlich organisierte Gemeinschaft. In diesem Club sammelte sich rasch ein harter Kern des aufgelösten Vereines und es gelang ihm auch zunehmend neue Interessenten zu finden. Lehnert schulterte seitdem die Organisation von Zeitschrift und Freundeskreis alleine. Ein Engagement, von dem am ehesten Lehnerts Frau einzuschätzen vermag wieviel Zeit dafür erforderlich war. Die Gemeinschaft an Australien-Faszinierten ist grösser als man es ad hoc annimmt. Immer mehr Australien-Stammtische entstanden, in den deutschsprachigen Ländern existieren viele kleine und größere Australienvereine oder -clubs. Und eines haben auch viele Australien"verrückte" gemeinsam: Man spart (teilweise ausschliesslich) auf den nächsten Tripp Down Under. Auch für Anzeigenkunden eine kleine, feine Zielgruppe. Zur agressiven Werbung für das Magazin fehlten die Mittel, dabei hätte es durchaus noch mehr Aufmerksamkeit verdient.
Für Australien-Fans stellte die Zeitschrift eine gute Quelle ergänzender Informationen zu den Online-Medien (wie der Website des Fremdenverkehrsamtes oder dem Newsletter von AUSTRALIEN-INFO.DE) dar. Nicht zu unterschätzen ist auch die Tatsache, dass es auch durchaus erholsam sein kann Australien-Informationen einmal wieder auf Papier nachzulesen und nicht nur am Bildschirm. Im Redaktionsarchiv von AUSTRALIEN-INFO.DE sind übrigens die Ausgaben der letzten Jahre gesammelt. So manche gute Reiseidee kommt schliesslich erst Jahre später zur Umsetzung.
Didgeridoo&Co. Magazin
Das komplexe Thema "Didgeridoo" wurde zwischen April 2001 und Oktober 2005 in einem eigenen Print-Magazin behandelt. Heute lebt es in einem Online-Portal weiter.
Das Print-Magazin wollte die weltweite Didgeridooszene mit allen nötigen Informationen und Nachrichten zum Thema Didgeridoo, Kunst und Kultur der Ureinwohner, Australien, Reise und Weltmusik versorgen.
Statt der deutschen und englischen Printausgabe informiert sich die Didgeridoo-Szene nun in einem Online Portal: Artikel einstellen, Fragen stellen u. beantworten (Forum) und Bilder veröffentlichen sind nur einige wenige Funktionen die der Besucher nutzen kann. Jeder registrierte Nutzer kann sich das Webportal nach seinen eigenen Online-Bedürfnissen gestalten und auf der Samplebase können MP3-Files getauscht werden. Im großen Eventkalender können Veranstaltungen, Workshops etc. publik gemacht werden.
Das Webportal des Magazines (didgeridoomagazin.com) war zum Zeitpunkt unserer letzten Recherche offline.
australien kurier
Die Zeitschrift wurde etwa 2003 eingestellt.
Die australische Monatszeitung informierte aktuell nicht nur über die Aktivitäten der deutschsprachigen Gemeinschaft, er bietet darüber hinaus auch eine Reihe von interessanten Berichten aus Wirtschaft, Politik und Tourismus im australisch-pazifischen Raum. Themen waren:
- Nachrichten aus Australien, Neuseeland und dem asiatisch-pazifischen Raum
- Lokalnachrichten aus Sydney, Melbourne, Brisbane, Adelaide, Perth, Cairns, Darwin und anderen australischen sowie neuseeländischen Städten
- Wirtschaftsnachrichten
- In jeder Ausgabe: eine doppelseitige Reisereportage, die Sie nach Australien, Neuseeland oder in die Südsee entführt
- Artikel über Australier und in Australien lebende Deutsche
- Kulturelles (z. B. Berichte über Theater- und Opernaufführungen in Australien, Literatur etc.)
- Nachrichten aus dem deutschsprachigen Leben in Australien